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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1910. 
vor der Kompensation 1 + & = A (1— Dr) und 1+ = 2(1 + Dr); nach der 
Kompensation ist a’ + a= & + ee, Wo a = — zu setzen. Man erhält also 
a— = +e oder & = (a —e)) = &1Dr. 
m, ist also proportional zu demjenigen Wert Dr, den die Kugeln in einem 
Feld 2 = 1 ohne Nadelinduktion kompensieren, und auch angenähert proportional 
zu derjenigen in Graden gemessenen Quadrantaldeviation D, die die betreffenden 
Kugeln am Orte mit der Richtkraft 4 = 1 für einen Thomson-Kompaß oder 
einen Hechelmann-Kompaß kompensieren. Diese Werte D findet man im »Lehr- 
buch der Navigation« Bd. I auf den Seiten 443 bzw.445 tabuliert. Wir schreiben also: 
1+% =1+e—m M=1-4/-e—mDM, 
wo der Proportionalitätsfaktor m für die Tabelle des Thomson-Kompasses auf 
S. 443: m = mt und für diejenige des Hechelmann-Kompasses auf S. 445: 
m = my noch zu bestimmen ist, Aus unseren Beobachtungen ergibt sich im 
Fall der 25.5 em-Zonen in 325 mm Abstand m, = 0.02341, 
Für diesen Fall gibt die Thomson-Tabelle (S. 443): 
D = 9,5°, also mt = U == 0.002477 
und die Hechelmann-Tabelle (S. 445): 
D = 10.39°, also mH = ae == 0.002227. 
Im Falle der 17.5 em-Zonen in 300 mm Abstand ergaben unsere Beob- 
achtungen m, = 0.01196. . 
Für diesen Fall gibt die Hechelmann-Tabelle (S. 445): 
D = 5.5°, also mau = Mn — 0.00217. 
. 1 2 
Es ist also rund mt = 75» Mu = 366° 
In unserem Fall im eisernen Drehturm war 1+e = 1.020 gefunden 
worden mit einer Nadel von 1 Million G.-Einheiten Moment, also M= 1. Es er- 
gibt sich demnach, da die Thomson-Tabelle für 25.5 cm-Zonen in 340 mm Ab- 
stand D = 8.0° aufweist, 1 + eg = 1.020 — 0.00247 - 8.0 - 1 — 1.000. Da l = 22,8 
an Land beobachtet war, erhält man mithin statt des ohne Rücksicht auf die 
schwache Nadelinduktion berechneten Hebelarms l' == 22,8 + 1.02 — 23,25 nun- 
mehr 22.8 - 1.00 = 22.80 in guter Übereinstimmung mit dem Wert 22.7, wie er 
ermittelt wurde, nachdem der Krängungsmagnet bei praktischer Krängung richtig 
eingestellt war. 
Auch aus der Vertikalverschiebung des Krängungsmagneten zwischen der 
Einstellung nach dem berechneten Hebelarm ] = 23.25 der Vertikalkraftwage 
e — 383 mm und derjenigen bei praktischer Krängung e = 393 mm kann der 
Hebelarm der Vertikalkraftwage, der dieser Lage des Krängungsmagneten ent- 
spricht, angenähert berechnet werden. Der Krängungsmagnet vom Moment M 
liefert im Vertikalabstand e abgesehen von höheren Gliedern eine vertikale Feld- 
komponente = Die Verschiebung des Magneten, der 66.5 Millionen G.-Einheiten 
Moment hatte, von 383 auf 393 mm Abstand, änderte also die Vertikalkomponente 
am Ort der Vertikalkraftwage um 133 Millionen (ar zu — 0.176. Da die un- 
gestörte Vertikalkomponente des Erdmagnetismus Z =— 4.27 an der Vertikalkraft- 
wage durch den Hebelarm 22.8 kompensiert wird, entspricht der Feldänderung 
0.176 eine Änderung des Hebelarms um 22,8 - U = 0.94. Wenn also der Ein- 
stellung e = 383 des Krängungsmagneten der Arm l' = 23.25 entsprach, so gehört 
die Einstellung e= 393 zum Hebelarm l' = 22.3. Selbstverständlich ist diese 
Rechnung nur sehr ungenau, da die Entfernung des Krängungsmagneten nicht 
groß genug ist; auch sind die Bestimmungen mit der Vertikalkraftwage selbst 
nicht so zuverlässig, daß man bis auf !/,7 Teilstrich des Hebelarms genau 
arbeiten könnte.
	        
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