accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

312 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1910. 
hatte 33° C als Mitteltemperatur, der kälteste 18° C; im Durchschnitt betrug die 
höchste Temperatur 29°C, die niedrigste 20.,5° C. Der Regenfall beträgt in 
Nassau im Jahre durchschnittlich 1.4 m. 
Einsteuerung, Die Einfahrt zum Hafen von Nassau liegt zwischen Hog- 
Eiland und Silver Cay. Das Fahrwasser nach dem Hafen über die schon weiter 
vorn erwähnte Barre ist jedoch nur etwa !/, Kblg breit. Beim Einlaufen bringe 
man die Bake auf der Tony-Klippe mit dem Obelisk beim Fort Charlotte in 
Linie, oder besser, man halte die Bake eben östlich frei von dem Öbelisk, diesen 
rw. 192° (mw. SzW1/,W) peilend. Auf diesem Kurse kreuzt man die Barre auf 
etwa 4.3 m Wassertiefe und passiert nahe westlich von der schwarzen spitzen 
Tonne, die an der Ostseite der Barre 1%/, Kblg westlich vom Leuchtturm liegt. 
Kommt die Flaggenstange auf dem westlichen Ende der Hog-Insel in rw, 79° 
(mw. OzN)-Peilung in Linie mit dem Leuchtturm, so ändere man mit kurzer 
Drehung den Kurs auf die Östliche Hälfte des Colonial-Hotels und steuere 
rw. 134° (mw. SO1/,O), wobei die rote Pfahlbake 100 m an St-B. bleibt, die am 
äußersten Ende des Steertes steht, der sich 1%/, Kblg weit von der Tony-Klippe 
nach Norden erstreckt. Ist man in der Nähe der schwarzen stumpfen Tonne an 
der Südwestkante der Sand Head-Bank angelangt, die. man etwa 36 m an B-B. 
Jäßt, so führt rw. 125° (mw, SO7/,O)-Kurs im tiefsten Fahrwasser nach dem 
Ankerplatz vor der Stadt. Zu berücksichtigen ist, daß bei Flutstrom starke 
Versetzung nach den Sandbänken an der Ostseite des Fahrwassers stattfindet. 
Es wird auch berichtet, daß die Wassertiefen im Hafen abnehmen, 
Kleine Schiffe können, falls für das Lotsenboot die Barre unpassierbar 
ist, auf der Leitmarke — Bake auf der Tony-Klippe und Obelisk beinahe in Linie — 
einlaufen, und wenn die Flaggenstange auf dem Westende der Hog-Insel in 
rw. 79° (mw. OzN)-Peilung mit dem Leuchtturm in Linie kommt, auf das Lotsen- 
boot zu steuern, um einen Lotsen zu empfangen. Besser ist es jedoch in solchem 
Falle, außer bei zwingenden Gründen, auf der Reede zu ankern, oder einen der 
vorgenannten Ankerplätze aufzusuchen, 
Vorsicht für Boote. Boote dürfen, wenn auch nur geringe Dünung steht, 
nicht zwischen dem Westende von Hog-Eiland und der schwarzen Tonne an der 
Ostseite der Barre in den Hafen einlaufen. Es ist schon vielfach vorgekommen, 
daß Boote infolge Nichtbeachtung dieser Vorsichtsmaßregel gesunken und manche 
Menschenleben dabei verloren gegangen sind, 
Osteinfahrt. Von der Douglas-Reede aus können Schiffe mit 3 bis 3.7m 
Tiefgang das innere Fahrwasser benutzen, das dicht an der Südseite der Inseln 
Athol und Hog entlang nach dem Hafen von Nassau führt. Auf den Untiefen 
östlich vom Fort Montague befinden sich bei Niedrigwasser allerdings nur 
2.7 m Wasser, aber der Tidenhub bei Springtide beträgt 1.2 m und der Grund 
ist sehr weich. Bei Benutzung dieses Fahrwassers ist Lotsenhilfe notwendig. 
Als Leitmarken mögen dienen die Feuer auf dem Gipfel der nächsten Landspitze 
südlich von East Point und auf der Athol-Insel, sowie die Spierentonne auf 
der östlichen Kante des Riffes, das sich vom Potter Cay bis querab vom Fort Mon- 
tague erstreckt; im allgemeinen ist jedoch das Auge der beste Führer, 
Ankerplatz im Hafen. Der gebräuchliche Ankerplatz befindet sich vor 
dem Colonial-Hotel auf 4.6 bis 4.9 m Wasser, von wo die Bake auf der Tony- 
Klippe rw. 278° (mw. W 3/, N} peilt. Die Wassertiefe in der Umgebung des 
Ankerplatzes soll aber 0,3 bis 0.6 m weniger betragen, als in der Karte angegeben 
ist. Schiffe mit mehr als 4.3 m Tiefgang müssen vorn und hinten vertäuen, 
mit dem Kopf des Schiffes nach Westen gerichtet. Im Sommer, wenn die 
Periode der nordwestlichen Winde vorüber ist, ist es besser, den Kopf des 
Schiffes nach Osten zu legen. Zu beachten ist, daß man nicht über die 
Anker schwaiet. Nach Graf Colloredo Mannsfeld besteht der Ankergrund aus 
Sand und ist schlecht. Während seiner Anwesenheit vertrieben bei frischem 
Nordwind alle Schiffe, 
Schiffe mit etwa 3 m Tiefgang können die Bank im Hafen kreuzen und 
im nördlichen Teil desselben ankern zwischen dem Lagerschuppen und dem 
Maschinengebäude auf Hog-Eiland, östlich von letzterem und etwa 1 Kblg südlich
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.