Die Eisverhältnisse des Winters 1909/10 in den außerdeutschen Gewässern der Ostsee usw. 475
Die Eisverhältnisse in den dänischen Gewässern,
Kleiner Belt.
Vejle-Hafen und -Fjord 20 (66)
Fredericia-Hafen 11 (0)
Kolding-Hafen und -Fjord 23 (66)
Ostsee,
Nysted Bredning 0 (67)
Isefjord.
Holbaek-Hafen 9 (78)
Smaaland-Gewässer.
Selskör-Hafen und -Fjord 4 (46)
Grönsund bei Stubbeköbing 0 (38)
Bandholm-Hafen 0 (70)
Vordingborg-Hafen 31 (95)
Fahrwasser südlich von Fünen,
Faaborg-Hafen und -Fjord 0 (48)
Rudköbing-Hafen 8 (61)
Marstal-Hafen 0 (73).
Westküste,
Esbjerg 13 (35).
Limfjord.
Lemwig-Hafen 20 (62)
Skive-Hafen und -Fjord 39 (S6)
Aalborg [Ausfahrt] 3 (26)
Kattegat,
Randers-Fjord 36 (49)
Horsens-Hafen und -Fjord 7 (59)
Odense-Hafen und -Kanal 24. (70)
Sund.
Fahrwasser bei Helsingör 0 (22)
Hafen von Helsingör 0 (20)
Fahrwasser von Kopenhagen 0 (27)
Hafen von Kopenhagen 3 (45)
Fahrwasser südlich von Drogden 0 (24)
Großer Belt.
Nyborg-Hafen 5 (27)
Nakskov-Hafen 4 (70)
III. Die Eisverhältnisse in den holländischen Gewässern.
Auch im letzten Winter waren ähnlich wie an den deutschen Küsten wieder
eine große Zahl von Eisbeobachtungsstationen (69) tätig, um die Eisverhältnisse
festzustellen. Aus den Beobachtungen geht hervor, daß der letzte Winter außer-
ordentlich günstige Eisverhältnisse aufwies; wie an der deutschen Nordseeküste
so trat auch hier ein( merkliche Behinderung der Schiffahrt an keiner Stelle ein,
Nur die Watten .and die Zuidersee zeigten eine leichte Eisbildung, während
die Nordseegewässer sowie die Zugänge nach Amsterdam, Rotterdam, Dordrecht
und Harlingen, ferner die südholländischen und seeländischen Flußmündungen
völlig eisfrei blieben.
Am meisten Eis hatte die Station Ezumazyl, wo an neun Tagen Eis ge-
sichtet wurde, Harlingen, Makkum, Lemmer und Kraggenburg hatten je an
drei Tagen, Schottland und Schellingwoude je an zwei Tagen etwas Eis.‘
Obgleich vom 9, bis 17. sowie vom 21. bis 23, Dezember. jede Nacht Frost
herrschte (das Minimum von De Bilt am 15. bis 16. Dezember betrug —5.4°), so
war die Eisbildung doch nur sehr gering, da an jedem Tage Tauwetter eintrat,
Eine zweite Frostperiode reichte vom 26. bis 29. Januar; vom 27. bis 28, sank
die Temperatur auf —8.2°, Ein Südweststurm beendete diese Frostperiode, Im
Mittel erwiesen sich sämtliche Monate des letzten Winters in den Niederlanden
als »zu warm«; die Temperaturen lagen bis zu 1.1%° über der normalen,
Die Deutsche Seewarte.
Periodische und unperiodische Temperaturschwankungen
der Benguela-Strömung.
Von E. Engeler,
(Hierzu Tafel 39.)
Einleitung.
Die Grundlagen der Untersuchung.
1. Räumliche und zeitliche Abgrenzung. ;
Ein Blick auf die Karte lehrt, daß die Benguela-Strömung mit ihrer Ab-
biegung aus der Westwindtrift und ihrer Fortsetzung, der Südäquatorialtrift, den
östlichen Teil des Südatlantischen Ozeans einnimmt. Dieser Meeresteil wurde zur
Grundlage der Untersuchung gemacht, und zwar wurde er abgegrenzt: im Norden