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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Großmann: Die Stürme an der deutschen Küste vom 12. bis 14. November usw. 347 
Dezember 
1909 
3Zorkum 
Vilhelmshaven 
<eitum a. S, 
i1amburg 
<iel 
Wustrow 
Swinemünde 
Rügenwalderm; 
Neufahrwasser 
Vemel 
Zeit (Ortszeit) des ; 
Größe 
der Barometer- 
Anderung 
mm 
höchsten | niedrigsten | | höchsten | niedrigsten | höchsten 
Barometerstandes 
Dauer des Steigens 
und des Fallens des 
Barometers (Std.} 
Fall Steig. [Fall Steig. |..2S., 
2, OP 
Yt 
3 
% 8S—9b Vi 
9b V! 
5b N! 
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29.7 U 
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2hVl5. 11h Nl21|14 7/15 
ah V| 11—12b N' 1812| 6113) 
7hV/8. 6—8% V 23/15 10/1 / 
—5h V| OVP 151921 6{14 
5b O—dh RC FE 
6b v 23h U 
56h ah 
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192b 
56 
49 
56 
48 
zn 
191,27 141.121 {82 
171% 26 13 231/180 
23 |241% 116 Dr 871, 
17 |27 16/1 191, [80 
174, | 301, '13 20 [81 
16726 14 201 | 764, 
28 121, 200%, (75 
1217,27 12 27 (804% 
‚1 261, [197 331 '&4 
251% 1181135 811 
4 N 
6b X 
— 105X 
5 —120X 
3. 0—3P 1 
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*) Reduziert auf Meeresspiegel und Schwere in 45° Br. 
Vergleichen wir die am 3, Dezember erreichten niedrigsten Barometer- 
stände mit denjenigen vom 18. November, so bemerken wir, daß in beiden 
Stürmen Wustrow mit ca. 780 mm nahezu denselben niedrigsten Stand erreicht 
hat, der Betrag des Minimums im Novembersturm aber im Gegensatz zu dem 
Dezembersturm von Westen nach Osten abnahm; im Dezembersturm hatte 
Borkum mit 722.3, im Novembersturm Memel mit 729.2 mm den niedrigsten 
Stand. Infolge Mitteilung des Meteorological Office wurde zu Zeiten der regel- 
mäßigen Terminbeobachtungen der niedrigste Barometerstand in Spurnhead am 
3. Dezember um 7% Gr. Zt. gleich 711.9 mm (im Meeresspiegel in 45° Br.) be- 
obachtet. 
IXI. Unfälle von Dampfern und Seglern in der Nord- und Ostsee während 
der Zeit vom 11. bis 14. November und 3. bis 5, Dezember 1909. 
Auf Grund ausführlicher Listen über die Schiffsunfälle, die der Deutschen 
Seewarte unter dem 18. April vom Germanischen Lloyd und der Fischereidirektion 
zu Hamburg gütigst zur Verfügung gestellt worden sind, konnte die nach- 
folgende bis etwa Mitte April reichende Zusammenstellung gewonnen werden, 
um die vorangehende Schilderung des Verlaufs der Stürme in wesentlicher Weise 
zu ergänzen und dabei die Stärke der Stürme auf andere Art zum Ausdruck 
zu bringen. In vielen der hier angeführten Fälle würde es näherer Nach- 
forschung bedürfen, ob der Unfall auf stürmische Winde oder auf andere Ur- 
sachen zurückzuführen ist, und besonders muß dies hinsichtlich der Strandungen 
gelten; gleichwohl sind aber hier der Vollständigkeit halber alle bekannt 
gegebenen Unfälle mit Ausschluß der Kollisionen mit Schiffen, von denen 
allerdings auch ein Teil der Stärke der Winde zuzuschreiben sein wird, auf- 
genommen worden. Die Liste bezieht sich auf die ganze Ostsee, mit Einschluß 
des Bottnischen Busens und der Nordsee etwa bis Bergen. Um die Schiffe tun- 
lichst kurz und eindeutig zu bezeichnen, sind in Klammer die Nationalität der 
Flagge und die Reg.-Tonnen (bei D. Br., bei Segler Net.) hinzugefügt worden, 
Ein zugefügter * zeigt Verlust eines Teils, ein £ Verlust der ganzen Deckladung an. 
A. Unfälle während der Zeit vom 11. bis 14, November 1909. 
a. Dampfer. 
Gesunken: General Rudetzky (Russ., 1377) in der Nordsee, 
Verlust durch Strandung: Skipjack (Brt., 1120) — auf Staithes Rocks; Wilma (Disch., 759) — 
auf Vlieland. 
Verlust durch Havarie nahe dem Hafen: Anna Loeper (Dtsch., 70) bei Aarhus gegen Wellen- 
brecher SE : . 
Gestrandet aber wieder frei gekommen; (ein (H) zeigt an, daß dabei Hilfe geleistet wurde); 
Adansi (H) (Brit., 2644) — zwischen Baltrum und Langeoog; Alice (H) (Dän.), — an West- 
züste von Hjelmen; Cereda (Brit.) — auf Saltholmen; Eglantine (Brit., 1312), brach die Ver- 
äuungen auf der Themse und strandete auf Charlton Bank; Farman (Norw., 195) — bei Lofthus; 
Franziska Fischer (H) (Dtisch., 1414) — bei Aalsgard nahe Helsingör; Kong Oskar II (Norw. 914) 
— bei Mandal; Naney (H) (Dän., 1311) — bei Thumörön; Sonja (Norw., 2891); Sport (Norw. 110) 
— bei Granvik; Svanholm (Dän., 1400) — auf Reede von Bolderaa; Wellamo (Russ., 1050) — 
bei Sottunga,
	        
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