accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Port Adelaide. 
509 
630 m lang und hat an ihrem äußersten Ende 5.3 m Wasser bei Niedrigwasser, 
Sie ist durch eine Eisenbahn mit dem übrigen Bahnnetz verbunden. a 
In der Light’s Passage ist im Außenhafen von Port Adelaide eine 
Landungsbrücke im Bau, die jetzt vollendet sein dürfte, Sie ist seit Januar 1908 
bereits Schiffen zugänglich und es konnten. im Februar 1909. schon zwei der 
größten hier verkehrenden Postdampfer an ihr liegen; die Liegeplätze an der 
Brücke sollen aber nach Kapt. R. Dahl Schiffen wenig. Schutz gegen Windfang 
gewähren. Die Wassertiefe längsseit. der Brücke beträgt nicht weniger als 
9.1 m bei mittlerem Springniedrigwasser, Ausgedehnte. Lagerhäuser sind in 
ihrer Nähe angelegt worden, Wasserleitung zum Gebrauch für die Schiffe. ist 
vorhanden und Kohlen sind hier ‚erhältlich, Eine an das übrige Netz an- 
geschlossene Eisenbahn ermöglicht schnelle Verbindung mit Port Adelaide und 
anderen Plätzen. Vor der Landungsbrücke ist, um Schiffen das Drehen zu er- 
möglichen, der Fluß auf eine beträchtliche Breite ausgebaggert worden und eine 
an der Nordseite des Flusses gegenüber der Landungsbrücke ausgelegte Verhol- 
tonne steht Schiffen zur Verfügung. Ein Leitdamm ist von der Landungsbrücke 
aus in südwestlicher Richtung hinausgebaut worden, um das Versanden des nach 
dem Außenhafen führenden Fahrwassers zu verhindern. ; 
E. Schwendig schreibt über die neuen Anlagen: »Der neue Außenhafen 
ist jetzt soweit fertiggestellt, daß die größten Schiffe an der Landungsbrücke 
anlegen können. Die Anlage ist auf eine Strecke von 240 m fertig; die Wasser- 
tiefe längsseit beträgt 9.1 m. Die Schiffe liegen hier vollkommen sicher in jedem 
Wetter. Ein 343 m breiter und 488 m langer Raum, der nirgends weniger als 
9.1 m Wasser bei Niedrigwasser, im Fahrwasser sogar 10.1 m hat, ist vor der 
Anlage ausgebaggert worden, um Schiffen das Drehen zu ermöglichen. KEisen- 
bahn, Telegraph und Telephon verschaffen Kapitänen, Passagieren usw. leichte Ver- 
bindung .mit Port Adelaide und anderen wichtigen Punkten. Wasserleitung mit 
Hydranten zur Abgabe von Trink- und Kesselwasser an die Schiffe ist vorhanden, 
Nach Fertigstellung der ganzen Anlage wird die Frontlänge der Landungsanlage 
457 m betragen, während der Raum zum Drehen der Schiffe 914 m Gesamtlänge, 
343 m Breite und 10.1 m Wassertiefe bei Niedrigwasser erhalten wird... Man hofft, 
daß dieser neue Außenhafen in Zukunft von den Schiffen in ausreichender Weise 
benutzt werden wird, da hier im Gegensatz zu der Reede Passagiere und Ladung 
bequem und ohne Gefahr gelandet werden können.« 
In Port Adelaide sind am östlichen Flußufer entlang eine ganze Anzahl 
Landungsanlagen aus Holz errichtet, die eine Gesamtlänge von etwa 21/, Sm und 
Wassertiefen zwischen 3 und 8.2 m bei Springniedrigwasser längsseit haben. 
Kräne und fahrbare Dampfwinden sind auf den Brücken aufgestellt und sämtliche 
Anlagen sind mit Gleisen belegt; auch sind an den meisten Schuppen entlang 
gebaut. Querab vom Nordende der Ocean Steamers-Landungsbrücke, der ersten 
Anlage einkommend, ist ein 183 m langer Raum zum Drehen der Schiffe auf 
7? m Wassertiefe bei Springniedrigwasser ausgebaggert worden. Südlich davon 
steht am westlichen Flußufer ein 213 m langer und bei Springniedrigwasser 7.9 m 
tiefer Platz Schiffen zum Vertäuen zur Verfügung; auch sind an diesem Ufer 
eine große Anzahl Festmachetonnen ausgelegt, die von Schiffen, die auf Order 
der einen Platz an den Landungsanlagen usw. warten, benutzt werden können: 
Ferner befinden sich südlich von der Commercial-Landungsbrücke zwei Hafen- 
becken, South Australia Basin mit 5.5 m und Port Dock mit 4.3 bis 6.1 m Wasser- 
tiefe bei Niedrigwasser, die gewöhnlich von Segelschiffen benutzt werden. Die 
zu ihnen führenden Kanäle sind mit Drehbrücken überbrückt. Endlich sind zwei 
Festmachetonnen etwas aus dem Fahrwasser querab von den Richtbaken Nr. 10 
für Schiffe mit Explosivstoffen ausgelegt worden. Das größte Schiff, das die 
Anlage im Außenhafen benutzte, war der 10 695 R-T. brutto große Dampfer 
»Friedrich der Große« mit 7.9 m Tiefgang. Der 8081 R-T, brutto große Dampfer 
»Gneisenau« benutzte die Anlage mit 8.7 m Tiefgang. Die Anlagen von Port 
Adelaide wurden.im Jahre 1907 von dem 5776 R-T. großen und 133 m langen 
Dampfer »Carpentaria«. mit 8,4 m Tiefgang benutzt, . 
Löschen und Laden geschieht auf der Reede vermittels großer Leichter
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.