254 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1910.
Hauptradien in ihren Teilpunkten mit Zahlen versehen, wobei 0 das Zentrum
bedeutet. Ebenso werden die Zeiger mit Zahlen versehen, wiederum mit 0 im
Zentrum anfangend.
Es bedeutet nun das Zentrum den angenommenen Schiffsort, Die Zeiger
sind die Richtungen der Azimute, die auf dem Kompaßkreis einzustellen sind,
Die senkrecht zu den Zeigern stehenden Lineale sind die Standlinien.
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Wichtiges für Selbstverfertiger.
Zeiger und Lineal stets rechte Winkel bildend. Zeiger- und Lineal-Kanten parallel mit-
einander. Mittelpunkt (Drehpunkt der Zeiger) muß genau in der Verlängerung der inneren Zeiger-
kante liegen. Für Einstellung und Ablesung kommen nur die dem Zentrum zugewandten
Kanten der Lineale in Betracht.
Beobachtet man nun die Höhen zweier Gestirne und berechnet dieselben
für einen angenommenen Schiffsort, so hat man nur die Zeiger des Apparates
auf der Gradeinteilung des Kreises als Azimut-Richtung einzustellen und die
Lineale um die errechneten Höhenunterschiede auf den Zeigern zu verschieben.
Die Lineale, die ja auf ihrer Innenkante die Standlinien darstellen, schneiden
sich jetzt im wahren Schiffsort, Da jeder Zentimeter des Gradnetzes gleich 1 Sm
Breitenunterschied oder Abweichung ist, so sieht man mit einem Blick, um wieviel
Breitenunterschied und Abweichung der wahre Schiffsort vom angenommenen
entfernt ist.