Pensacola.
245
sorgung.‘ Trinkwasser erhält man an den Ladebrücken aus der Wasserleitung,
auf der Reede aus einen: .Wasserleichter. Der. Preis beträgt für Trinkwasser
U, c per Gallone, für Kesselspeisewasser !/, c. Auf der Reede soll manchmal 1 c
für die Gallone gefordert werden. Nach Kapt. G. Koopmann ist jedes Schiff
gezwungen, eine bestimmte Menge Wasser zu nehmen, da die an Bord be,
schäftigten Arbeiter nur arbeiten, wenn sie Trinkwasser vom Lande bekommen
Frischer und Dauerproviant sowie sonstige Ausrüstung sind zu haben;.
Kartoffeln und Grünes sollen aber sehr teuer sein, Sandballast kann ge-
liefert werden.
Auskunft für den Schiffsverkehr. Das deutsche Konsulat befindet sich
im Blonds-Haus in der Palafox-Straße. Agenten des germanischen Lloyd und
deutscher Dampfergesellschaften sind am Orte. Der Hafenmeister hat sein
Amt an der Palafox-Brücke; Zollamt und Lotsenamt befinden sich in der
South Palafox-Straße. Ein Seemannsheim liegt in der South Baylen-Straße.,
Erkrankte Seeleute können durch Vermittlung des deutschen Konsuls Aufnahme
im Marinehospital finden; die Kosten betragen für den Mann den Tag 1 $.
Ärzte sind vorhanden; viele Schiffe nehmen für die Zeit ihres Aufenthaltes im
Hafen einen Arzt an, der von Dampfern gewöhnlich 25 $ Vergütung erhält.
Mannschaftsentweichungen kommen auf Segelschiffen häufig vor; Ersatz
dafür ist nicht immer zu haben.
Zeitball ist nicht vorhanden; man kann jedoch seine Chronometer zum
Vergleich an Land geben. Die richtige Zeit wird von der Sternwarte in
Washington auf telegraphischem. Wege übermittelt, Meteorologische und nautische
Instrumente können untersucht und verglichen werden. Seekarten und
nautische Bücher sind zu kaufen.
Port Inglis (Florida).
Nach Bericht Nr. 4599 des Kapt, F, Meyer, D. »Calabria«, vom August 1908; ergänzt aus englischen
und amerikanischen Quellen. Brit. Adm-Krt. Nr. 392, Gulf of Mexico; Nr. 1274 Tortugas Cays to
Cape San Blas: Nr. 3688 Ports on the West Coast of Florida; Plan: Approaches to Port Inglis.
Port Inglis an der Westküste Floridas ist ein aus etwa 20 Holzhäusern
bestehendes Dorf an der Mündung des Withlacoochee-Flusses. Der Hafen dient
als Verschiffungsplatz der Dunnellon Phosphat-Minen, Die geographische Lage
des Leuchtfeuers an der Nordseite der Westeinfahrt zur Fahrrinne an der Mündung
des Withlacoochee-Flusses ist 28° 59’ N-Br. und 82° 48’ W-Lg. Die Mißweisung
für das Jahr 1810 beträgt 2° O, die jährliche Anderung ist gering.
Landmarken. Die Küste zwischen Port Tampa und Port Inglis ist niedrig
und flach und’ bietet selbst keine Landmarken. Nordwärts steuernde, tiefer
gehende Schiffe bekommen bald nach dem Passieren von Anclote Keys das Land
überhaupt nicht in Sicht, da die 5.5 m (3 Fad.)-Grenze in 8 bis 18 Sm Abstand
von der Küste entlangläuft. Eine gute Landmarke bildet der Anclote Keys-
Leuchtturm, der auf dem Südende der südlichsten Insel in 28° 10’ N-Br. und
82° 51’ W-Lg. steht; eine in seiner Nähe stehende‘ hohe Baumgruppe kann schon
auf größere Entfernung gesehen werden.. Beim Weiterfahren sichtet man viel-
leicht, wenn man innerhalb der 9.1 m (5 Fad.)-Grenze entlang läuft, die rote
spitze Tonne Nr. 22, die rw. 341° (mw. NzW7/,W) 15'/, Sm vom Anclote Keys-
Leuchtturm entfernt und !/,-Sm- westlich -von- einer 2.3 m-=Stelle-liegt. Nördlich
von Port Inglis ist die Küste ebenfalls niedriges, sumpfiges Land mit Waldungen
im Hintergrunde, Auch hier sind keine Landmarken auszumachen, wenn auch
Schiffe auf 5.5 m oder mehr Wassertiefe entlanglaufend bei klarem Wetter das
Land erkennen können. Beim Näherkommen bildet die Sea Horse-Riffbake, eine
eiserne 16 m hohe dreieckige Bake mit rundem Korbtoppzeichen, eine gute Land-
marke, Dieselbe steht ungefähr 2 Sm innerhalb des Südwestendes vom Sea Horse-
Riff, das sich etwa 101/, Sm weit in südwestlicher Richtung vom Sea Horse Key