accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

500 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1910. 
nicht näher als bis zur 36 m-Grenze, um sicher zu sein, daß man wenigstens 
5 Sm davon entfernt ist. Es sind zwar in 2 Sm Abstand von der Küste durch- 
schnittlich noch 22 m Wasser, aber man befindet sich dann ganz in der Nähe 
gefährlicher Stellen, Nähert man sich der Breite von Kap Jaffa, so ist große 
Vorsicht zu gebrauchen, um das 4 Sm westlich vom Kap gelegene Margaret 
Brock-Riff zu meiden, namentlich da der Strom um das Kap herum nach Nord- 
osten setzt und große Neigung zeigt, Schiffe auf das Riff zu ziehen, Namentlich 
kleinere, tief beladene Schiffe sollten bei schlechtem Wetter in gutem Abstande 
von dem Riff bleiben, da dann infolge des unebenen Meeresbodens die See noch 
4 bis 5 Sm außerhalb der äußeren Klippe mit solcher Heftigkeit bricht, daß sie 
den Schiffen gefährlich werden kann. Endlich sollten Segelschiffe so weit wie 
möglich außerhalb der großen Bucht bleiben, die sich zwischen der Lacepede- 
und der Encounter-Bucht hinzieht, da dieselbe bei auflandigem Winde oder bei 
Stille gefährlich ist, Die Durchsteuerung der Backstairs-Durchfahrt bietet dann 
nur wenig Schwierigkeit, Man findet südwestlich von der Yatala-Untiefe ein 
4 Sm breites, reines Fahrwasser, nordöstlich von ihr ein 3 Sm breites, Beide 
Fahrwasser können mit Hilfe der Karte den Umständen entsprechend mit gleicher 
Sicherheit befahren werden. Bei Anbruch der Nacht tut man jedoch am besten, 
wenn man, von Osten kommend, nach dem St. Vincent-Golf bestimmt ist, die Nord- 
seite der Durchfahrt zu halten und um Kap Jervis herumzusteuern, da die Küste 
hier ganz steil ist. Die vor dem Kap liegenden Klippen meidet man auf diesem 
Wege bei Tage, wenn man so steuert, daß der Leuchtturm von Kap Willoughby 
durch das hohe Land von Kap St. Alban verdeckt wird. Will man bei Nacht 
durch die Backstairs-Durchfahrt steuern, so bringe man das Feuer auf Kap 
Willoughby nicht eher in südlichere als rw. 259° (mw. WSW ?!/,W)-Peilung, bis 
man sich vergewissert hat, daß man gut östlich oder westlich von den Pages- 
Inseln passiert. Um dieses feststellen zu können, wird das erst neuerdings auf 
Kap St, Alban errichtete Leuchtfeuer von großem Nutzen sein. Man meidet 
übrigens diese Inseln auch leicht, wenn man in 3 bis 4 Sm Abstand von der 
Küste der Känguruh-Insel entlang steuert. Die Yatala-Untiefe und die Klippen 
vor Kap Jervis klart man, wenn man Willoughby-Feuer hinter dem hohen Lande 
von Kap St. Alban verschwinden läßt. Ist man dann im Golf von St, Vincent 
angelangt und befindet sich etwa 5 Sm nordwestlich vom Kap Jervis, so steuere 
man unter Berücksichtigung der Gezeitenströme mit rw. 22° (mw. NzO!/O)- 
Kurs nach Port Adelaide und verfahre dann, wenn man nach dem Ankerplatz 
will, wie weiter oben angegeben. 
Auslaufen, Vom Semaphor-Ankerplatze absegelnde Schiffe sollten mit 
günstigem Winde solange rw, 208° (mw. SSW)-Kurs steuern, bis sie sich südlich 
von den Troubridge-Untiefen befinden, Auf diesem Kurse behalten sie das Land 
an der Ostseite des Golfes in Sicht und die durch die Backstairs-Durchfahrt 
setzenden Gezeitenströme haben auf sie keinen Einfluß mehr. In keinem Falle 
sollten sie viel westlicher steuern, als mw, SSW, wenn auch der Kurs nach ihrer 
Rechnung noch von den Troubridge-Untiefen klar führen muß, ehe sie nicht so- 
weit südlich stehen, daß sie nach der Investigator-Straße abhalten können, da sie 
sonst ihr Schiff mit der Breitseite den starken Gezeitenströmungen aussetzen, 
die direkt auf die Troubridge-Untiefen setzen. Sind Schiffe gezwungen, den Golf 
hinunterzukreuzen, so sollten sie, wenn sie sich bei beständigem Wetter gegen 
Sonnenuntergang, da dann der Wind gewöhnlich aus einer für sie günstigen Rich- 
tung, aus Südost weht, der Küste an der Ostseite des Golfes nähern, diese fest- 
halten und nicht eher vom Lande abstehen, bis sie sich südlich von den Trou- 
bridge-Untiefen befinden, d. h. bis sie ziemlich weit nach Kap Jervis herunter 
gesegelt sgind. Tiefgehende Schiffe müssen beim Kreuzen außerdem auch noch 
darauf Bedacht nehmen, daß sie die ostnordöstlich vom Troubridge-Leuchtturm 
gelegene Tapley-Untiefe meiden, auf der schon Stellen mit nur 4.9 m Wasser ge- 
funden worden sind (siehe Edithbourgh). Den Golf gegen stürmische Süd- oder 
Südwestwinde hinunterkreuzen. zu wollen, ist nicht ratsam, da es für tief- 
beladene Schiffe fast unmöglich ist, gegen die starken Gezeitenströme anzuarbeiten, 
die beim Wind segelnden Schiffen bei Winden aus dieser Richtung mehr hinderlich
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.