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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1910. 
des Erfolges auf der einen oder der anderen Seite zufälligen Umständen zuzu- 
schreiben ist; immerhin bieten die Reisen der beiden Schulschiffe aber so viel 
Bemerkenswertes aus Gegenden, die erst in neuerer Zeit verhältnismäßig oft be- 
fahren werden, daß es gerechtfertigt erscheint, sie in ihren Grundzügen ver- 
gleichend durchzugehen, Der Bequemlichkeit wegen seien im folgenden immer 
nur die Anfangsbuchstaben der Schiffe gesetzt. 
Küste bis 40° N-Br. 
»H. S. Ch.«, 16. bis 23. XI 1908. Man verließ die Küste mit südlichen 
Winden, bei denen man vorwiegend auf B-B.-Halsen nach 47° N-Br., und 131° W-Lg. 
vordrang. Hier holte der Wind westlich und nun segelte man auf St-B.-Halsen. 
Nachdem man sich mit einem Krimpen des Windes noch einmal veranlaßt ge- 
sehen hatte, eine Wache lang auf B-B.-Halsen zu segeln, überschritt man 40° N-Br. 
in 180° W-Lg. am 28, XI. bei schwerem NW-Sturm. 
»H. C.«, 30. XL bis 3, XII. Auf südwestlichen Kursen wurde die Küste mit 
östlichen Winden verlassen, die später südlich holten. Als dabei das Barometer 
auf 755 mm gefallen war, ging man auf St-B.-Halsen und segelte ostwärts. Gleich- 
wohl wurde man bald vom niedrigsten Luftdruck überholt, und als dann am 
3. XII. das Barometer vom Fallen zum Steigen übergegangen war, überschritt 
man 40° N-Br. in 131’/,° W-Lg. bei zunächst westsüdwestlichem Winde, 
40° bis 80° N.-Br. 
»H. S. Ch.«, 28, bis 26, XI. Der Nordweststurm ging mit dem Passieren 
des höchsten Luftdrucks von 776 m in 351/,° N-Br. in den Passat über und das 
Schiff erreichte bei frischem Nordost in schneller Fahrt 30° N-Br. in 136° W-Lg. 
»H, C.«, 3. bis 8. XIL Der südwestliche Wind wurde noch einmal durch 
Mallung unterbrochen, ehe frischer NW durchkam, dann ging dieser mit dem 
Passieren des höchsten Luftdruckes, der nur 774 mm betrug, aber nicht wie bei 
der »H. S. Ch.« in den Passat über, sondern es folgten noch einmal westliche 
Winde, bei denen man 80° N-Br. am 8. XII. in 132° W-Lg. überschritt. 
30° bis 20° N-Br. 
»H. S. Ch.«, 26, bis 30. XI. Der im ganzen frische Passat hatte eine sehr 
östliche, zum Teil sogar südöstliche Richtung und drehte erst in der Nähe von 
20° N-Br. nach Nordosten zurück. Man überschritt diese Breite bei NO 5 bis 6 
in 146° W-Lg. 
+H. C.<, 8. bis 11. XII. Der Westwind raumte allmählich und ging dann 
ohne weitere Unterbrechung in den Passat über. Man überschritt 20° N-Br. bei 
NNO 5 bis 6 in 138° W-Lg. 
20° bis 10° N-Br. 
;»H. S. Ch.«, 30. XI, bis 4. XII. Frischer Nordostpassat, der nur zwischen 
13° und 11° N-Br. zeitweilig bis zur Stärke 4 oder sogar etwas darunter abflaute 
und der die mittlere Richtung NO hatte, führte dasSchiff in 155° W-Lg. nach 10°N-Br, 
»H. C.«, 11. bis 14. XII. Frischer bis steifer Passat, dessen mittlere Richtung 
NNO war, führte das Schiff in 149° W-Lg. nach 10° N-Br. 
10° bis 0° N-Br. . 
»H, S. Ch.«, 4. bis 9. XII. Nachdem das Barometer (abgesehen von seinen 
täglichen Schwankungen) allmählich auf 763 mm gefallen war, wurde südlich 
von 9° N-Br. der Nordostpassat bei anhaltendem Regen unstet. Auf etwa 8° N-Br. 
sprang der Wind mit wolkenbruchartigem Regen plötzlich auf SW, dabei wieder 
zur Stärke 5 bis 6 auffrischend, doch entwickelte sich schon im Laufe der nächsten 
zwei Stunden der Südostpassat daraus; dieser zunächst frisch, flaute nach der 
Linie hin zu Stärke 3 bis 4 ab. Die Linie wurde bei OSO 3 bis 4 in 160° W-Lg. 
überschritten. 
>H, C.«. 14. bis 18. XII. Südlich von 5° N-Br. holte der Nordostpassat öst- 
licher und ging, zwar mit heftigen Regenschauern, aber ohne Unterbrechung durch 
Windstille, in den Südostpassat über. Die Linie wurde bei SO 4 in 156° W-Lg. 
überschritten.
	        
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