Kleinere Mitteilungen.
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wird für eine solche Feststellung überhaupt maßgebend sein, Es ist dies zweifellos
ein günstiger Zufall, der sich nicht so bald wiederholen wird. Denn die Flasche
hätte bei den im Indischen Ozean herrschenden Stromverhältnissen, nachdem sie
den Weg um die Erde bereits zurückgelegt hatte, auch schließlich an der West-
küste von Tasmanien oder Neuseeland antreiben können. Allem Anschein nach
handelt es sich bei einer anderen Flaschenpost, die der Deutschen Seewarte im
vorigen Jahre aus Auckland (Neuseeland) übersandt wurde, um einen solchen
Fall, Letztere wurde vom Expeditionsschiff »Gauß« im März 1903 in der Nähe
der Kerguelen-Insel ausgesetzt und erst im Juli 1909, also nach über 6 Jahren,
am Strande von Kaipara-Hafen (Neuseeland) aufgefischt. Das ergibt 4700 Sm
Entfernung für die direkte Trift vom Absendungs- bis zum Fundorte mit An-
rechnung des durch den Strom möglicherweise entstandenen Umweges und einen
Durchschnitt von 2.0 Sm täglich, womit sie also weit unter den berechneten
Durchschnitt aller anderen Flaschentriften fällt, die aus diesen Gegenden stammen,
Eine völlige Übereinstimmung mit den übrigen Angaben wäre vorhanden, wenn
man annimmt, daß auch diese Flasche erst um die Erde trieb, bevor sie den
Fundort erreicht hat. L.
7. Bemerkung zu R, Topp: Astronomische Ortsbestimmung bei un-
bekanntem Loggeort. (»Ann. d. Hydr. usw.« 1910, S. 294.) Die Rechnung ist
nicht schwierig, aber auch nicht einfach; die Formeln der Höhenmethoden lassen
sich schneller berechnen. Besondere Karten und Tafeln werden auch bei der
Höhenmethode nicht gebraucht, ‚Die Toppschen Formeln in der veröffentlichten
Form sind nicht jedem Nautiker geläufig. Es empfiehlt sich statt @ öh ihre
Komplemente einzuführen, um nur Größen zu gebrauchen, die im nautisch-astro-
nomischen Grunddreieck tatsächlich vorhanden sind.
tz = tg 4 (z — p) sin } (t -- a) cosec 4 (t — a)
oder wenn t und a zu klein sind
te = tg 4(z-+p)cos}(t-+a)sec3(t— a).
Peilungen der Gestirne wird man häufig des starken Arbeitens des Schiffes
wegen nicht vornehmen können, Zur Anwendung der Toppschen Methode muß
man aber das Azimut ziemlich genau kennen, um Wiederholungen der Rechnung
zu vermeiden. Für die Seefahrt wird die Methode noch weniger Anwendung
finden, als Monddistanzen, Es scheint, als ob auch in der Luftschiffahrt die
Höhenmethode besser anzuwenden ist. In einem ausländischen Buche glaube ich
die Methode schon gelesen zu haben.)
H. Müller, Navigations-Offizier des Kabeldampfers »Stephan«,
8. Seebeben im Bismarck-Archipel. a) Bericht S.M.S. »Planet«, Komdt.
K-Kapt. v. Trotha. ; .
Seebeben wurden im September in Friedrich Wilhelms-Hafen und im
November und Dezember in Matupi wahrgenommen, Die Einzelheiten sind folgende:
Friedrich Wilhelms-Hafen, 6. September 1909:
12h 20min sek N, Seebeben, nur ganz leicht wahrnehmbar, ohne jegliche Er-
. scheinungen,
8h 5Qmin 55sek N, Leichtes Seebeben, 2 Stöße, ein stärkerer mit nachfolgendem
schwächeren Stoß. Dauer 1!/, 5%, Keine besonderen Er-
scheinungen.
Seebeben.
10h 51min Sek N,
Matupi-Hafen, 18. November 1909:
10h 19min sek N, Seebeben, 2 Stöße von je 2% Dauer.
10b 20min (sek N, Seebeben, 1 Stoß von 2%% Dauer.
10b 21min sek N, Seebeben, 1 Stoß von 3°% Dauer.
10h 24min sek N. Seebeben, 1 Stoß von 3°% Dauer.
) Siehe auch »Ann. d. Hydr.« usw. 1909, S. 453: Die Methode der Variation des Azimutes,
D. Red.