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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1910, 
Es ist ferner 
— el „2 2 e08 n 
av= GROSPO Ay ARÜDP  yp m LOSE ya = DSG 
Ü ES e 9 
Die gesamte Bahnbeschleunigung ist für jeden Punkt der Erde 
G 
B = DT * 
Wir projizieren B auf g: 
4 4 2 
Br = GO Demnach AH _ 
R? R? Q 
Setzen wir diesen Wert in die Gleichungen der Projektionen der Z’-Kom- 
ponenten ein, so erhalten wir 
nn G cos? 4 cos 7 Gi cos? # sin @ 
A ZE = -—7 a — 
und weil 
b 
cos vı =— PA 
ist, auch 
Gb? cos @ G b?*sing 
Zv = — A 72 zz #4 . 
Av =— rn; RR? Zu rr, R? 
Die Komponenten der fluterzeugenden Beschleunigungen sind also: 
y_ GReosp—d)_ Gbtcosgp u GReing _ Gbesing 
E3 rn RR? ? ES rr, R? 
Mit Hilfe der annähernd richtigen Beziehung 
„, Ad 
COS P 
Ra 
lassen sich diese Gleichungen in die folgenden verwandeln: 
— Geosp (19 30? BR _ Gsing / , 3d b? 
V = — (R+3deosp—d— en) H = Te (1) 
Man sieht ohne weiteres, daß diese Ausdrücke nichts anderes sind als die 
Newtonschen Formeln 
V = SL (3cos? gg — 1), H = 3G & sin g cos 
mit den Zusatzgliedern 
(3 cos DS? X ann wr Gsin DEN en 
A (1 — _ für \ und A“ ‚1 = en für H. 
Diese Zusatzglieder bedeuten offensichtlich eine halbmonatliche Flut. Sie 
verschwinden im Apogäum und Perigäum und haben ein Maximum bei einer 
exzentrischen Anomalie von 3 und Sm. 
Der Einfluß der Zusatzglieder auf die Hauptglieder ist nur im Maximum 
und je nach dem Werte von @ von einiger Bedeutung. Es seien nur ein paar 
Beispiele angegeben. Bei H besitzt der Klammerausdruck, gerechnet für das 
Maximum des Zusatzgliedes (die Lineargrößen in Kilometern), 
für @ = 2° den Wert (0.0497434 + 0.0030135), für g = 89° den Wert (0.00086867 -+ 0.0030135), 
für g = 45° « « (0.0351953 + 0.0080185), 
bei V unter denselben Bedingungen 
für @ = 2° den Wert (0.03314 + 0.0030), für g = 80° den Wert (— 0.086902 = 0.0030). 
Bei den Formeln für die Sonnentiden ist der Einfluß wegen der kleineren 
Exzentrizität der jährlichen Erdbahn auch relativ kleiner als bei den Mondtiden, 
Läßt man die Gleichsetzung von og mit r zu, so wird DE = 1, und die 
Gleichungen gehen in die Newtonschen über, ) 
Es wäre vergebliche Mühe, die Formeln an der Erfahrung prüfen zu wollen. 
Keine Tidentheorie vermag die Tatsachen genau darzustellen, Die Erfahrung
	        
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