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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Nipe Bay. (Cuba). 
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als: bis der Arzt Praktika erteilt hat. Der Arzt wohnt auf der Carenero-Huk 
und muß mit dem Lotsenboot an Bord geholt werden, wenn man nicht ein Schiffs- 
boot benutzen will. Ein Gesundheitspaß wird stets verlangt. ; 
_ Zollbehandlung ist gut.“ An Schiffspapieren werden beglaubigtes Ladungs- 
manifest, zwei Proviantlisten, Schiffszertifikat und zwei beglaubigte Mannschafts- 
listen verlangt. Nach Kapt. W. Lerche müssen alle Schiffe zum Ein- und Aus- 
klarieren nach Preston, während nach amerikanischen Quellen das Zollhaus in 
Felton ist und alle Schiffe dort ein- und ausklarieren müssen. ; 
_ Gezeiten. Die Hafenzeit für die Nipe-Bucht ist 7% 57min; die Hochwasser- 
höhe beträgt 0.6 m. Die Gezeitenströme sind in der Einfahrt manchmal stark 
und verursachen Stromkabbelung. De 
Wind, Wetter, Klima. Während der Anwesenheit des Kapt. W, Lerche 
wehte auf dem Ankerplatze unter der de los Cobos-Huk ungefähr die ganze Zeit 
NNO- bis NO-Wind von Stärke 3 bis 5; nur am letzten Abend flaute es ab, und 
das Schiff schwaite auf leichte Landbrise. Der Gesundheitszustand war in 
dieser Zeit am Ort und auf dem Schiff gut. 
Einsteuerung. Der Mayari-Huk muß man beim Einlaufen wenigstens 6 Kblg 
Abstand geben, um die ihr vorgelagerte Bank zu meiden. Hernach steuere man 
mit rw. 184° (mw. S!/,W)-Kurs auf die westlichste der drei gelben Stellen an den 
Küstenabhängen auf dem Festlande an der Südseite der Hafeneinfahrt zu. Sieht 
man den westlichen Teil der Einfahrt in rw. 282° (mw. WzN)-Peilung in seiner 
ganzen Länge offen, so nehme man diese Peilung als Kurs auf und steuere in 
ungefährer Mitte des Fahrwassers, ein klein wenig nördlich davon bleibend, in 
die Bucht hinein und ankere westlich von der Carenero-Huk, um die Visite des 
Arztes abzuwarten. Die’ rote, spitze Tonne an der Südostkante der Bank vor 
der Ramon-Huk bleibt hierbei, wenn sie an der richtigen Stelle liegt, an St-B,, 
die schwarze, stumpfe Tonne am Rande der Bank nördlich vom Lotsendorf und 
die schwarze, stumpfe Tonne vor der.Carenero-Huk an B-B. Ist man nach Felton 
bestimmt, so steuere man mit südlichen Kursen in die Cagimaya-Bucht hinein, 
zwischen der schwarzen, stumpfen Tonne am Rande der 4,9 m (16’)-Bank südlich 
von der Carenero-Huk und der roten, spitzen Tonne am Ende der Bank, die sich 
von der Westseite der Einfahrt zur Cagimaya-Bucht nach Ost hin ‚erstreckt, 
hindurch. Im südlichen Teil der Cagimaya-Bucht meide man die in der Karte 
mit. 21/, Fad. Tiefe angegebene Stelle, wo nur 0,9 m (3’) Wasser sein soll; eine 
Stangenbake kennzeichnet diese Stelle. Steuert man von der Carenero-Huk aus 
nach einem weiter drinnen in der Bucht gelegenen Platz, so bleibt man nördlich 
von East Shoal, die etwa 8 Kblg ostnordöstlich von der de los Cobos-Huk liegt; 
die früher auf dieser Untiefe ausgelegte Tonne ist nicht mehr vorhanden und 
soll gesunken sein. Beim Passieren von Mid Shoal, dem Ausläufer des Steertes, 
der sich von der de los Cobos-Huk %/, Sm weit in nordnordöstlicher Richtung 
erstreckt, muß südliche Versetzung mit in Betracht gezogen werden. Dasselbe 
gilt auch für nach Preston bestimmte Schiffe beim Passieren von West Shoal, 
welche Untiefe etwa !/, Sm nordwestlich von der de los Cobos-Huk liegt, Diese 
Schiffe müssen auch die 8 Kblg. nordöstlich von der Tabaco-Huk in der Karte 
eingezeichnete 2,7 m (1'!/, Fad.)-Stelle meiden, auf der jedoch nur. 2.6 m (8'/’) 
Wasser sein soll, Mid Shoal ist durch eine schwarze, eiserne Stangenbake, die 
3 Kblg nördlich von ihr gelegene 4.1 m (2!/, Fad.)-Stelle und West Shoal durch 
je eine schwarz und rot horizontal gestreifte, stumpfe Tonne gekennzeichnet; das 
Aussehen der Tonnen erscheint aber nur schwarz. Nach Antilla bestimmte Schiffe 
müssen zunächst die Bucht ihrer ganzen Länge nach durchqueren und. dann durch 
ein enges, zwischen Untiefen nach dem Hafen führendes Fahrwasser einlaufen, 
Die Fahrrinne ‚ist aber gut durch Tonnen gekennzeichnet und hat 6.7 m (22) 
geringste Wassertiefe. Beim Einlaufen bleiben die schwarzen, stumpfen Tonnen 
an B-B., die roten, spitzen Tonnen an St-B. Im Hafen selbst ist die 4.9 m (16’)- 
Stelle zu meiden, die ungefähr !/, Sm südwestlich von der Corojal-Huk liegt; die 
Karte gibt hier 6.4 m (21’) Wassertiefe an, Auch ist zu berücksichtigen, daß die 
Corojal-Huk durch Baggerschüttung an Ausdehnung zugenommen hat. Bei Nacht
	        
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