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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Ann. d. Hydr. usw., XXXVIN. Jahrg. (1910), Heft VI. 
765 
Funkentelegraphische Zeitsignale. 
Bekanntmachung des Staatssekretärs des Reichs-Marine-Amts, 
Die Funkentelegraphenstation Norddeich gibt zweimal täglich Zeitsignale 
ab, und zwar im mittleren Greenwicher Mittag und in der mittleren Greenwicher 
Mitternacht oder um 1b mitteleuropäischer Zeit tags und nachts. Die Ankündigungs- 
zeichen und die Signale erfolgen in der nachstehenden Reihenfolge zu den an- 
yegebenen Zeiten: 
‚Mittlere 
Greenwicher Zeit 
[1b 53min bis 55min 
11h 57min 47sek 
1ıh 58Smin 3Ssek 
Mittlere 
Greenwicher Zeit 
11lı 58min 46sek 
47sek 
48sek 
49sek 
530sek 
56sek 
57sek 
38sek 
59sek 
11b 59min deal 
fsek 
7sek 
3sek 
sek 
‚Osek 
Zeichen 
Bedeutung 
>00 080000 0080 USW. 
HAND © CD $ CD 
a» 9 aD ans» *° un... 
as» CA an.» an=>* ans» er... 
Lange Pause 
MD © GEN © an 
Kurze Pause 
y.y.y: usw. (Nur zur Abstimmung.) 
Achtung 
kn d (Kennung von Norddeich.) 
mg z (mittlere Greenwicher Zeit,) 
Achtung 
Zeichen 
Bedeutung 
Mittlere 
Greenwicher Zeit 
Zeichen 
Bedeutung 
nl 
=== 
zn 
= 
14 
Kurze Pause 
1ıh 59min 36sek 
378ek 
38sek 
39sek 
40sek 
u 
an» 
an. 
a 
Da 
Kurze Pause 
Zeitsignale 
+ Zeitsignale 
a 
DL 
Ws 
> 
=> 
X<urze Pause 
46sek 
47sek 
18sek 
419sek 
30sek 
a 
Can. 
a-> 
Can 
ID 
Kurze Pause 
Zeitsignale 
; Zeitsignale 
>» 
— 
6sek 
578ek 
58sek 
59sek 
12b Omin (sek 
a 
Cu» 
Cu 
nn. 
a 
Kurze Pause 
Zeitsigenale 
> 
{ 
Zeitsignale 
Fr 
Lange Pause 
fsek 
A 
=-0 0 | 
Schluß. 
4 
Die Zeitsignale sind in zweimal je drei Gruppen von je 5 Sekunden Dauer an- 
geordnet, so daß jede Gruppe mit einer vollen Zehnersekunde endet, und das letzte 
Zeitsignal den Zeitpunkt 12% m, Gr. Zt. angibt. Der Beginn jedes etwa 1), 
dauernden Zeitsignals ist. der Zeitpunkt der davor stehenden vollen Sekunde. 
Die Aufnahme der Zeitsignale erfolgt zweckmäßigerweise durch das 
Navigationspersonal mit Hilfe einer Beobachtungsuhr. Chronometer dürfen wegen 
der Magnetisierungsgefahr nicht in den Funkentelegraphenraum gebracht werden. 
Die Beobachtungsuhr ist kurz vor der Aufnahme der Zeitsignale und unmittelbar 
danach mit dem zur Navigation benutzten Chronometer zu vergleichen, damit 
der Stand dieses Chronometers sicher ermittelt werden kann. Zur Rechnung, die 
nach Beispiel 1 auf Seite 334 des »Lehrbuches der Navigation«, Band II, auszu- 
führen ist, wird das Mittel beider Vergleiche benutzt. 
Zur Beobachtung der Zeitsignale begibt sich der Beobachter nach dem 
Funkentelegraphenraum und veranlaßt die Einstellung der Empfangsapparate 
auf Norddeicher Welle (2000 m). Zur genauen Abstimmung dienen die von 
11b 53w@in bis 11b 55” gegebenen Zeichen vvvv.... 
Ann. d. Hydr. usw., 1910, Heft VI.
	        
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