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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

372 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1910. 
Landmarke dient, um die Bank vor der Ramon-Huk zu meiden. (Siehe auch 
Einsteuerung.) 
Ansteuerung. Kapt. W. Lerche schreibt: »Nachdem wir Kap Maysi an 
der Ostecke von Cuba passiert hatten, steuerten wir 46 Sm weit rw. 308° (mw, 
NW */„W)-Kurs, Hierauf änderten wir den Kurs auf rw. 270° (mw. W!/S) und 
fuhren unter genauer Kontrolle der Küste nach Anweisung des West India Pilot 
Vol. II an der Küste entlang bis zur Nipe-Bucht. Es war schönes Wetter, Ver- 
sehen konnte nicht gemacht werden, Die Kurse wurden den Landpeilungen ent- 
sprechend geändert. Der niedrige Leuchtturm auf der Mayari-Huk kam bei 
rw. 293° (mw. WNW)-Kurs in rw. 262° (mw. W*/,S)-Peilung in Sicht. Er wurde 
bis dahin durch Bäume verdeckt; dies wird nachts wahrscheinlich auch bei dem 
Feuer der Fall sein, 
Leuchtfeuer. Siehe »Leuchtfeuer aller Meere« 1910, Heft VI, Tit. VII, Nr.2481. 
Auf dieses Feuer soll man sich jedoch nicht verlassen können. Nach amerika- 
nischen Quellen befindet sich am Außenende der Ladebrücke in Felton ein kleines 
rotes Feuer und am Außenende der Ladebrücke in Antilla ein rotes und ein 
grünes Feuer, 
Lotsenwesen. Lotsen sind vorhanden, Sie haben ihre Station auf dem 
Festlande gegenüber von der Ramon-Huk, Es wird gesagt, daß dieselben manch- 
mal nicht zuverlässig sein sollen. Die Lotsen erwarten das Schiff in einem 
schwarzen Segelboot, das am Bug ein weißes P führt und eine Flagge zeigt, in 
der Einfahrt zur Bucht innerhalb der roten Tonne vor der Ramon-Huk. Es 
besteht Lotsenzwang und muß auch Lotsengeld bezahlt werden, wenn kein 
Lotse genommen wird, Letzteres ist ziemlich hoch und nach folgender Taxe geregelt: 
Via Point Tabaco. Nach Jagueyes. Nach den inneren Ankerplätzen. 
bis zu 50 R-T. $ ? 89 ; 
51 bis 100 
101 L50 
{51 20 
201 250 
251 300 
201 350 
7 1C 
417 
50) 
© 5600 
662 70) 
701 80) 
501 900 
901 1000 
001 1500 
1501 « 2000 
2001 « 2501 
2501 « 3000 
3001 « 3500 
3501 € 4000 
LI 
10.50 
)z 
150. 
a 
2.50 
1,50 
4.50 
5 
‚5.50 
L6 
A 
23 
24.50 
25 
26 
27 
8 
30 
32 
33.50 
35 
36.50 
38 
3 
20 
21 
22 
23 
23.50 
O4 
Außerdem sind für in der Bucht ausgeführte Bewegungen zu bezahlen für 
Wechseln des Ankerplatzes !/, des Lotsentarifs, für Verholen vom Ankerplatz 
nach der Ladebrücke oder umgekehrt, wie auch für Verholen von einer Lade- 
brücke nach der andern jedesmal die Hälfte des Lotsentarifs, Berechnet wird 
die oben angeführte Taxe für Schiffe, die nach Saetia (Carenero Point), nach 
Preston oder dem Ankerplatz.vor der Mündung des Mayari-Flusses östlich von 
der Tabaco-Huk laufen, als via Point Tabaco, für nach Antilla bestimmte Schiffe 
als nach den inneren Ankerplätzen, Kapt. W. Lerche bezahlte mit seinem 
3389 R-T. großen Schiffe 117 $ Lotsengeld, davon 36 $ einlaufend und 36 $ aus- 
laufend. Für jede Bewegung zwischen den einzelnen Stationen mußte 9 $, 
zwischen Zollhaus und Ladeplatz 4.50 $ bezahlt werden. 
Schleppdampfer sind in Antilla zu bekommen. Einlaufen können Segel- 
schiffe ohne Schlepperhilfe, zum Auslaufen müssen sie aber einen Schlepper ge- 
brauchen. Schlepplohn beträgt 40 $ von Antilla bis außerhalb des Hafens, 
Quarantäne. Alle einkommenden Schiffe müssen bei der Carenero-Huk 
ankern und die Ärztliche Visite abwarten. Sie dürfen nicht eher weiterfahren.
	        
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