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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Wettbewerb-Prüfung von Marine-Chronometern im Winter 1909—1910. 
53. F. Lidecke Nr. 298 
54. « « 299 
55. Straßer & Rohde « 55 
56. Union « 54173 
57. * « 54174 
459 
58. Union 55803 
59. x 55804 
60. « 55805 
61. C. Wiegand 24 
62. & 25 
eingelieferten Chronometern waren die 
Von den »neben Wettbewerb« 
folgenden »deutschen Ursprungs«: 
Il... Chronometer-Werke Nr 
X, 
368 
369 Se 
370 9. 
175 10. 
76 | 21. 
>57 12. 
7. Chronometer-Werke 
Nr. 
379 
381 
382 
383 
384 
390 
5 
y 
Behufs Prüfung der technischen Ausführung der Chronometer waren seitens 
der Deutschen Seewarte die folgenden Herren als Sachverständige berufen worden: 
Chronometermacher A. Meier-Hamburg, 
E. Sackmann-Altona, 
' G. Schlesicky-Frankfurt a./M. ; 
und der Direktor .der Uhrmacherschule in Glashütte i./Sa. Professor L. Straßer. 
Außerdem nahm der Chronometermacher E, Bröcking als technischer Beirat der 
Deutschen Seewarte sowie als Ersatzmitglied an der Sitzung teil. Endlich waren 
zugegen der Direktor der Deutschen Seewarte (als Vorsitzender) und die Beamten 
der Abteilung IV. Den Sachverständigen lag eine doppelte Aufgabe ob. Einmal 
war festzustellen, ob sämtliche Instrumente (deutsche und ausländische) in ihrer 
technischen Ausführung den vorgeschriebenen Bedingungen entsprechen. Sodann 
hatten die Sachverständigen ein Urteil darüber abzugeben, ob die als »Chrono- 
meter deutscher Arbeit« bezeichneten Instrumente den Anforderungen genügen, 
welche in der »Aufforderung zur Beteiligung an der 33. Wettbewerb-Prüfung« 
enthalten sind, d.h. abgesehen von Palladium-Spirale und Nickelstahlunruhe »rein 
deutschen Ursprungs« sind. Bezüglich der technischen Ausführung fanden die 
Sachverständigen zu einem Ausschluß keine Veranlassung; dagegen stellte sich 
bei der Prüfung der als »deutsch« bezeichneten Instrumente heraus, daß ein 
Instrument infolge eines Versehens mit einer englischen Kette versehen war, Dieses 
Chronometer konnte daher auch nicht als »Chronometer deutscher Arbeit« an- 
erkannt und zum Wettbewerb um einen Preis zugelassen werden, Weiter mußte 
ein ausländisches Instrument von der Wettbewerb-Prüfung ausgeschlossen werden, 
Ja aus ein und derselben ausländischen Werkstatt im ganzen 8 Instrumente durch 
4 deutsche Chronometermacher eingeliefert worden waren, während nach der 
»Aufforderung« nur 7 zulässig sind. Dieses Chronometer wurde daher »neben 
Wettbewerb« geprüft, Sämtliche übrigen Instrumente konnten auf Grund der 
Untersuchung durch die Sachverständigen in die Wettbewerb-Prüfung eingestellt 
werden, darunter die oben namentlich angeführten 62 Instrumente »deutscher 
Arbeit« mit der Anwartschaft auf einen Preis, 
Zu Beginn der Wettbewerb-Prüfung wurden sämtliche Chronometer zu- 
nächst einer zehntägigen Voruntersuchung bei Zimmertemperatur unterzogen, um 
den Gangunterschied zwischen dem ersten und zweiten Gangtage feststellen zu 
können, Der zulässige Höchstunterschied von 1,50°% wurde von keinem Instrument 
erreicht. 
Nach Abschluß der Voruntersuchung wurden die Chronometer allmählich auf 
30°C. erwärmt. Sodann wurden dekadenweise die Temperaturen 
30° 25° 20° 15° 10° 5° 5° 10° 15° 20° 25° 380° 
möglichst innegehalten, und zwar wurden beim Übergang von einer Dekade zu 
der folgenden stets allmähliche Temperaturänderungen vorgenommen. Während 
der beiden letzten Dekaden (April 1—21) wurde die Temperatur allmählich von 
30°C. bis auf Zimmertemperatur vermindert, Während der vorliegenden Prüfung 
ist es durchweg erreicht worden, die beabsichtigten Mitteltemperaturen herzustellen.
	        
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