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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Engeler, E.: Periodische und unperiodische Temperaturschwankungen der Benguela-Strömung. 481 
Tabelle IV. Normaler Temperaturgang auf dem englischen Dampferweg Kapstadt—Europa, 
8002 47 74 10.4 13,5 16.1 18,2 19.9 22,8 25.2 26.7 30.3 31.9 34.4°S 
WI0° 8 6 4 2. 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18°0 
Januar 
Februar 
März 
April 
Mai 
Juni 
Juli 
August 
September 
Oktober 
November 
Dezember 
25.9 25.6 
27.1 26,8 
27.3 27.2 
27.2'27.4 
26.0 26.1 
23.5 24.1 
21.9 22,7 
22.1 22.4 
23,1 226 
24.0 27) 
245 £ 
95.4 :95.2 
25.0 24,2 
26.4 25.5 
26.7 25.8 
26.8 26.2 
26.0 25.2 
24.4 24,1 
23.2 23 
22,5 231— 
22.621. 
227 217 
5 22 
24.3 | 23.2 
23,2 
24.6 
4.5 
34.9 
24. 
29, 
22.5 
23.6 
24.1 
232 
21 
22.4 
23.8 
OD 
21.1 
21.7 
275 
07 
20.6 
21,3 
“7 
19.9 
u 
19.5 
20.8 
20 3 
19,4 
19.1 17.6 
30 .7.4 
‚9.0 17,6 
8.3 16,3 
‚6.7 15.8 
6.0 15.1 
5.3 15,1 
4.7 143 
14,7 14.7 
15.9 115.5 
163 250 
15.4 1 18,1 | 16.6 | 
“1 
ax 
gı 
22,2 1 1.2 | 20.3 | 2u.u 
19,5 
14,40) 15.0 
„24,8124.8 | 24.5 | 23.8 | 22.6 | 21.3 | 20.3 | 19.6 | 19.0 | 18.4 | 17.8 | 17.3 | 16.9 | 16.0 | 
5. Die Erstreckung der Benguela-Strömung im Südatlantischen Ozean, 
Die Benguela-Strömung verdankt ihre Entstehung teils dem Südostpassat, 
teils ist sie als Kompensationsstrom der Südäquatorialströmung aufzufassen. Im 
Süden wurzelt sie in der Westwindtrift und bildet mit dieser ein Glied im ge- 
schlossenen Stromkreis des Südatlantischen Ozeans, Aus höheren Breiten nach 
niederen fließend, führt sie das kalte Wasser Fie. 1 
höherer Breiten nach Norden, außerdem Be 8 
saugt sie in ihrer Eigenschaft als Kompen- 7 20° 10° W-0°-0 10° 20°. 
sationsströmung beständig kaltes Tiefen- ° _— << J © 19 
wasser auf; sie ist also im Verhältnis südäghNE 
zu ihrer Umgebung eine relativ kalte i 
Strömung. Ihr Charakter als kalte 
Strömung wird noch vermehrt durch die 
Wirkung des Südostpassates, der beständig 
kaltes Wasser nach Norden treibt. 
Welche Teile der drei zugrunde 
liegenden Schiffsrouten stehen nun unter 
dem direkten Einfluß dieser kalten 
Strömung? Die thermischen Verhältnisse 
eines. Meeresteils geben ein Mittel zur 
Hand, auf etwaige Strömungen zu schließen. 
Auf Isothermenkarten kennzeichnet sich 
eine Strömung durch Ausbiegung und 
Ausbuchtung der Isothermen, 
Auf Schnitten, die in nordsüdlicher 
Richtung durch einen Meeresteil gelegt 
sind, nimmt die Temperatur äquator- 
wärts ganz allmählich, entsprechend 
der wachsenden Intensität der Sonnen- 
strahlung, zu. An der Grenze von kalten 
Strömungen muß sich jedoch eine Ver- 
zögerung der Temperaturzunahme be- 
merkbar machen; dasselbe muß innerhalb 
der kalten Strömung stattfinden, auch hier 
verlangsamen die schneller herbeifließen- 
den kalten Wassermassen die Temperatur- 
zunahme. 
Im folgenden wird die Temperatur- - Kalte | syömune 
zunahme mit abnehmender Breite auf den => Warme f SON, N 
beiden nördlichen Schiffswegen dargestellt, Dabei sind der besseren Übersicht 
halber die erhaltenen Werte in Gruppen zusammengefaßt, die auf dem deutschen 
Seglerweg durch die Längengrade 12°O0, 4°O0, 4°W und 12°W, auf dem englischen 
Dampferweg durch die Längengrade 12°0, 6°0O und 2°W abgeschnitten werden. 
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