Nassau (Bahama-Inseln).
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von der Insel. Dieser unter dem Namen »Hurrican Hole« bekannte Ankerplatz
ist der sicherste während der Orkanzeit, Ä
Hafenanlagen. Kaianlagen von 245 m Länge (nach anderen Quellen 460 m
Länge) sind vorhanden. Dieselben haben 4.1 m Wasser längsseit bei Hochwasser
und 3.2 m bei Niedrigwasser; die Wassertiefen neben ihnen sollen aber infolge
Versandung allmählich geringer werden. Löschen und Laden geschieht längs-
seit der Landungsanlagen oder mit Hilfe von Leichtern; von diesen steht eine
große Anzahl zur Verfügung. Reichliche Arbeitskräfte sind für billigen Preis
zu haben. Bootslandungsstelle, Schiffsboote werden zum Verkehr mit dem
Lande benutzt. Sie landen gewöhnlich an der Public Wharf, in der Mitte der
Stadt, oder an einer Stelle !/, Sm westlich davon. Bei Hochwasser können sie
irgendwo an einer der Landungstreppen anlegen.
Hafensignale. Einlaufende Schiffe werden nach ihrem Schiffstyp
signalisiert.
Dockanlagen. Ein Trockendock für ganz kleine Schiffe ist vorhanden,
Nach anderen Quellen befindet sich eine Patenthelling auf Hog-Eiland, die
Schiffe von 150 bis 200 t Gewicht heben kann. Ausbesserungen am Schiffs-
körper können gemacht werden, solche an der Maschine jedoch nicht. .
Hafenunkosten. Leuchtfeuerabgaben 3 d per R-T.; Schiffe, die in
Ballast kommen und den Hafen auch wieder in Ballast verlassen, bezahlen 1 d
per R-T. Tonnengeld, nur einmal im Jahr zu bezahlen, beträgt 1 sh per R-T.
einkommend sowohl wie auslaufend. Schiffe in Ballast bezahlen 1 d per R-T,,
Segelschiffe, die Salz oder Früchte laden, und Dampfer keine Tonnengelder.,
Nach anderen Quellen sind nur Salz und Früchte ladende Schiffe auslaufend
von der Bezahlung der Tonnengelder befreit. Brückengeld beträgt für Schiffe
von 101 R-T, bis 150 R-T. £0 sh18 d0
„ 151 ” »„ 200 „1 0,0
201 „ » 250 „1 2,6
251 „»„ 300 „1 50, für jede R-T.
über 300 1d mehr. Arbeitslohn schwankt zwischen 2 sh 6 d und 3 sh per Tag,
der Vormann bekommt 4 sh; Pulver löschen kostet 1 sh per Sack.
Die Stadt Nassau ist am nördlichen Abhange eines Höhenrückens erbaut
und zählt etwa 7000 Einwohner, Sie ist eine der malerischst angelegten Städte
Westindiens mit großen und schönen Gebäuden. Verschiedene Hotels, Eigentum
der Florida Railway Company, sind vorhanden, jedoch nur während des Winters
im Betrieb, zu welcher Zeit viele Badegäste von den Vereinigten Staaten und
Kanada den Ort besuchen. Der Gouverneur der Bahama-Inseln hat seinen
Sitz hier, .
Handelsverkehr. Eingeführt werden Lebensmittel, Eisen- und Kurzwaren,
Kleidungsstücke und Schiffshändlerutensilien. '
— Ausgeführt werden Schwämme, Baumwolle, Früchte, Salz, -Blauholz,
Guajakholz, Ebenholz, Seidenholz, Schildpatt usw.
Dampferlinien. Die Dampfer der New York and Cuba-Dampfergesellschaft
unterhalten 14 tägigen, die der Bahama-Dampfergesellschaft monatlichen Verkehr
zwischen New York und Nassau, Ein kleiner Dampfer unterhält regelmäßigen
Verkehr zwischen den Bahama-Inseln. Ein Dampfer der Florida East Coast
Railway verkehrt in den Monaten Januar bis April zwei- bis dreimal in der
Woche zwischen Nassau und Miami in Florida, Die Dampfer der Firma Elder,
Dempster & Co, laufen den Hafen monatlich einmal an. Telegraphenkabel.
Nassau ist durch Kabel mit Jupiter Inlet in Florida verbunden und von hier
aus über Land mit New York, Telephonische Verbindung ist auf 3 Sm im Um-
kreise vorhanden,
Schiffsausrüstung, Bunkerkohlen sind etwa 400 t auf Lager; an der
60 m langen Kohlenbrücke sind 4.0 m Wasser längsseit. Es können etwa 200 t
im Tage übergenommen werden. Kapt. A. Rörden wurden auf der Reede die
Kohlen in einem Schuner längsseit gebracht, der etwa 250 t geladen hatte. Der
Kohlenpreis beträgt etwa 30 sh per Tonne. Kapt. A. Rörden bezahlte auf der
AN». d. Hydr. usw., 1910, Heft VI.