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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

492 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1910. 
bestimmungen haben wir leider keine Venus-Beobachtung anstellen können; es 
ließe sich dann eher über die Genauigkeit derselben urteilen, denn es haften den 
hier zum Vergleich herangezogenen Ortsbestimmungen vielfach Ungenauigkeiten 
an, welche hauptsächlich durch Beschickung einer Beobachtung auf die andere 
und durch Stromversetzungen entstanden sind, und welche sich der Kontrolle 
entziehen. Immerhin dürfte aus der nachstehenden Zusammenstellung ersichtlich 
sein, daß Venus-Beobachtungen am Tage sich mit Nutzen in die Reihe der täg- 
lichen astronomischen Ortsbestimmungen einfügen, und daß die Resultate der- 
selben keine größeren Abweichungen zeigen, als es die Art und Weise der 
Beobachtung auf See überhaupt mit sich bringt. 
So wurde am 10. März 1910 Venus nahe dem Meridian beobachtet, Der 
Unterschied der daraus berechneten Breite gegen 
Loggebreite . oo. 0.0.00.000002040 020200004 =5N. 
Etwa 3 Stunden später ergab Sonne im Meridian U=4N. 
Um Mittag: Venus nahe dem ersten Vertikal, 
A 5 © * @ & 
Eine zwei Stunden später aus einer Sonnenhöhe 
erhaltene und auf Mittag beschickte Länge 
A 
Am 11. März: Venus in der Kulmination, berechnet 
Nach 4 Stunden wurde der Abstand von Fernando 
Norouna bestimmt und auf die Zeit der Venus- 
Kulmination zurückbeschickt, daraus ergabsich 
Am 12. März: Venus nahe dem Meridian, berechnet 
Zwei Standlinien der Sonne nach Längenmethode 
ergaben oe 
Am 15. März: Venus nahe dem Meridian, berechnet 
Zwei Standlinien nach der Höhenmethode aus 
Höhen der Sonne und Venus ergaben den 
Schiffsort .. 0.0.0000 0 
Die Kulmination der Sonne ergab auf die Zeit 
der ersten Beobachtung beschickt . . . . 
Am 16. März: Venus nahe dem Meridian, berechnet 
Sonne im Meridian, berechnet und zurückbeschickt 
Gleichzeitig heobachtet Venus und Sonne, Stand- 
linien nach der Höhenmethode ergaben . . 
Nach Mittagsbesteck Schiffsort auf. . . . . 
Venus-, Sonne- und Mondhöhe gleichzeitig beob- 
achtet. Die Standlinien schnitten sich inner 
halb einer Fläche von etwa drei Quadrat 
Seemeilen. 
Am 17. März: Venus im Meridian, berechnet . . 
Mit dieser Breite wurde eine gleichzeitig beob- 
achtete Sonnenhöhe zur Länge berechnet, die 
selbe ergab auf Mittag beschickt. . . . . 
Das Mittagsbesteck nach Sonnenkulmination ergab 
Am 18. März: Um 5% 30m V wurde nach Polar- 
sternhöhe die Breite g = 22° 19’ N berechnet; 
auf 9b 40min V beschickt, ergab dieselbe , . . 
Um 9» 40min V Venus im Meridian, berechnet . 
Zwei Standlinien aus Sonnenhöhen nach der 
Längenmethode berechnet, ergaben . . 
m— 98° 0’N.
	        
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