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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1910.
Ob und inwieweit sich andere Lichtquellen, wie Azetylen, acetylene dissous,
Benoidgas u.a. für die Küstenbefeuerung eignen, wird auf der Versuchsstation
geprüft, Die Lichtstärken pro 1 qem einzelner Lichtquellen betragen:
Petroleumlampe mit 1 Docht. . . 3.50 H-K.
« « 2 Dochten 4.75 «
« « 4 « 8.20 «
Glühstrumpf mit Fettgzas . . . 20
« Petroleumdampf 35
« Azetylen. . . 55
Elektrisches Bogenlicht . . .... . ‚+ 10000
Einige Leuchtbojen sind zugleich als Heulbojen eingerichtet, die einen so
weit unter Wasser reichenden Zylinder haben, daß die Wellenbewegung sich in
ihm nicht fortpflanzen kann. Wird die Boje auf eine Welle gehoben, so sinkt
der Wasserspiegel in dem Zylinder, die Luft über dem Wasserspiegel wird ver-
dünnt und durch eine Röhre Luft eingesogen. Beim Niedergehen der Boje steigt
dann das Wasser in dem Zylinder, die Luft wird zusammengepreßt und durch
eine Flöte ausgestoßen.
Mit der Leuchtboje in Ymuiden sind Versuche mit einer Unterwasserglocke
angestellt worden, die ebenfalls durch die Wellenbewegung in Tätigkeit gesetzt
wird, Alle Leuchtschiffe sind mit solchen Glocken versehen, Außerdem sind als
weitere Einrichtungen für die Schiffahrt noch Nebelglocken und Nebelhörner
zu nennen.
Beinahe auf allen Leuchtfeuern an der Nordseeküste findet Küstenwach-
dienst statt, der Strandungen usw. täglich telephonisch weiter meldet, —n.
«x
Port Wakefield.
Nach deutschen und englischen Quellen, Brit. Adm-Krt. Nr. 2389A, Gulfs of St-Vincent and
Spencer, Southern Sheet; Nr. 2389 B St-Vincent and Spencer Gulfs; Nr, 2152, Anchorages in St-Vincent
(iult. Plan: Port Wakefield.
Port Wakefield heißt der innerste Teil des St. Vincent-Golfes. Der Hafen
erstreckt sich von seiner Einfahrt zwischen der Mangrove- und der Sandy-Huk
3 Sm weit nach Norden; die Breite beträgt etwa 6 Sm. Obwohl die Ausdehnung
recht bedeutend ist, so ist doch nur ein verhältnismäßig kleiner Raum für Schiffe
verfügbar, da der größte Teil der Bucht durch Sand- und Schlickbänke aus-
gefüllt wird; die 5.5 m-Grenze reicht kaum bis 2 Sm innerhalb ihrer Einfahrt. In
der Wolle- und Weizensaison werden viele Schiffe in Port Wakefield beladen.
Die geographische Lage des Leuchtfeuers auf dem Südende der Anlegebrücke
bei dem Bahnhof des Ortes Wakefield ist 34° 12’ S-Br. und 138° 9’ O-Lg. Die
Mißweisung für das Jahr 1910 beträgt etwa 5.1° Ost und ist ungefähr stationär.
Landmarken. Die Küste an der Ostseite des Golfes zwischen Port Adelaide
und Sandy-Huk, der östlichen Einfahrtshuk zu Port Wakefield, ist niedrig und
sumpfig, so daß sie nur geringen Anhalt bei der Navigierung im Golfe bietet.
An manchen Stellen, wie z, B. von der Long Spit-Tonne aus, ist das Land über-
haupt nur dann zu sehen, wenn es bei heißem Wetter durch Refraktion stark
gehoben wird. Auch die weiter landeinwärts gelegenen, stark bewaldeten Hügel
des Gebirgszuges, der sich in mäßiger Höhe von dem 510 m hohen Berg Gawler
54 Sm weit in nordwestlicher Richtung bis zu dem Hügel hinzieht, der in der
Karte als »vom Spencer-Golf aus zu sehen« eingezeichnet ist, sind nicht als
Landmarken für im Fahrwasser des Golfes steuernde Schiffe zu gebrauchen, da
sie zu weit entfernt liegen. Sandy-Huk selbst ist eine niedrige, mit Mangroven
bestandene Huk, hinter der sich ein niedriger, bewaldeter Höhenzug bis zum
Orte Wakefield hinzieht. Bald Hill liegt etwa 1 Sm innerhalb der Sandy-Huk
und bildet den südlichen Abschluß des Höhenzuges, Zwei dreieckige Baken, von
denen die obere 7 m hoch und weiß gemalt, die untere 7.9 m hoch und rot ge-