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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Port Wakefield, 
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Winden, wenn der Wasserstand am niedrigsten ist, ist das Steigen der Flut bei 
Springtide stark vermindert, bei Nipptide sogar unmerklich; die Hochwasserzeit ist 
dann sehr unregelmäßig. Querab von der Bald Spit-Tonne ‘setzt der Flutstrom 
nach NzW, der Ebbstrom nach SSO mit 1 bis 2 Sm Geschwindigkeit in der Stunde, 
Wind und Wetter. Im Sommer weht der Wind bei gutem Wetter von 
Sonnenaufgang. bis 88 V gewöhnlich aus O- bis OSO-Richtung, bei heißem Wetter 
kann seine Richtung am Morgen auch NO sein. Gegen 8% V wird es gewöhnlich 
still. Die Seebrise setzt gegen 11° V ein, weht am stärksten gegen 5% N und 
nimmt dann bis zum Sonnenuntergang an Stärke ab. Der Wind dreht dann 
allmählich nach SO und stirbt gegen Nacht ganz ab. Im Winter wehen die 
stärksten Winde aus westlicher Richtung. Bei nördlichen Winden fällt das Baro- 
meter schnell, wodurch gewöhnlich eine Anderung des Windes nach Westen ein- 
geleitet wird. Im Sommer, wenn es stark weht, springt der Wind oft plötzlich 
nach Süden um. 
Hafenanlagen. Im Wakefield-Kriek beim Orte Wakefield sind Anlege- 
brücken von 400 m Länge vorhanden, die aber nur 0.5 m Wasser bei Niedrig- 
wasser längsseit haben. Ein Fahrwasser ist für Küstenfahrzeuge und Leichter 
nach Wakefield-Kriek ausgebaggert worden. Baken und Tonnen kennzeichnen 
die Fahrrinne, Das Laden geschieht auf der Reede aus Leichtern, die in Wake- 
field-Kriek beladen werden, (Siehe auch Ankerplatz.) 
Der Ort Wakefield zählte im Jahre 1902 526 Einwohner. Große Mengen 
Getreide und Wolle werden ‘von ihm ausgeführt, Es besteht regelmäßiger 
Dampferverkehr mit Port Adelaide; Eisenbahnverbindung mit Port Ade- 
laide und Wallaroo. Wakefield hat auch telegraphische Verbindung mit 
anderen Orten, 
Schiffsausrüstung. Feuerholz ist reichlich vorhanden. Trinkwasser 
ist namentlich im Sommer sehr knapp; Schiffe müssen ihren Bedarf in Port 
Adelaide deeken. 
Edithburgh. 
Nach englischen Quellen. Brit. Adm-Krt. Nr. 2389A, Gulfs of St-Vincent and Spencer, Southern 
Sheet; Nr. 2152, Anchorages in St-Vincent Gulf, Plan: Macdonnell Sound and Wool Bay. 
Edithburgh liegt südwestlich von Port Adelaide, etwa 40 Sm davon ent- 
fernt, an der Westseite des St. Vincent-Golfes, Der Hafen bietet jederzeit sicheren 
Ankerplatz. Er ist zwar gegen nordöstliche Winde gänzlich ungeschützt, diese 
wehen aber selten längere Zeit. Der äußere Ankerplatz, Macdonnell Sound, 
wird auch öfter von Segelschiffen als Zufluchtshafen aufgesucht, wenn sie beim 
Auslaufen aus dem St. Vincent-Golf gegen stürmische Süd- und Südwestwinde 
kreuzen müssen. Die geographische Lage des Leuchtfeuers auf der Edithburgh- 
Landungsbrücke ist 35° 5’ S-Br. und 137° 44’ O-Lg. Die Mißweisung für das 
Jahr 1910 beträgt etwa 5° Ost und ist ungefähr stationär. 
Als Landmarken dienen die Leuchtfeuer von Troubridge Shoals und 
Edithburgh. 
An- und Einsteuerung. Die Ansteuerung von Edithburg wird durch mehrere 
Untiefen und Sandbänke behindert. In erster Linie kommen hierfür die Trou- 
bridge-Untiefen in Betracht, die sich von der Hungry-Huk aus beinahe 4 Sm 
weit in östlicher Richtung nach See zu erstrecken. Sie bestehen aus drei großen 
Sandbänken, .die bei Springniedrigwasser trocken liegen, und einem Klippenriff, 
das etwa %/, Sm südlich von den Sandbänken liegt. Südlich vom Troubridge- 
Leuchtturm, etwa 2’!/, Sm davon entfernt, liegt noch das in Ost-West-Richtung 
beinahe 1 Sm lange felsige Marion-Riff, auf. dem an manchen Stellen nur 1.8 m 
Wasser steht. Eine schwarze stumpfe Tonne mit Zylindertoppzeichen liegt !/, Sm 
südöstlich von der Kante des Riffes auf etwa.9 m Wasser. An dritter Stelle 
kommt die Tapley-Untiefe in Betracht, die sich Östlich von Edithburgh, etwa 
8 Sm davon entfernt, in Nord-Süd-Richtung 5 Sm_weit erstreckt und Wassertiefen
	        
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