Nassau (Bahama-Inseln).
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Nassau (Bahama-Inseln).
Nach Fragebogen Nr. 527 des Kapt. A, Rörden, D. »Constantia«, vom Mai 1898; Nr. 1610 des
Grafen Colloredo Mannsfeld, Y. »Taormina«, vom März 1901. Ergänzt nach englischen und
amerikanischen Quellen,‘ Brit. Adm-Krt. Nr. 761, West India Islands and Caribbean Sea; Nr. 2077,
The Great Bahama Bank; Nr. 1489, The Island of New Providence; Nr. 1435, Salt Cay Anchorage
and Hanover Sound; Nr. 406, Douglas Road or Cochrane Anchorage; Nr, 1452, Nassau Harbour;
Amerik.-Krt. Nr. 1377. New Providence Island.
Nassau liegt an der Nordküste der Insel New Providence, etwa 5!/, Sm
von ihrem Ostende entfernt. Der Hafen ist der bedeutendste der Bahama-Inseln,
Schiffe mit mehr als 4.6 m Tiefgang können die Barre vor. der Hafeneinfahrt
nicht mit Sicherheit kreuzen, auf der bei Springniedrigwasser nur 4.3 m Wasser
stehen, Bei sehr günstigen Wasserstandsverhältnissen sollen jedoch schon Schiffe
mit 5.2 m Tiefgang eingelaufen sein, Die geographische Lage des Leuchtfeuers
auf der Westhuk der Hog-Insel ist 25° 5’ 37” N-Br. und 77° 21’ 57” W-Lg. Die
Mißweisung für das Jahr 1910 beträgt 0.3° O, die jährliche Anderung ist gering.
Allgemeines. Die Gruppe der Bahama-Inseln umfaßt beinahe 700 Inseln
und Keys und über 2000 Klippen, die zusammen zwischen 20° 0’ und 27° 24’
N-Br. und 68° 50’ und 79° 20’ W-Lg. einen Flächenraum von etwa 15200 qkm
einnehmen. Die Form der ganzen Inselgruppe ist sehr unregelmäßig, ähnelt aber
im allgemeinen der eines Dreiecks. Die größte Insel der Gruppe ist Andros,
die bedeutsamste jedoch New Providence mit dem Sitz der Regierung und dem
Hafen von Nassau. New Providence ist von ovaler Form, 161/, Sm: lang in Ost—
West-Richtung und 61/, Sm breit an ihrer breitesten Stelle... Verschiedene kleine
niedrige mit Buschwerk bestandene Keys liegen vor ihrer Nordküste, die fast in
ihrer ganzen Länge ein schmaler Höhenrücken mit bewaldeten 24 bis 37 m hohen
Hügeln besäumt. Bei der etwa 61/, Sm vom Westende der Insel entfernt gele-
genen Cave-Huk gabelt sich der Höhenzug, und ein Zweig. davon wendet sich
unter dem Namen »Blue Hills« in 30 bis 40 m Höhe der Mitte der Insel zu; nörd-
lich und südlich von ihm liegen große 1.8 bis 3.7 m tiefe Seen mit brackigem
Wasser. Die südliche Hälfte der Insel ist niedrig und zum großen Teil mit
ausgedehnten Föhrenwaldungen bestanden, Die Südküste ist im allgemeinen
sandig und sumpfig, seichte Sandbänke erstrecken sich von ihr in beträchtliche
Entfernung nach See hinaus, Eine ausgezeichnete Fahrstraße führt an der Nord-
küste der Insel entlang, eine zweite führt von der Stadt nach den Blue Hills,
Landmarken. Für vom Norden und Nordosten kommende Schiffe bilden
die Leuchtfeuer auf der Insel Great Abaco, die an der Nordseite der Providence
Nordost-Durchfahrt liegt, gute Landmarken, Das Feuer von Elbow Cay nahe
dem Nordostende der kleinen Bahama-Bank dürfte bei klarer Nacht schon auf
15 Sm, das von Abaco nahe der Südhuk der Insel Great Abaco auf 20 Sm Ent-
fernung zu sehen sein. Vom Osten kommend wird man bei sichtigem Wetter
das Nordende der Insel Eleuthera an der Südseite der Providence Nordost-
Durchfahrt auf etwa 12 Sm Entfernung ausmachen können. Weiterhin dient
dann bei Nacht das Leuchtfeuer auf der Egg-Insel als Landmarke, Für von der
Florida-Straße kommende Schiffe, die durch die Providence Nordwest-Durchfahrt
einlaufen, kommen als Landmarken in Betracht das Leuchtfeuer der etwa 12 m
hohen Klippe Great Isaak an der Südseite der Einfahrt zur Providence Nord-
west-Durchfahrt, das auf der Südwesthuk der Bahama-Insel, und das auf Great
Stirup Cay an der Südseite der Osteinfahrt der Providence Nordwest-Durchfahrt.
Nähert man sich dem Hafen, so sieht man zuerst das Colonial-Hotel, ein großes
sechsstöckiges von einem Turm überragtes Gebäude, einen großen roten Schorn-
$tein eben westlich davon und die beiden Forts Fincastle und Charlotte. Kurz
darauf wird auch das auf dem Höhenrücken zwischen den beiden Forts stehende
Regierungsgebäude, ein bemerkenswerter großer viereckiger Bau, in Sicht kommen.
Kommt man näher an die Einfahrt heran, so. sieht man den östlich vom Fort
Charlotte stehenden Obelisken, den Leuchtturm auf der Westhuk der Hog-Insel,
und wenn dieser rw. 180° (mw. S) etwa !/, Sm entfernt peilt, die Pfahlbake mit
dreieckigem Toppzeichen auf der dicht unter der Küste gelegenen Tony-Klippe.
Bei Nacht dient das Feuer auf Hog-Eiland als Landmarke,