Kleinere Mitteilungen,
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Nach starken Regenfällen ist das Meerwasser häufig noch Tage nachher
bis zu 1 Sm Entfernung von der Küste durch die stark angeschwollenen Flüsse
getrübt.
Als Peilobjekte sind im allgemeinen die vorgelagerten Inseln, und bei
günstiger Richtung auch die Huken zu empfehlen. Die Berge sind dagegen als
Peilobjekte zu vermeiden, da nicht alle genau bestimmt, und das Ausmachen der
zurückliegenden markanten Berge innerhalb des Riffgürtels häufig schwierig ist.
Auch würden Peilungen der teilweise sehr weit abliegenden hohen Bergen keine
genaue Ortsbestimmung ergeben, ganz abgesehen davon, daß die hohen Berge
häufig durch Wolken verdeckt sind,
Geschützte Ankerplätze während des Nordwest-Monsuns bilden: 1. die
Toborei-Bucht; 2. die Gegend zwischen den Zeune-Inseln, die Koromira-
Bucht; 4. die Orow&re-Bucht; 5. die Toiemonapu-Bucht; 6. die Torau-
Bucht; 7. die Gegend südlich von der Insel Rantang (Refuge).
Kleinere Fahrzeuge finden außerdem noch guten Schutz in der Koromira-
Bucht zwischen dem Rotana-Riff und dem Festlande,
Im allgemeinen können während der Nacht Fahrzeuge überall unter Land
ankern, da es nachts meistens ruhig wird und die Landbrise die Schiffe vom
Lande freischwaien läßt.
Gute Landungsplätze während des Nordwest-Monsuns gibt es: 1. in der
Toborei-Bucht; 2. in der Koromira-Bucht; 3. in der Toiemonapu-Bucht;
4. an der Küste querab von der Insel Rantang (Refuge).
Gezeiten, Gezeiten- und Meeresströme. Die Hafenzeit in Kita beträgt
3 Stunden. Der mittlere Springtidenhub betrug in den Monaten Januar bis
März 1.27 m, Es herrschen im allgemeinen halbtägige Tiden, wobei das Tages-
hochwasser stets höher ist als das Nachthochwasser. 3 bis 4 Tage lang nach
dem ersten und letzten Mondviertel sind nur eintägige Tiden‘ mit Hochwasser
am Vormittage beobachtet worden.
Der Strom setzt im allgemeinen in. nördlicher Richtung parallel zur
Küste mit geringer Geschwindigkeit, bis zu !/, Sm in der Stunde, Ganz dicht
unter der Küste wurde häufig südlich setzender Gegenstrom beobachtet, Im
Süden von Bougainville, in der Nähe der Bougainville-Straße, haben die Gezeiten
merklichen Einfluß auf die Strömung. Es wurde hier Strom in nordöstlicher
bis nordwestlicher Richtung setzend bis zur Stärke von 1 Sm beobachtet,
Stromkabbelungen treten bei der Ausfahrt von Kita, sowie zwischen
der Insel Rantang (Refuge) und der Hauptinsel auf; sie erwecken den Eindruck
einer vorgelagerten Barre.
Empfehlenswerte Kurse. Vom Ankerplatze im Hafen. von Ki@ta steuere
man mit rw. 102° (mw. 01/4,S)-Kurs so, daß man sich in der Durchfahrt zwischen
der Puänaga-Huk von Bougainville und der Insel Bakawari etwas nördlich von
deren Mitte hält, und behalte diesen Kurs bei, bis die Govu-Insel rw. 130°
(mw. SOzO) peilt. Dann nehme man letztere Peilung auf als Kurs; derselbe
führt frei von den südöstlich von der Missionskirche bei Kita liegenden Ruänaga-
Riffen, und ist solange einzuhalten, bis das Rasthaus Toborei querab ist, Dann
halt man ‚mit rw. 153° (mw. SOz$S)-Kurs auf die Mitte zwischen der Govu-Insel
und der Kaukauwateri-Huk zu,
Für das Ansteuern des Toborei-Ankerplatzes ist zu beachten, daß alle
Untiefen der Toborei-Bucht westlich von der Linie »Ostkante Bakawari—Rasthaus
Toborei« liegen,
Von der Mitte zwischen der Govu-Insel und der Kaukauwateri-Huk halte
man auf die Koromira-Huk zu; Kurs rw. 129° (mw. SOzO!/,O). Diese Huk
passiere man in einem Abstande von etwa 500 m und ändere sofort nach Passieren
der Verbindungslinie »Insel Kombei—Koromira-Huk« den Kurs auf rw. 156°
(mw. SSO?/,O), womit man auf die Totopako-Huk zu steuert, bis der Stein
Hoirinare querab ist. Dann halte man mit rw. 126° (mw. SOzO*%,0O)-Kurs auf
die Mitte zwischen der Otüa-Insel und der Loluei-Huk zu, bis man die Verbin-
dungslinie »Rasthaus Toiemonapu—Insel Otüa passiert hat, Dieser Kurs führt
frei von der Untiefe in der Toiemonapu-Bucht. Dann steuere man rw. 148°