Großmann: Die Stürme an der deutschen Küste vom 12. bis 14. November usw. 347
Dezember
1909
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Dauer des Steigens
und des Fallens des
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*) Reduziert auf Meeresspiegel und Schwere in 45° Br.
Vergleichen wir die am 3, Dezember erreichten niedrigsten Barometer-
stände mit denjenigen vom 18. November, so bemerken wir, daß in beiden
Stürmen Wustrow mit ca. 780 mm nahezu denselben niedrigsten Stand erreicht
hat, der Betrag des Minimums im Novembersturm aber im Gegensatz zu dem
Dezembersturm von Westen nach Osten abnahm; im Dezembersturm hatte
Borkum mit 722.3, im Novembersturm Memel mit 729.2 mm den niedrigsten
Stand. Infolge Mitteilung des Meteorological Office wurde zu Zeiten der regel-
mäßigen Terminbeobachtungen der niedrigste Barometerstand in Spurnhead am
3. Dezember um 7% Gr. Zt. gleich 711.9 mm (im Meeresspiegel in 45° Br.) be-
obachtet.
IXI. Unfälle von Dampfern und Seglern in der Nord- und Ostsee während
der Zeit vom 11. bis 14. November und 3. bis 5, Dezember 1909.
Auf Grund ausführlicher Listen über die Schiffsunfälle, die der Deutschen
Seewarte unter dem 18. April vom Germanischen Lloyd und der Fischereidirektion
zu Hamburg gütigst zur Verfügung gestellt worden sind, konnte die nach-
folgende bis etwa Mitte April reichende Zusammenstellung gewonnen werden,
um die vorangehende Schilderung des Verlaufs der Stürme in wesentlicher Weise
zu ergänzen und dabei die Stärke der Stürme auf andere Art zum Ausdruck
zu bringen. In vielen der hier angeführten Fälle würde es näherer Nach-
forschung bedürfen, ob der Unfall auf stürmische Winde oder auf andere Ur-
sachen zurückzuführen ist, und besonders muß dies hinsichtlich der Strandungen
gelten; gleichwohl sind aber hier der Vollständigkeit halber alle bekannt
gegebenen Unfälle mit Ausschluß der Kollisionen mit Schiffen, von denen
allerdings auch ein Teil der Stärke der Winde zuzuschreiben sein wird, auf-
genommen worden. Die Liste bezieht sich auf die ganze Ostsee, mit Einschluß
des Bottnischen Busens und der Nordsee etwa bis Bergen. Um die Schiffe tun-
lichst kurz und eindeutig zu bezeichnen, sind in Klammer die Nationalität der
Flagge und die Reg.-Tonnen (bei D. Br., bei Segler Net.) hinzugefügt worden,
Ein zugefügter * zeigt Verlust eines Teils, ein £ Verlust der ganzen Deckladung an.
A. Unfälle während der Zeit vom 11. bis 14, November 1909.
a. Dampfer.
Gesunken: General Rudetzky (Russ., 1377) in der Nordsee,
Verlust durch Strandung: Skipjack (Brt., 1120) — auf Staithes Rocks; Wilma (Disch., 759) —
auf Vlieland.
Verlust durch Havarie nahe dem Hafen: Anna Loeper (Dtsch., 70) bei Aarhus gegen Wellen-
brecher SE : .
Gestrandet aber wieder frei gekommen; (ein (H) zeigt an, daß dabei Hilfe geleistet wurde);
Adansi (H) (Brit., 2644) — zwischen Baltrum und Langeoog; Alice (H) (Dän.), — an West-
züste von Hjelmen; Cereda (Brit.) — auf Saltholmen; Eglantine (Brit., 1312), brach die Ver-
äuungen auf der Themse und strandete auf Charlton Bank; Farman (Norw., 195) — bei Lofthus;
Franziska Fischer (H) (Dtisch., 1414) — bei Aalsgard nahe Helsingör; Kong Oskar II (Norw. 914)
— bei Mandal; Naney (H) (Dän., 1311) — bei Thumörön; Sonja (Norw., 2891); Sport (Norw. 110)
— bei Granvik; Svanholm (Dän., 1400) — auf Reede von Bolderaa; Wellamo (Russ., 1050) —
bei Sottunga,