Port Adelaide,
507
vor Anker liegen und warten, viel Zeit verlieren. Im Dez, hatten wir einige
harte südliche Stürme mit Donner und Blitz und strömendem Regen, die aber
nie von langer Dauer waren. Das Barometer‘ fiel gewöhnlich bis zu 754 mm,
ehe der Sturm losbrach, Das Herannahen eines Sturmes machte sich gewöhnlich
früh genug. bemerkbar durch das Fallen des Barometers und durch eine dicke
Wolkenbank im S.bis SW, in der es stark blitzte, Nach den südlichen Stürmen
war der Wind gewöhnlich für einen Tag nördlich.«
Einsteuerung. Um den neu angelegten Außenhafen von Port Adelaide
namentlich großen Schiffen zugänglich zu machen, ist von See aus ein 122 m
breites Fahrwasser nach dem Hafen ausgebaggert worden, dessen geringste
Wassertiefe bei mittlerem Springniedrigwasser 9.1 m beträgt. Der äußere von
See nach dem Flusse führende Durchstich ist sogar schon auf 10 m Wassertiefe
gebracht worden, (Nach der Brit. Adm.-Krt. Nr. 1750 sind im Fahrwasser des
äußeren Durchstiches auch Stellen mit 8,8 und 8.5 m Tiefe), Vom Außenhafen
nach Port Adelaide hinauf führt dann ein bei Springniedrigwasser 7 m, bei
mittlerem Springhochwasser 9.4 bis 9.7 m tiefes Fahrwasser, dessen geringste
Breite 76 m ist. Beide Fahrwasser sind gut durch Richtbaken und Richtfeuer,
sowie durch sonstige Feuer und Seezeichen gekennzeichnet, so daß es auch möglich
ist nachts ein- und auszulaufen,
Den Außenhafen ansteuernde Schiffe sollten danach trachten, ehe sie in
den äußeren Durchschnitt einlaufen, ungefähr 1 Kblg westlich von der schwarzen
Leuchttonne, die an der Nordseite des Westendes des äußeren Durchschnittes
liegt, in die Deckpeilung der beiden Baken zu gelangen, die als Richtmarken für
die Durchsteuerung des ersten Durchschnittes dienen, Sind die Baken, von denen
die untere zwischen dem Ende des Leitdammes und dem alten Leuchtturme, .die
obere 550 m hinter der unteren steht, in rw, 80° (mw. ONO®°/, O)-Peilung . in
Deckung, so fahre man auf dieser. Richtlinie südlich an der Leuchttonne vorbei
und laufe so lange weiter, bis man querab von der Bake Nr.0 mit grünem Feuer
ist. (Nach E. Schwendig steuert man auf dieser Richtlinie so lange weiter, bis
man Nr. 0 Bake etwas vorderlicher als dwars hat). Hier. drehe man in die
Richtlinie Nr. 1 ein, d. h. bringe die beiden Baken an der Ostseite der Fluß-
einfahrt in rw, 60° (mw. NO7/ O)-Peilung zur Deckung und steuere mit dieser
Peilung als Kurs bis .querab von der Bake Nr, 1 mit grünem Feuer, wo man in
die Richtlinie Nr, 2 einsteuert, indem man die Richtbaken an der Nordseite des
Flusses in Linie bringt. Dann steuere man in sicherer Entfernung vom Kai
entlang oder halte auf die Bake Nr, 3 zu, bis man querab vom Kai ist. Hier
versuche man, wenn möglich, das Schiff zu drehen, um an den Kai zu legen mit
dem Kopfe des Schiffes nach See zu,
Sind Schiffe nach dem Hafen von Port Adelaide: bestimmt, so müssen sie
auf der Richtlinie Nr, 2 so lange weiter steuern, bis sie querab von Nr. 2 G Bake
sind. Dann steuere man mit Kursen, die in der Mitte zwischen den an beiden
Seiten des Fahrwassers aufgestellten Baken hindurchführen, um die Snapper-Huk
herum, bis man beim Bakenpaar Nr. 9 angelangt ist. Hier wird man die Richt-
baken Nr. 10 in Sicht bekommen. Man bringe dieselben in Deckung und steuere
auf dieser Richtlinie so lange weiter, bis die vordere Bake, oder bei Nacht das
rote Licht derselben, etwa !/, Strich rechts von der hinteren Richtbake Nr. 11
mit weißem Lichte frei peilt. Jetzt ändere man allmählich den Kurs, bringe
das Richtbakenpaar Nr. 11 zur Deckung und steuere mit dieser Peilung als Kurs,
indem man guten Ausguck für die an der Steuerbordseite des Fahrwassers aus-
gelegten Festmachetonnen hält, so lange weiter, bis man das Richtbakenpaar Nr. 12
in Deckung sieht, Dann ändere man den Kurs und steuere auf dieser neuen
Richtlinie weiter, bis die Richtbaken Nr. 13 in Sicht und zur Deckung kommen,
um dann auf dieser Richtlinie südwärts zu steuern. Treten die Feuer der
Landungsbrücken vor der Luff-Huk hervor, so umfahre man die Huk in sicherem
Abstande und steuere auf.den Hafen zu, wobei man die Mitte des Fahrwassers
halte und auf die ’an der Steuerbordseite ausgelegten Festmachetonnen achte,
Beim Auslaufen verfahre man im allgemeinen in gerade entgegengesetzter
Weise wie für das Einlaufen angeführt worden ist... Man ändere. nur außer bei
4X.