Kleinere Mitteilungen,
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zu 2 Sm und nötigenfalls auch noch weiter nach außen. Ausgehend endigt der
Lotsendienst außerhalb der Betonnung. .
2, Zollbehandlung. Nach $8$ 7, 8 und 9 der Hafenordnung und $$ 5 und 6
der Hafenmeister-Instruktion nimmt ein Beamter, nicht der Lotse, die Schiffs-
papiere in Empfang. .
3. Klima. Anstatt »die Gesundheitsverhältnisse sind im allgemeinen nicht
ungünstig« muß es heißen: sind sehr günstig. a nF
4, Untiefen. Die Tonne bei den Triangles ist rot mit roter Stange und
aufwärts stehendem Besen. .
Rhode-Bank. Die geringste Wassertiefe auf dieser Bank ist nach der
Vermessung durch. den Schuner »Ingolf« im Jahre 1906 3.8 m. ;
Rupert Rock. Die Bake ist nicht 3.7 m, sondern 8.9 m hoch, ;
Scorpion Rock, Die Ausdehnung dieser Untiefe innerhalb der 32’ (9.75 m)-
Grenze beträgt etwa 195 m Länge.und 148 m Breite, - ;
Die geringste Wassertiefe auf ihr beträgt nach der Vermessung des »Ingolf«
im Jahre 1906 5.6 m. . .
| Die Scorpion-Tonne ist rot und weiß gestreift mit gleichartig gestreifter
Stange und kugelförmigem Toppzeichen in denselben Farben gestreift,
5. Hafenanlagen. Die neben den Kohlenwerften angegebenen Wassertiefen
beziehen sich auf die Wassertiefen unmittelbar neben den Werften, Da aber der
Grund meistens ziemlich steil abfällt, können Schiffe mit weit größerem Tief-
gange flott liegen zum Laden, Löschen oder Kohlennehmen, wenn sie abgebäumt
werden und Stellagen herrichten. Die Ostasiatische Gesellschaft hat auf diese
Art an ihrer Werft einen Dampfer mit über 31’ (9.45 m) Tiefgang 1700 t Bunker-
kohlen gegeben.
6. Handelsverkehr. Der Dampfer »Massachusetts« ist nicht das größte
Schiff, das den Hafen von St. Thomas besucht hat. Im Jahre 1898 besuchten
den Hafen die amerikanischen Dampfer »City of Paris« und »St. Louis« von
12000 t Größe und 560’ (170 m) Länge.
Ebenfalls haben mehrere Kriegsschiffe von über 11 000 t den Hafen besucht,
Die spanische Fregatte »Victoria« lief im Jahre 1869 den Hafen an, um Kohlen
zu nehmen, und verließ ihn wieder mit 32’ (9.75 m) Tiefgang. ;
7. Schiffsausrüstung. Es können direkt von der Werft 100 t Bunkerkohlen
in der Stunde geliefert werden. Der deutsche Kreuzer »Bremen« nahm im
Jahre 1906 von der Ostasiatischen Gesellschaft nicht weniger als 550 t in
fünf Stunden,
2. Die Eisverhältnisse der nordpolaren Meere im Jahre 1909.) Vom
Dänischen Meteorologischen Institut, der offiziellen Sammelstelle für die Eis-
berichte aus den arktischen Meeresgebieten, wird soeben der jährlich erscheinende
Überblick über die Verschiebungen des Eises in den nördlichen Meeren ver-
öffentlicht. Die Hauptdaten werden hier wieder wie in früheren Jahren kurz
zusammengestellt. ?) % .
Kara-See. Nachrichten über die Eisverhältnisse in diesem Gebiet. fehlen
gänzlich.
Barents-See. Die Eisverhältnisse waren hier im allgemeinen ungünstig, da
die Südgrenze des Packeises sehr südlich lag. Im August besserte sich der Zu-
stand. Mitte dieses Monats gelang es der »Belgica«, mit der Expedition des
Herzogs von Orleans an. Bord, die südlichsten Inseln von Franz-Joseph-Land
zu erreichen, jedoch lag an der Küste das Winter-Eis noch, ungebrochen. Im
Weißen Meer war bis zum ‚Juni: viel die Schiffahrt hinderndes Eis; die Schiff-
fahrt nach Archangelsk wurde erst am 28. Mai eröffnet. Die Bären-Insel war im
Mai und Juni von Eis besetzt, ;
Spitzbergen. Auch hier waren die Eisverhältnisse im ganzen ungünstig.
Das Eis erstreckte sich im Frühjahr weit nach Westen und blieb lange in den
1) Nach Isforholdene i de arktiske Have 1909. S. A. aus Danske meteorologiske Instituts
nautisk-meteorologiske Aarbog. ;
2) Vgl. hierzu die Berichte in »Ann. d. Hydr. usw.« 1904 S, 240, 1905 8. 182, 1907 S, 529.
1908 S 178. 1909 S. 182.