244 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1910.
bezahlen 3 e per R-T. Quarantäneunkosten: Für die Doktorvisite je nach Größe
des Schiffes 5 bis 10 $, für Ausräuchern 20 bis 60 $. Hafenmeisterabgabe 1 c
per R-T. bis zu 20 $ Höchstbetrag; Dampfer, die nur einlaufen, um zu bunkern,
bezahlen !/, 6 per R-T. Außerdem 5 $ für jede Schiffsbewegung im Hafen (Kapt.
H. Koopmann bezahlte 30 $ an den Hafenmeister, um das Schiff an und von
der Brücke zu holen). Konsulatsgebühren betrugen für den 2017 R-T. netto
großen Dampfer »Asia« 34.07 $. An Brückengeld bezahlen Dampfer 1!/, c, Segler
3/,, 6 per R-T. und Tag; ausgenommen sind Sonntage und gesetzliche Feiertage.
Der geringste Betrag ist 3 $. Laden Schiffe an den Brücken auch aus Leichtern,
so muß für diese ebenfalls Brückengeld entrichtet werden. Stauerlohn. Baum-
wolle stauen 35 c per Ballen, Harz 30 c per. Tonne, das Laden von Balken 85 bis 90 c
per Last, von Planken 70 bis 90 c per 1000 laufende Fuß. Der Preis für das
Laden von Holz hängt ganz von der Größe und Ladebequemlichkeit des einzelnen
Schiffes ab. Das Laden von Stückgütern kostet 30 c per Tonne, von Weizen in
Säcken 4!/, c per Sack; für Füllen, Nähen und Stauen der Säcke wird 11!/, ce per
Bushel bezahlt. Das Trimmen einer Kohlenladung kostet 7 bis 10 6, das der
Kohlen in den Bunkern 10 c per Tonne. Das Löschen von Kainit, Salz, Guano
oder von losem oder gesacktem Schwefelkies kostet 35 c per Tonne, das des
Ballastes 24 c per Tonne. Arbeitsleute kosten 1.50 bis 2 $ per Tag.
Die Stadt Pensacola hat etwa 22 000 Einwohner, von denen nur wenige
deutsche Reichsangehörige sind. Sie ist der größte Holzverschiffungsplatz der
Vereinigten Staaten von Nordamerika und zugleich die bequemste Kohlenstation
am Golf von Mexiko. Etwa 4 Sm südwestlich von ihr liegt die Stadt Warrington,
die als Marinestation der Vereinigten Staaten von Bedeutung ist. Die Einfahrt
zur Bucht ist stark befestigt. Vorherrschend ist Holzindustrie, Sägemühlen zum
Schneiden von Brettern und Balken für die Ausfuhr.
Handelsverkehr.
Schiffsverkehr
im Jahre 1908
Eingelaufen
Ausrelaufen
Dampfer
Zahl | RB-T.
Segler
Zahl‘ R-T.
Dampfer
Zahl | R-T.
Segler
Zahl | R-T.
. mit Ladun 42 . 76904
insgesamt {En Ballast e 90 195104
mit Ladun ‘3.307 —
davon deutsche {m Bla” 13 | 21080 ; 2461
FARO“ 9
davon frunde {RAS | 2 3 3 A
Die Einfuhr besteht hauptsächlich aus Zement, Eisenerz, Kainit usw.; die
Ausfuhr aus Holz, Tabak, Baumwolle, Kohlen, Roheisen, Terpentin, Phosphat-
stein, Baumwollsamenmehl, Mais, Weizen usw.
Dampferlinien. 1. Deutsche: Die Dampfer verschiedener Reedereien suchen
den Hafen nach Bedarf auf. 2. Fremde: Es besteht regelmäßige Dampferver-
bindung mit New-York, Liverpool, dem Kontinent und Habana. Bahnverbindung
besteht mit New-Orleans und dem Innern. Das Hinterland ist von großer Be-
deutung für Pensacola, da es einen großen Teil der Ausfuhrgüter liefert. Tele-
graphische Verbindung ist vorhanden,
Seefischerei wird von etwa 40 Segelbooten bis zu 50 R-T. Größe be-
trieben. Hauptsächlich wird der sogenannte Red Snapper gefangen, der bis nach
Chicago verschickt wird. Der jährliche Umsatz beläuft sich auf etwa !/, Mill, $,
Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen, Alabama-Kohlen, sind immer zu haben;
es sind gewöhnlich etwa 3000 t auf Lager. Die Übernahme geschieht an der
Muscogee-Brücke (Westseite), wo die Kohlen aus Eisenbahnwaggons über Schütten
nach den Bunkern hinuntergestürzt werden. Kapt. N. Elingius nahm auf diese
Weise 227 t in sechs Stunden über, Nach seinen Angaben geht aber die Über-
nahme noch schneller vor sich, wenn ein Schiff leere Bunker hat. Der Kohlen-
preis betrug im Februar 1908 3.35 $ per Tonne = 2000 Pfund. Wasserver-
1 092
88 755
no
93 579
3