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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1910.
kraft iA für einen Kompaß mit Nadelinduktion kompensiert, unterscheiden von
dem Betrag Dr, den die gleiche D-Kugel-Kombination ohne Nadelinduktion kom-
pensiert. Ist der am unkompensierten Ort vorhandene Wert Dr und die Richt-
kraft 2, so gelten, da am unkompensierten Platz noch keine Nadelinduktion ins
Spiel kommt, die Gleichungen:
A=1 At Dr = + und insbesondere 1 + e= 4 (1 — DE).
In dies auf Ostkurs querschiffs gerichtete Feld (1 + e) wird die Kugel-
Kombination hineingebracht, und es ist zu berechnen, in welchen neuen Wert
(1 + e,) hierdurch (1 + e) übergeht, wenn die Nadelinduktion ausgeschaltet bleibt.
Ist die Kugel-Kombination imstande, allein durch Feldinduktion den Betrag Dr
zu kompensieren, so ist an einem Ort mit. der Richtkraft 4 vor der Kompensation
1+€& = 2(1— DT) und 1+4+ 8 = 21 + 97);
nach der Kompensation ist a +a=& +e, wo a = — 5 zu setzen ist. Man
erhält also: o 4
E€ &
X —7 = ee oder = 7 W—C)= „AD.
Um diesen Betrag £ verstärken also solche Kugeln das e an Bord; und
bringen wir sie an den Platz, wo ohne Kugeln 1+e = 12 (1 — Dr) war, so ist
nach Anbringen der Kugeln das neu entstandene gesuchte
144 =1+e+e=2(0 —Dr+3 DD.
Für die Vertikalkraftwage ist also auf Ost- und Westkurs der Hebelarm
V=120—2p+ 35 OD
zu verwenden, wenn ] den Hebelarm an Land bedeutet, 4 und ®p für den un-
kompensierten Ort gelten und durch die anzuwendende D-Kugel-Kombination
ohne Nadelinduktion der Betrag Dr kompensiert wird. Man kann Dr angenähert
aus den in den Tabellen S. 443 und 445 des Lehrbuchs der Navigation für einen
Trockenkompaß und den Fall 4 = 1 angegebenen Werten von D als ®r = sin D
berechnen. Allerdings sind diese Werte D noch etwas zu groß, da die Trocken-
kompasse nicht völlig frei von Nadelinduktion sind. Solange genauere Beob-
achtungen nicht vorliegen, wird man nach den oben mitgeteilten Beobachtungen
mit Nadeln verschiedenen Moments die angegebenen Werte von D um etwa */;
in: der Tabelle für den Thomson-Kompaß und um etwa !/; in derjenigen für den
Hechelmann-Kompaß zu verkleinern haben,
Im Grenzfall, wo die Nadelinduktion verschwindet, also Dr = Dr = D wird,
nimmt die Formel für l/ die für diesen Fall früher direkt abgeleitete Form
Y=12(1+73) an.
Bei Verwendung von Stabkorrektoren an Stelle von Kugeln ist ebenso wie
vorher am unkompensierten Platz 1 + e = 2(1 — Dr). Kompensieren diese
Stäbe allein durch Nadelinduktion den Betrag Dr, so war an einem Ort mit der
Richtkraft 4 vor der Kompensation
1+e&=4(1— DT) und 1+8=2(01+ 22T);
nach der Kompensation ist &’ + e =: a, also & = a'— e’ = 21 Dr.
Bringt man also diese Stäbe an den Platz, wo ohne sie 1 + e = 4 (1 — Dr)
war, so ist nach Anbringen derselben das neu entstandene gesuchte
1+ ee, = 2(1— FF +2? DIT)
und der zu verwendende Hebelarm der Vertikalkraftwage wird:
Y=12(1— Dr+2 2.
Im Grenzfall ohne Nadelinduktion, wo Dr = Dr = D ist, wird = 14 (14-9),
wie früher unmittelbar für diesen Fall abgeleitet wurde,
(Schluß folet.)