Nassau (Bahama-Inseln).
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Lotsenwesen. Zuverlässige Lotsen sind vorhanden. Sie kommen in einer
Motorbarkasse Schiffen 3 bis 4 Sm außerhalb der Hafeneinfahrt entgegen, (Siehe
auch Barresignale weiter unten.) Es besteht Lotsenzwang. Das Lotsgeld
ist nach Taxe geregelt.‘ Diese beträgt für Schiffe
bis 24m (8) Tiefgang £ 1 sh d O0 bis 43m .(14') Tiefgang £ ° sh 75
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Für jede 0.15 m (!/,’) Tiefgang mehr als 5.2 m (17), muß 5sh mehr bezahlt
werden; Dampfer bezahlen außerdem noch 5 £ Zuschlag. Nach anderen Quellen
beträgt der Zuschlag für Dampfer 2 £ und braucht nur halbes Lotsgeld bezahlt
werden, wenn ein Schiff außerhalb der Barre ankert. Für Lotsenhilfe nach der
östlich von der New Providence-Insel gelegenen Douglas-Reede muß !/, mehr, als
die oben angeführte Taxe bezahlt werden.
Schleppdampfer. Nach Kapt. A. Rörden sollen Schleppdampfer zu haben
sein; Graf Colloredo Mannsfeld dagegen berichtet, daß keine vorhanden sind,
Sturmsignale. Wenn das Barometer 5 mm unter den normalen Stand fällt,
so werden bei dem Leuchtturm eine blau und gelb karrierte Flagge und eine
rote dreieckige Flagge darüber gezeigt; diese bleiben so lange wehen, bis das
Barometer wieder anfängt zu steigen. |
Quarantäne. Von verseuchten Häfen kommende Schiffe müssen außerhalb
des Hafens die ärztliche Visite abwarten und dürfen erst nach erteilter Praktika
einlaufen. Ein Gesundheitspaß. wird stets verlangt. In Quarantäne gelegte
Schiffe ankern zwischen Hog-Eiland und Salt Cay. Ein Quarantänelazarett be-
findet sich auf der östlich von Hog-Eiland gelegenen Insel Athol.
Ankerplatz auf der Reede. Schiffe, die ihres Tiefganges halber nicht in
den Hafen einlaufen können, oder solche, die nur Order halber anlaufen, finden
bei südlichen Winden vorübergehenden Ankerplatz auf etwa 15m oder mehr
Wasser nördlich von Hog-Eiland an der Kante der Bank, von wo das Regierungs-
gebäude rw, 201° (mw. SzW7/W) und eben östlich frei von der christlichen
Kirche (Kathedrale) peilt. Der Ankerplaätz ist unter beständigem Loten mit lang-
samer Fahrt anzulaufen und der Anker zum sofortigen Gebrauch bereit zu
halten. Im Winter müssen Schiffe darauf vorbereitet sein, den Ankerplatz sofort
verlassen zu können, wenn der Wind umzuspringen droht. Guten Ankerplatz
findet man auch nordwestlich von Hog-Eiland, auf 31m Wasser, von wo der
Leuchtturm rw. 135° (mw. SO), 3, Sm entfernt peilt.
Geschützten Ankerplatz finden zwei oder drei Schiffe von 4.3 bis 4.6 m
Tiefgang unter dem Westende von Salt Cay, etwa 2 Sm östlich von dem erst-
genannten Ankerplatz, H. M. S. »Buzzard« ankerte hier im Februar 1896
während eines Nordweststurmes und lag vollkommen geschützt gegen die recht
quer über die Einfahrt brechende See, Die Einfahrt zu diesem Ankerplatz be-
findet sich zwischen den vor der Nordseite von Hog-Eiland gelegenen Porkfish-
Klippen, etwa 1%, Kblg nördlich davon, und dem felsigen Riff, das sich von dem
Westende von Salt Cay naclı Westen erstreckt. Das Fahrwasser nach dem
Ankerplatze hat 5.5 bis 5.8 m Wassertiefe mit Ausnahme einiger Stellen, die zu
meiden sind. Eine dieser Stellen liegt querab von dem Westende des sich von
Salt Cay aus erstreckenden Felsenriffes und ist durch eine rote spitze Tonne
gekennzeichnet; auf das Vorhandensein dieser Tonne kann man sich jedoch nicht
immer verlassen. Beim Einlaufen bringe man, sobald man sich querab und
östlich von den Porkfish-Klippen befindet, die Mitte der größeren der beiden
Klippen in rw. 260° (mw. W7/,S)-Peilung mit dem Leuchtturm auf Hog-Eiland
achteraus in Linie und steuere auf entgegengesetztem Kurs nach dem Ankerplatze,
wobei jedoch zu berücksichtigen ist, daß starke Gezeitenströme quer zur Fahrt-
richtung setzen. Beim Auslaufen nach steifen Ost- oder Nordostwinden wird an
der Einfahrt wahrscheinlich, auch wenn der Wind schon 2 oder 3 Tage flau ge-