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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Großmann: Die Stürme an der. deutschen Küste vom 12, bis 14. November usw. 345 
(<Hückstadt. Mittags bis nachts (größte Stärke 1h N bis 11b N Stärke 10, stoßweise Stärke 11). 
Belumer Schanze, 2% N bis 823 V am 4. (seit 68 N Stärke 10). ; 
Brunsbüttelkoog. Mittags bis nachts, zeitweise schwere Böen Stärke 10/12. 
Büsum. 2b N bis nachts. 
Eider Feuerschiff. 102 V bis 10h V am 4. (seit 2b N Stärke 11/10). 
Süderhöft. 10h V bis 10h V am 4. (seit mittag 11/12), 
Pellworm. Seit Mittag (seit 4h N Stärke 10). 
Tönning. 10% V bis nachts. 2%,b N Hagelböe Stärke 11; Sh V bis 8b N böig bis Stärke 11; 
6b 20min N stürzte der Sturmwarnungsmast zusammen. 
Keitum. 10h V bis nachts, äußerst schwerer orkanartiger Sturm; größte Stärke St N 11. 
Wyk a. Föhr. 10b V bis nachts (seit 8b N orkanartig. 
Amrum, Seit 10h V (seit 4h N Stärke 9/10). 
Ellenbogen. Seit Oh 40min N (seit 7h N Stärke 9/10). 
Husum, Seit 2h N (seit 4h N böig bis Stärke 11/12). 
Aarösund. 4PN bis 64 N. 
Apenrade. Sb V bis nachts (seit 11 V Stärke 9/10, seit 8b N Stärke 11/12). 
Eckernförde. Seit 2h N bis 8h V am 4. 
Schleimünde. Früh bis nachts (10h V bis 8b N Stärke 10/12, wohl zu hohe Schätzungen), 
Friedrichsort. 2b N bis nachts (seit 4h N Stärke 10), 
Travemünde, Seit 2b N Stärke 10. 
Marienleuchte. 6h N bis nachts (nachts 9/10), 
Darsserort. 11lN bis 2h V am 4. Stürmisch 15 Stunden (6b N am 3. bis 9b V am 4). 
Barhöft. 6h V bis nachts (11? N 9/10). 
Göhren, 8b V und nachts 3/4. 
Hiernach herrschten um 8b V am 4. Dezember westwärts der Elbe auf den 
Sturmwarnungsstellen keine höheren Windstärken als 8, während an der Nordsee- 
küste nordwärts der Elbe wie auch stellenweise an der Ostküste Schleswig- 
Holsteins noch Sturm von der Stärke 9 anhielt, Die stürmischen südwestlichen 
Winde (Stärke 8) währten zufolge den zweistündigen Beobachtungen auf den 
Sturmwarnungsstellen am 4. in Borkum nicht bis 8% V, in Geestemünde, Bremer- 
haven, Hoheweg-Leuchtturm, Glückstadt, Brunsbüttelkoog, Pellworm, Wyk a, Föhr, 
Amrum, Apenrade, Schleimünde, Eckernförde, Wellingdorf, Travemünde, Marien- 
leuchte und Stubbenkammer bis 8% V, in Darsserort bis 9b V, in Norderney, 
Cuxhaven und Arkona bis 10% V, auf Borkum Riff-Feuerschiff, Helgoland, Belumer 
Schanze, Eider Feuerschiff, Süderhöft und Friedrichsort bis Mittag. | 
Ostwärts von Rügen wurden stürmische Winde (Stärke 8) am Morgen in 
Swinemünde, mittags und in der folgenden Nacht in Groß-Ziegenort, sowie vom 
Morgen bis zum Abend am 3. in Nest beobachtet; im übrigen wurden stärkere 
als steife Winde von Rügenwaldermünde bis Schiewenhorst am 3. und in der 
folgenden Nacht nicht. angeschrieben. An der preußischen Küste aber traten 
auch stürmische Winde auf, vorwiegend aus südöstlichen Richtungen, und zwar 
im Westen der Frischen Nehrung am Nachmittag, im Osten der Frischen Neh- 
rung, an der Küste des Samlandes und auf der Kurischen Nehrung am Abend 
and in der Nacht zum 4. Größere Windstärken als 8 wurden beobachtet um 
8b N in Kahlberg (Stärke 9), Neukrug (SSW 9) und Rossitten (Stärke 9), um 9: N 
in Brüsterort (SSW 9), sowie in der Nacht 3/4 in Försterei bei Memel starker Südsturm, 
Für die Dauer der. stürmischen Winde entnehmen ‚wir den zweistündigen 
Beobachtungen für einige Stationen die folgenden, teilweise wohl um zwei Stunden 
and darüber zu niedrigen Werte: Borkumriff Feuerschiff 36, Helgoland 29, 
Norderney, Belumer Schanze, Brunsbüttelkoog und Eiderfeuerschiff je 28, Süder- 
höft 26, Schleimünde 30, Barhöft 18 und Arkona 24 Stunden; auf den beiden 
letzten Orten wurden zunächst 2 bzw. 5 Stunden mit stürmischen südöstlichen 
and dann nach flaueren Winden 16 bzw. 19 Stunden mit stürmischen südwest- 
lichen Winden beobachtet, Berücksichtigt man neben dieser langen Dauer die 
erreichten außergewöhnlich hohen Windstärken, so charakterisiert sich der 
Sturm von der Nacht zum 3. Dezember bis zum Vormittag des 4. Dezember an 
der Nordsee als einer der schwersten Stürme, welche diese Küste betroffen haben. 
Hiervon legt auch die am Schlusse angefügte Liste der Schiffsverluste und 
schwereren Havarien Zeugnis ab. 
In Verbindung mit dem schweren Sturm trat an der Nordseeküste in der 
Nacht zum 4. eine schwere Sturmflut auf; in Tönning wurde um 10% N eine 
Wasserhöhe von 2.51 m über normalem Hochwasser gemessen. 
Ann. 8.. Hydr. usw. 1910, Heft -VII.
	        
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