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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1940.
ausgeführt — Monatsmitteldarstellungen und sind in Abb, 12 bis 23 veran-
schaulicht.
Die Absorptionstypen sind in den Abb, 24 bis 35 als jeweils linke drei Kurven
dargestellt. Die Darstellungen zeigen einerseits den Gang der Absorption in der
Vertikalen und andererseits den Gang der Erwärmung in der Vertikalen. Der
Gang der Absorption ist für Werte, die die Absorption pro Zeiteinheit und 45°
Sonnenstand repräsentieren, in ein Koordinatensystem eingetragen worden, dessen
Ordinate die Höhe bedeutet, dessen Abszissen die Wärmemenge pro Volum- und
Zeiteinheit angibt, Entsprechend gilt für die Erwärmungswerte in ähnlichem
Koordinatensystem die Abszisse als Maßstab der mittleren täglichen Temperatur-
änderungen infolge Absorption.
0. Damit gelangen wir zur zweiten Haupteinteillung des Materials nach
mittleren Monatswerten der Feuchte und der Temperatur, Typenmäßig
zusammengehörige Werte der rel. Feuchte und Temperatur an Einzelaufstiegen
werden zu Monatsmitteln zusammengefaßt, So ergeben sich für jeden Monat drei
mittlere Vertikalverteilungen, die die drei typenmäßigen Unterschiede der Feuchte-
verteilung zeigen. Diese und die zugehörigen Temperaturfypen sind in Abb. 12
bis 23 veranschaulicht. Diese Art der Mittelung mit Berücksichtigung der Typen-
unterteilung ist aus folgenden Gründen gewählt:
a) Allgemein ist die Art der Mittelung für das Ergebnis wichtig, Die
Mittelung wird so angelegt, daß sie den mittleren atmosphärischen Vorgängen
gerecht wird. Der mittlere Vorgang setzt sich aus Einzelvorgängen zusammen,
Es werden jeden Tag Erwärmungen der Atmosphäre auftreten. Eine mittlere
Erwärmung über einen Zeitraum ist die Mittelung der täglichen Erwärmung
über diesen Zeitraum, Um damit den mittleren Zustand streng zu erfassen, wird
man aus den täglichen vertikalen Feuchteverteilungen die täglichen Erwärmungs-
werte durch Absorption errechnen und die erhaltenen Resultate mitteln. Mügge
und Möller haben in (s) und (%) Beispiele mittlerer täglicher Absorption als
Jahresmittel für Batavia und Lindenberg gegeben, die sie aus mittleren jähr-
lichen Feuchteverhältnissen dieser Orte erhalten haben, Diese Werte haben einen
überschlagsmäßigen Sinn, um die Größe der mittleren Erwärmung zu ermitteln.
Will man jedoch, wie im vorliegenden Fall, Resultate haben, die einen klima-
tologischen Wert besitzen, so wird man zu ungenauen Ergebnissen kommen, wenn
man aus einer mittleren Feuchte des Beobachtungsortes die Absorption als mittlere
Absorption bestimmt. Vielmehr zeigt sich aus der in Gl. (12) auftretenden Potenz-
größe, daß zur mittleren Absorptionsbestimmung die Absorptionswerte der Einzel-
beobachtungen zu bestimmen sind und danach diese ihrerseits über den ge-
wünschten Zeitraum zu mitteln sind, Dieser Voraussetzung, die klimatologisch
diskutierbare Werte liefert, ist durch die Art unserer Unterteilung entsprochen‘).
b) Denn der idealen, aber zu langwierigen Rechnung, bei welcher die täg-
liche Erwärmung aus Absorption für jeden Tag bestimmt wird und dann diese
Erwärmungswerte ihrerseits gemittelt werden, ist durch die vorliegende Methode
aus folgenden Gründen möglichst Rechnung getragen:
«) Gibt es im Jahresgang der Vertikalverteilung von Temperatur und Feuchte
Fälle völliger Übereinstimmung der Temperatur- und Feuchteverteilung ver-
schiedener Tage, so braucht für diese Fälle nur einmal die Erwärmungsverteilung
berechnet zu werden. Eine Mittelung aller täglichen Erwärmungsbeträge über
einen betrachteten Zeitraum könnte sich auf diese Weise vereinfachen, wenn alle
Tago gleicher Temperatur- und Feuchteverteilung zusammengefaßt werden,
Doch gibt es kaum zwei oder mehrere Tage im Jahr mit strenger Über-
einstimmung im vertikalen Temperatur- und rei, Feuchteaufbau, Es spielen aber
2) Schon in der Untersuchung I wurde von dem Müg ge-Möllerschen Resultat der Erwärmungs-
felder gesprochen, welche sich auf die Tropen (Batavia) beziehen, Es wird danach wohl als möglich
anzusehen sein, daß eine hochreichende tropische Konvektion ein hochliegendes Erwärmungsmaximum
erzengt. Doch würde dieses bei analozer Anwendung der mit der hier besprochenen Methode ge-
fundenen Resultate sicher etwas niedriger anzunehmen sein, als es sich aus der Mügge-Möllerschen
Darstellung bestimmt. Da jedoch keine so großen jährlichen Witterungsschwankungen und damit auch
keine zo großen Feuchtigkeitsschwankungen in der Vertikalen für Batavia zu erwarten sind wie für unsere
Breiten, so wird dieser Unterschied zegen klimatologisch diskutierte Resultate nicht wesentlich werden.