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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

279 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1910. 
Jahre 1879 auf 105320000 cebm im Jahre 1909 und bei Rotterdam von 41°590 000 ebm 
auf 53'960000 cbm vermehrt hat, 
Aus den graphischen Darstellungen der Gezeitenwelle ist abzuleiten, daß 
die Flutgröße aufwärts durch das leichtere Eintreten der Flutwelle und die damit 
verbundene Senkung des Nd-Wss.-Spiegels anwachsen muß, während die Flutgröße 
am unteren Endpunkte des Tidestromes auch nach der Regulierung unverändert 
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Fig.1 
— Mittlere Gezeitenlinie 
im Jahre 1879 
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bleibt. Je gleichmäßiger aber die Profilinhalte nach oben abnehmen und je weiter 
sich die Regulierung nach oben erstreckt, desto ungehinderter muß die Flutwelle 
verlaufen und desto mehr Flutwasser wird mit dem Hinaufrücken der Flutgrenze 
im den Strom eindringen müssen. Im vorliegenden Falle hat sich die Regulierung 
oberhalb Rotterdam von großer Wichtigkeit für die Gezeitenbewegung in dem 
Neuen Wasserwege herausgestellt, weshalb die dadurch erzielte erhöhte Wirkung, 
d. i. die stärkere Tidebewegung, auch der großen Schiffahrt zugute kommt. 
Die Tabelle zeigt, daß nach der Regulierung bei Rotterdam sich das Nd-Wss, 
nur 0.09 m gesenkt und das H-Wss, um 0.06 m gehoben hat, also die Flutgröße 
von 1.27 m auf 1.42m um 0.15 m gewachsen ist. Die größte Senkung des Nd-Wss.
	        
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