Port Adelaide.
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als günstig sind. Unter solchen Umständen. tun Schiffe besser, den Ankerplatz
im Macdonell-Sund (siehe Edithbourgh) an der Westseite des Golfes aufzusuchen
und dort auf bessere Gelegenheit zu warten.
Wollen nach Osten bestimmte Schiffe, nachdem sie in der Nähe von Kap
Jervis angelangt sind, durch die Backstairs-Durchfahrt segeln, so ist es am besten,
so dicht wie Wind und Wetter es erlauben an das Kap heranzulaufen, um den
nach Westen setzenden Strom aus der Backstairs-Durchfahrt zu meiden. Müssen
sie dann in der Durchfahrt gegen südliche Winde aufkreuzen, so empfichlt es
sich, da sie mit dem günstigen Strom einer Tide nicht durch die. Durchfahrt
gelangen können, während des nach Norden setzenden Stromes in der Antechamber-
Bucht an der Ostseite der Macdonnel-Halbinsel zu ankern,
Im Nachstehenden mögen noch einige Berichte von Kommandanten S.M.
Schiffe und Kapitänen der Handelsflotte über das Ein- und Auslaufen angeführt
werden. K-Kapt. Karcher schreibt: »Die im Segelhandbuch gemachten An-
weisungen, die Investigator-Straße recht von Westen anzusteuern,. dürften im
allgemeinen richtig sein, da sowohl nordwestlich, wie südlich von der Känguruh-
Insel niedrige und gefährliche Klippen liegen. Auch ich hielt, da ich nach vor-
hergegangenen steifen Südwestwinden unter der Küste Südost- bzw. Ostwinde
erwarten mußte vom 5, Februar nachmittags an direkt auf die Südwestecke der
Känguruh-Insel zu, um den Eingang der Straße möglichst sicher zu erreichen.
Trotzdem bekamen wir am 6, Februar mittags infolge nördlicher Versetzung und
weil der Wind schralte zu der erwarteten Zeit zuerst die Neptune-Inseln nördlich
vom Eingange der Straße in Sicht. Der Wind war inzwischen nach SO und 0SO
gedreht und bedeutend aufgefrischt, so daß die Segel gerefft werden und wir
durch die Straße kreuzen mußten. Das Fahrwasser ist namentlich an der Nord-
seite der Känguruh-Insel frei von Hindernissen und die Leuchtfeuer, besonders
das auf der Althorpe-Insel, gewähren sehr guten Anhalt, so daß das Kreuzen bei
Nacht keine Schwierigkeiten bietet. Eine Schwierigkeit für die Navigierung, die
sich auch uns unangenehm bemerkbar gemacht hat, ist der manchmal auftretende
starke Rauch, der durch den Brand großer Strecken Buschlandes entsteht und,
von dem Winde nach See getrieben, zeitweise die Küste und selbst die Leucht-
feuer den Blicken entzieht; er ist so stark, daß er auf etwa 15 Sm Entfernung
durch den Geruch wahrgenommen werden konnte. Wir bemerkten denselben in
der Nacht vom 6. zum 7. Februar und auch später am Tage; auf eingegangene
Erkundigungen in Port Adelaide wurde mir gesagt, daß derartige Brände bei der
gerade in der jetzigen Jahreszeit herrschenden außerordentlichen Hitze und Dürre
durch Unvorsichtigkeit oder Zufall entstehen, häufig großen Umfang annehmen
und einlaufenden Schiffen durch den Rauch oft große Unbequemlichkeiten be-
reiten. So soll ein Postdampfer durch diesen Rauch fast volle 24 Stunden am
Einlaufen in die Straße verhindert worden sein, Infolge der durch das Kreuzen
hervorgerufenen Verzögerung (der Wind war am 7. Februar nachmittags bis auf
Stärke 8 aufgefrischt) konnte die Reede von Port Adelaide am 7. Februar nicht
mehr erreicht werden, und ich steuerte daher abends unter die Küste an der
Ostseite des Golfes, die gegen Wind und See aus dieser Richtung einigen Schutz
bietet, um den Tag abzuwarten. Am 8. Februar morgens wurde es stiller, und
als gegen Tagesanbruch nach dem nördlichen Teil des Golfes abgehalten wurde,
wurde es ganz still. S. M. S. »Carola« ankerte um 10h V auf 8 m Wasser auf
der Reede von Port Adelaide«.
Kapt. O0. Kampehl berichtet: »Je mehr man sich dem Eingange zur
Investigator-Straße nähert, desto stärker wird die nördliche Strömung. Ich hatte
am 20. Januar mittags gute astronomische Beobachtung zur Breitenbestimmung,
nach der Kap Borda, nachdem mw. O 76 Sm zurückgelegt waren, in mw. ON01/,0
in. Sicht kommen mußte; statt dessen aber erblickten wir um 11% N das Feuer in
mw. SOz08/,0. Der Strom hatte uns demnach in 11 Stunden 22 Sm nach Nord
versetzt. Vielleicht hatte die hohe südliche Dünung mit.zu der Versetzung bei-
getragen. Immerhin scheint es mir das Vorteilhafteste zu sein, zum Ansegeln
des Landes den Parallel von 36° S-Br. zu wählen, denn auf diese Weise ist man
vegen die nachteiligen Folgen einer nördlichen Versetzung gesichert, und im