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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1910, 
1000 m Mächtigkeit und von 1 qm Querschnitt bei einer mittleren Temperatur 
von 1° einen relativen Wärmeinhalt von 1000000 kg-Kalorien, das heißt, um eine 
Wassersäule dieser Art von 0° auf 1° zu erwärmen, bedarf es einer Zufuhr von 
1 Million Kalorien, Dabei ist die Wärmekapazität des Wassers = 1 gesetzt (für 
Seewasser eigentlich etwas geringer). Hiernach ergibt sich folgende Zusammen- 
stellung für den Stillen Ozean, 
Tabelle IL. 
Stiller Ozean. 
Wärmemengen in 100000 kg-Kalorien. 
W assersäulen, 
0— 100 
100— 200 
200— 460 
400— 600 
600— S0O 
S00—1000 
(000— 1500 
0— 600 
600—1500 
0—1500 
250 N bis 15? N 
Zone hoher 
Temperatur 
10° Nbis 7° N 
Zone niedriger 
Temperatur 
5° & bis 25° © 
Zone hoher 
Temperatur 
a. Relativer Wärmeinhalt, 
22.0 
14.0) 
20.0 
15.5 
28 
23,4 
34.6 
21.0 
12.2 ; 12.2 ; 142 
8,8 95 11.0 
17.0 19.5 21,0 
94,5 ' 71.8 1 104,8 
380 415] 62 
132,5 113.3 ; 1510 
b. Wärmeüberschuß über die Äquatorialregion (10° N bis 7° N). 
0— 600 ] —+22.7 ! 0.0 —+35.0 
600—1500 35 | 90 "N 
0—1500 19.2 + 37.7 
"d.h; nahezu d. h. nahezu 
2 Millionen Kal. 1 Millionen Kal. 
Man sieht, der Wärmeüberschuß der subtropischen Anstaugebiete über die 
äquatoriale Auftriebrinne erstreckt sich in N-Br. nur bis 600 m, in S-Br. bis min- 
destens 1500 m Tiefe; das südpazifische Maximum hat unter jedem qm ÖOber- 
fläche in der Schicht 0 m-—1500 m einen um nahezu 2 Millionen kg-Kalorien 
größeren Wärmeinhalt als das nordpazifische. 
$ 10. Der Vergleich der pazifischen Tiefseetemperaturen mit den atlantischen und 
indischen 
wird nicht wenige der vorstehenden Ausführungen erst in das richtige Licht 
setzen. Als Grundlage mögen für den Atlantischen und Indischen Ozean im all- 
yemeinen die im »Valdivia«-Werk, Taf, IX-—-XXII gegebenen Tiefenisothermen 
benutzt werden; doch bedingen die in den letzten sieben Jahren hinzugekommenen 
Beobachtungen, besonders die im Bereiche des tropischen Indischen Ozeans, 
einige wesentliche Änderungen an den genannten Karten. 
Das neue durch S. M. S. »Planet« beigebrachte Material gestattet Östlich 
und nordöstlich von Madagaskar eine bedeutsame Verbesserung, eine schärfere 
Darstellung sowohl des südindischen Anstaugebietes als auch der indischen äqua- 
torialen Auftriebregion; für die Niveaus von 100, 200 und 400 m Tiefe kommt 
letztere in der Neubearbeitung überhaupt erst recht zum Ausdruck, und daher 
sind 6 dieser neuen Karten des Indischen Ozeans auf einer besonderen Tafel 15 im 
Ausschnitt auch der vorliegenden Arbeit beigefügt.) Es ist charakteristisch, daß, 
in Übereinstimmung mit den Stromverhältnissen und der Lage des meteorologisch- 
1) Die an den atlantischen Temperaturkarten anzubringenden Korrekturen sind viel unbedeutender 
und brauchen deshalb kartographisch hier nicht mitgeteilt zu werden,
	        
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