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Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

314 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1910.

Reede 2 £ 7 sh per Tonne, Gutes Trinkwasser, sowie Kesselspeisewasser wird
für 1 d per Gallone geliefert. Frischer Proviant ist zu angemessenen Preisen
zu erhalten.
Auskunft für den Schiffsverkehr. Deutsches Konsulat ist am Orte. Ein
Hospital, das 15 bis 20 Seeleute aufnehmen kann, und ein Seemannsheim sind
vorhanden.

Kleinere Mitteilungen.
1. Puerto Barrios (Guatemala). Nach Fragebogen Nr. 4892 des Kapt.
P. Wiehr, D. »Westerwald« vom Februar 1909 und amtlichen Quellen,')
Leuchtfeuer. In der Ansteuerung der Häfen Puerto Bärrios und Livingstone
 befinden sich jetzt 4 Leuchtfeuer, und zwar:
1) ein Blinkfeuer von 12 bis 15 Sm Sichtweite mit Blink von 5%%* und
Wiederkehr von 15%% Dauer auf dem Kap Manavique (Monavique), rw. 104°,
1.8 Sm von dem Kap Three Points. Dasselbe brennt auf einem rot und weißen
Turmgerüst und ist sichtbar von ungefähr O über S bis WNW;
2) bis 4) je ein festes Feuer von 5 bis 6 Sm oder geringerer Sichtweite auf
dem Westende von Ox Tongue Shoal, auf Joseph John Shoal und auf Villedo
Shoal. Sämtliche Feuer brennen auf schwarzen Pfahlbaken. Das erste und
letztgenannte dieser drei Feuer sind weiß, das mittlere rot, alle sind aber unzuverläßlich.

Ferner brennt noch ein weißes festes Feuer von 10 Sm Sichtweite auf dem
Kopfe der Landungsbrücke in Puerto Barrios, und ein solches von 4 Sm Sichtweite
 an der Nordseite der Mündung des Rio Dulce bei Livingstone.
Ansteuerung. Kapt. Wiechr berichtet darüber folgendes: »Bei der Ansteuerung
 im November 1908 setzte der Strom 1 Sm nördlich von Utilla Island
trotz eines heftigen Norders bei starkem Regen nach Norden und Westen, so
daß das Schiff mit 121/, Knoten Fahrt 15 Sm über den Grund lief, Wir fanden
uns, als es etwas aufklarte, obgleich mit dem Lot kein Grund zu bekommen
war, dicht unter den Zapotillos Cays. Wir steuerten darauf südlich, bis wir
von den Cays frei waren, und loteten uns dann an Kap Three Points heran,
Bei der Ansteuerung im Februar 1909 während guten Wetters versetzte uns der
Strom auch 1 bis 2 Sm nach Norden. Diese nördlichen Versetzungen sind scheinbar
 auf den Ausfluß der Flüsse zurückzuführen, die das Wasser vom Lande
drängen, besonders zwischen Sal Rocks und Kap Three Points. Es ist also
immer große Vorsicht notwendig, und tut man besser, näher an das Festland
heranzugehen und dann, sobald man Lotungen bekommt, sich bei unsichtiger
Luft an Kap Three Points heranzuloten.
Wir passierten Kap Three Points in 2 Sm Abstand und steuerten dann mit
rw. 227°-Kurs bis nach Passieren der Ox Tongue-Bake, die 1!/, Sm an B-B. blieb.
Dann hielten wir mit rw. 146°-Kurs auf Villedo Shoal zu, wobei Joseph John
Shoal 1 Sm an St-B. blieb. Villedo Shoal ließen wir etwa 3%, Sm an St-B. Sobald
 diese Bake dwars ist, führt von hier aus der rw. 192°-Kurs auf der größten
Wassertiefe entlang bis vor die Landungsbrücke von Puerto Barrios. Bei der
Ansteuerung ist es wegen der starken ungewissen Strömung ratsam, allen Untiefen
 möglichst weit aus dem Wege zu gehen. Besonders ist auf der Höhe von
Livingstone mit der Strömung aus dem Rio Dulce zu rechnen. Beim Anlegen
an die Brücke während Strom und. Wind ist es am zweckmäßigsten, bis recht
vor die Brücke zu fahren und dann mit Hilfe der Maschine und Trossen an den
Liegeplatz zu holen. Zum Ausbringen von Leinen kann man eigenes Boot gebrauchen.
 Beim Anlegen im November 1908 nach einem wolkenbruchartigen
Regen war die Strömung nach See zu so stark, daß ein Boot mit 4 Ruderern
kaum gegen den Strom aufkommen konnte. Bei starkem Strom bilden sich in
4 Ergänzung zur Beschreibung dieses Hafens in »Der Pilote« 1906, S. 77 ff.
            
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