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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

„9 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1910, 
Vollständige Deviationsbestimmungen auf 32 Strichen bei sehr verschiedener 
Sichtigkeit sind an den Peilkompassen von Nr, I, II und III gemacht worden. 
Auf Nr. I waren es Vollkreise an drei Tagen, auf den beiden anderen Schiffen 
wurden die Deviationen in längeren Zeiträumen für gleiche Stufen der Sichtigkeit 
gemittelt. Es ergaben sich die folgenden Deviationskoeffizienten: 
Schiff 
NE 
Datum 
26. X. 09 
31. I. 10 
2. 1I1. 10 
3.— 13. XI. ® 
7.— 9. XII 09 
3.— 5. I 10 
Sichtigkeit 
« 
3 
2 
Sm 
klar 
diesig 
neblig 
A 
0.18 
0.16 
— 0.07 
0.20 
0.24 
1.37 
Koeffizienten 
B 
CC 
! D 
0.04 
0.20 
— 0.28 
— 0.18 
— 0.77 
— 0.37 
0.14 
0.35 
(1.28 
0.46 
0.12 
1.14 
— 1.91 
—2.21 
— 0.95 
0.95 
1.28 
0,852 
BE 
— 0.03 
0.21 
— 0.19 
0.42 
0.0I 
0.36 
klar 0.65 0.56 1.15 | — 0.01 | 0.11 
diesig | —0.91 | —026 ! 1,56 0.36 0.00 
,  neblig —0.08 * 057 0.74 | —0.07  —0.14 
Bei den Peilkompassen wäre im wesentlichen nur eine Änderung des 
Koeffizienten C zu erwarten, wenn, wie Herr Dr. Anschütz annimmt, Ent- 
ladungsströme von der Nebelwolke nach dem Wasser den Kompaß ablenken 
würden, da ihre Bahnen vorwiegend symmetrisch zur Mittschiffsebene verlaufend 
anzunehmen wären. Nun ist allerdings in der kleinen Tabelle die Veränder- 
lichkeit von C in der Regel am größten. Man muß aber berücksichtigen, daß 
bekanntlich, auch wenn man nur die magnetischen Änderungen im Schiffskörper 
ins Auge faßt, C nach Theorie und Erfahrung immer der veränderlichste 
Koeffizient ist. Daß in der Tat keine systematische Abhängigkeit zwischen der 
Luftsichtigkeit und dem Koeffizienten C besteht, geht schon daraus hervor, daß 
sein Wert bei diesiger Luft gar nicht in das Intervall zwischen die Werte bei 
klarer und nebeliger Luft fällt. Auch bei B liegt der Wert bei klarer Luft 
zwischen den Werten »diesig« und »nebelig«. Die maximalen Differenzen bei 
B und C gehen nur wenig über 1° hinaus, 
Die günstigsten Beobachtungen, aus denen am einwandfreiesten ein Einfluß 
des Nebels auf den Kompaß hätte erkannt werden können, wenn er existierte, 
konnten auf den Schiffen Nr. IV, V und XX gemacht werden, während die Schiffe 
am Kai oder im Dock lagen. Auf Nr.IV wurden während dieser Zeit die Kompasse 
in regelmäßigen Zeitabständen abgelesen und folgendes gefunden: 
Zeit 
16. XII. 09 6 N, 
17. XIL sh V. 
1b N. 
6a N, 
22, XII. 09 6bhN, 
23. XI. 8h V, 
12 M. 
6RN. 
24,.—927, XII. 09 
1.—3. I1I.10 
4.-—7. I.10 
Zahl 
der 
Beobachtung 
1 
PN 
1 
J 
2 x 
6 
1 
D 
AN 
Sichtweite 
10 Sm 
=100 m 
2 Sm 
+ 6 Sm 
S 6 Sm 
= 300 m 
Ss Sm 
7 Sm 
3—8 Sm 
1 Sm 
3—10 Sm 
400 m 
2—10 Sm 
800—1800 m | 
Kurs des Kompasses 
peil- | Regel- ; Zentralen- | Ruder- 
17,8 
17.3 
16.5 
18.0 
19.6 
19.5 
19.3 
195 
13.0 
11.8 
12,3 
10.7 
16.8 
16.2 
16.5 
15.2 
17.9 
17.8 
17.8 
17.4 
19.4 
19.4 
19.5 
19.0 
14,8 
12,5 
8.3 
10.0 
14.6 
14.5 
14.0 
14.2 
17.0 
16.3 
19.0 
18.3 
10,7 
10.9 
14.7 
14.5 
17.2 
17.0 
18,8 
18.8 
9.5 
90 
15.3 
15.0 
108.55 | 1045 
10809 | 104.0 
] 104.1 1 100.0 
1044 | 1002
	        
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