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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Kleinere Mitteilungen, 
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Nach starken Regenfällen ist das Meerwasser häufig noch Tage nachher 
bis zu 1 Sm Entfernung von der Küste durch die stark angeschwollenen Flüsse 
getrübt. 
Als Peilobjekte sind im allgemeinen die vorgelagerten Inseln, und bei 
günstiger Richtung auch die Huken zu empfehlen. Die Berge sind dagegen als 
Peilobjekte zu vermeiden, da nicht alle genau bestimmt, und das Ausmachen der 
zurückliegenden markanten Berge innerhalb des Riffgürtels häufig schwierig ist. 
Auch würden Peilungen der teilweise sehr weit abliegenden hohen Bergen keine 
genaue Ortsbestimmung ergeben, ganz abgesehen davon, daß die hohen Berge 
häufig durch Wolken verdeckt sind, 
Geschützte Ankerplätze während des Nordwest-Monsuns bilden: 1. die 
Toborei-Bucht; 2. die Gegend zwischen den Zeune-Inseln, die Koromira- 
Bucht; 4. die Orow&re-Bucht; 5. die Toiemonapu-Bucht; 6. die Torau- 
Bucht; 7. die Gegend südlich von der Insel Rantang (Refuge). 
Kleinere Fahrzeuge finden außerdem noch guten Schutz in der Koromira- 
Bucht zwischen dem Rotana-Riff und dem Festlande, 
Im allgemeinen können während der Nacht Fahrzeuge überall unter Land 
ankern, da es nachts meistens ruhig wird und die Landbrise die Schiffe vom 
Lande freischwaien läßt. 
Gute Landungsplätze während des Nordwest-Monsuns gibt es: 1. in der 
Toborei-Bucht; 2. in der Koromira-Bucht; 3. in der Toiemonapu-Bucht; 
4. an der Küste querab von der Insel Rantang (Refuge). 
Gezeiten, Gezeiten- und Meeresströme. Die Hafenzeit in Kita beträgt 
3 Stunden. Der mittlere Springtidenhub betrug in den Monaten Januar bis 
März 1.27 m, Es herrschen im allgemeinen halbtägige Tiden, wobei das Tages- 
hochwasser stets höher ist als das Nachthochwasser. 3 bis 4 Tage lang nach 
dem ersten und letzten Mondviertel sind nur eintägige Tiden‘ mit Hochwasser 
am Vormittage beobachtet worden. 
Der Strom setzt im allgemeinen in. nördlicher Richtung parallel zur 
Küste mit geringer Geschwindigkeit, bis zu !/, Sm in der Stunde, Ganz dicht 
unter der Küste wurde häufig südlich setzender Gegenstrom beobachtet, Im 
Süden von Bougainville, in der Nähe der Bougainville-Straße, haben die Gezeiten 
merklichen Einfluß auf die Strömung. Es wurde hier Strom in nordöstlicher 
bis nordwestlicher Richtung setzend bis zur Stärke von 1 Sm beobachtet, 
Stromkabbelungen treten bei der Ausfahrt von Kita, sowie zwischen 
der Insel Rantang (Refuge) und der Hauptinsel auf; sie erwecken den Eindruck 
einer vorgelagerten Barre. 
Empfehlenswerte Kurse. Vom Ankerplatze im Hafen. von Ki@ta steuere 
man mit rw. 102° (mw. 01/4,S)-Kurs so, daß man sich in der Durchfahrt zwischen 
der Puänaga-Huk von Bougainville und der Insel Bakawari etwas nördlich von 
deren Mitte hält, und behalte diesen Kurs bei, bis die Govu-Insel rw. 130° 
(mw. SOzO) peilt. Dann nehme man letztere Peilung auf als Kurs; derselbe 
führt frei von den südöstlich von der Missionskirche bei Kita liegenden Ruänaga- 
Riffen, und ist solange einzuhalten, bis das Rasthaus Toborei querab ist, Dann 
halt man ‚mit rw. 153° (mw. SOz$S)-Kurs auf die Mitte zwischen der Govu-Insel 
und der Kaukauwateri-Huk zu, 
Für das Ansteuern des Toborei-Ankerplatzes ist zu beachten, daß alle 
Untiefen der Toborei-Bucht westlich von der Linie »Ostkante Bakawari—Rasthaus 
Toborei« liegen, 
Von der Mitte zwischen der Govu-Insel und der Kaukauwateri-Huk halte 
man auf die Koromira-Huk zu; Kurs rw. 129° (mw. SOzO!/,O). Diese Huk 
passiere man in einem Abstande von etwa 500 m und ändere sofort nach Passieren 
der Verbindungslinie »Insel Kombei—Koromira-Huk« den Kurs auf rw. 156° 
(mw. SSO?/,O), womit man auf die Totopako-Huk zu steuert, bis der Stein 
Hoirinare querab ist. Dann halte man mit rw. 126° (mw. SOzO*%,0O)-Kurs auf 
die Mitte zwischen der Otüa-Insel und der Loluei-Huk zu, bis man die Verbin- 
dungslinie »Rasthaus Toiemonapu—Insel Otüa passiert hat, Dieser Kurs führt 
frei von der Untiefe in der Toiemonapu-Bucht. Dann steuere man rw. 148°
	        
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