Petersen, J.: Unperiodische Temperaturschwankungen im Golfstrom usw. 403
sion 12 [1112019 [8 | 7 | 6l5la4l3 |»
sation 12 1 0918171 6lslals3l2)ı
1902
1. 0.2/0.1/1.3| 2.7/ 0.7/ 1.3/0.2/ 0/0.4/0.2/0.1| 0
II. 1.3/2.511.8| O|0.4| 0.8! 0.1/ 0.1/ 0.1| 0.3| 0.2| 0.4
III. 1.410.77 0|1.9| 0.5/ 0.5/ 0.2! 0.4/ 0.1/” 0| 0.5 0.6
[V., L.6| 0.9! 1.8| 2.4/ 0.7/ 0.6| 0.3| 0.4| 0.3| 0.1| 0.1 0.7
v.|07 2.1|1.0| 0.9 1.1 DS 0.4 A: 0.21 0.2{ 0
VI. 10.1|4.2/ 1.5! 2.3 1.11 0.2, 0.11 0.1! 0: 0.61 0.8] 1.4
VII 0.21 0.2/ 8.1! 1.6] 3.1/2.3/ 0.1/ 0.2} 0/0.8 0.1/ 0.5
V1l1./0.4 0.3/0.1 0.103 0.1/0.5 0.5 1.2 0.9 0.3 0.1
IX 0040306150.705 050.7 0.4 0.103
7 0304090301 0040101 00504
080914 14 0.6 1.7/ 0.4, 0.1 0.3 0.3 0.1 0.1
X... 108 0.2 1.511.61 0.7 1.9 1.2 0.1| 0.5/ 0.1| 0.2/ 0.5
nur höchst selten der im Gesamtmittel angegebene Wert vorgefunden wird,
sondern daß die Temperatur fast immer um einen angenähert bestimmten —
nachher zu berechnenden — Betrag von dem Gesamtwert abweicht. Also sind
die Temperaturen des Nordatlantischen Ozeans nicht konstant, sondern
unterliegen von Jahr zu Jahr beträchtlichen unperiodischen Schwan-
kungen. .
Über die Art der Schwankungen,
Die Untersuchung der Art der Schwankungen erstreckt sich auf dreierlei:
1. Die Größe der Temperaturabweichungen, 2. die zeitliche Dauer der Erhaltung
einer positiven oder negativen Temperaturabweichung und 3, die örtliche Ver-
teilung von positiven und negativen Abweichungen zu gleichen Zeiten,
Die Größe der Temperaturabweichungen vom Gesamtmittel ist sehr ver-
änderlich. An den Stationen 1 bis 4 beträgt sie im Jahresmittel 0.5°%, doch
kommen Extreme von weit beträchtlicherer Größe vor. So ist bei Station 1 ein
Unterschied von 39.2° zwischen den Temperaturmitteln derselben Monate fest-
gestellt (Juni 1902: 12,8°; 1893: 16.9°). Mit zunehmender geographischer Länge
von Ost nach West hin wächst die Größe der Temperaturabweichungen bis zu
1.5° im Jahresmittel (an Station 9, an Station 10 bis 12 nimmt sie wieder ab),
Diese Tatsache erklärt sich — wie später gezeigt wird — dadurch, daß die
[sothermen der Meeresoberfläche bei Station 9 die größte Dichtigkeit auf-
weisen und von hier aus nach Osten hin stark divergieren. Bei Station 9 können
zwei Temperaturmittel desselben Monats in verschiedenen Jahren bis zu 11.4°
voneinander abweichen (Juni 1890: 10.0°; 1894: 21.4°). Der Grund dafür liegt
in der veränderlichen Lage der Grenze zwischen dem Golfstrom und einem Aus-
läufer des Labradorstromes, so daß diese Station zeitweise vom Golfstrom, zeit-
weise vom Labradorstrom eingeschlossen wird. Das Einsetzen des Labradorstroms
in den nördlichen Dampferweg sowie die weite Entfernung zwischen a- und b-
Stationen westlich von 40° W-Lg. machen eine fortlaufende Untersuchung durch
das ganze Jahr hindurch illusorisch, Diese kann nur stattfinden für den in jeder
Beziehung homogenen Ostatlantischen Ozean. (O-lich von 40° W-Lg.) a- und b-
Stationen liegen hier auch nur um 1° bis 3° voneinander entfernt, so daß man
annehmen kann, daß Größe und Vorzeichen der Temperaturabweichungen in beiden
annähernd gleich sind, Um spezieller über die Größe der Temperaturabweichungen
etwas aussagen zu können, ist für jeden Monat die mittlere Größe derselben ohne
Rücksicht auf das Vorzeichen festgestellt (Tabelle III). Ale Kolonnen der Tabelle
zeigen bis zu Station 6 eine angenäherte Parallelität, es treten für jede Station
ein Sommermaximum und Winterminimum sowie ein sekundäres Minimum im
September auf, An den westlicheren Stationen scheint die Größe der Abweichungen
von dem Eisreichtum des Labradorstromes beeinflußt zu werden. Um die der
einzelnen Station anhaftenden Ungenauigkeiten‘ verschwinden zu lassen und um
die großen Züge der regionalen Verbreitung der Abweichungen besser erkennen
zu können, sollen die Stationen 1, 2, 3 und 4 zu einem Mittel vereinigt werden.
Veranschaulicht man die so gewonnenen mittleren Größen der 'Temperatur-
abweichungen durch eine Kurve, so zeigt sich eine starke Ähnlichkeit dieser
Kurve mit der wirklichen mittleren Oberflächentemperatur. Der jahreszeit-
liche Verlauf der Größe der Temperaturabweichungen ist im Ost-
atlantischen Ozean parallel dem Temperaturverlauf (Fig. 2).