Pensacola.
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abzuwarten. Die Quarantänestation befindet sich auf der Santa Rosa-Insel
südwestlich von der Sabine-Huk. Zwei Anlegebrücken sind vorhanden, an denen
auch Ballast gelöscht werden kann. Eine der Brücken ist für Schiffe bestimmt,
die aus verseuchten Häfen kommen oder ansteckende Krankheiten an Bord
haben. Den Verkehr zwischen Pensacola und den in Quarantäne liegenden
Schiffen vermittelt eine Barkasse, die auf Bestellung auch Proviant besorgt. Ein
Gesundheitspaß wird stets verlangt.
Die Zollbehandlung ist sehr gut. Falls Ladung gelöscht wird, ist ein
Beamter zugegen; die Zollabfertigung geht im allgemeinen schnell und glatt
vor sich. An Schiffspapieren werden drei Provianflisten, Mannschaftslisten
und das Ladungsmanifest verlangt.
Die Gezeiten und Gezeitenströme sind sehr unregelmäßig; sie werden stark
von der Windrichtung und Windstärke beeinflußt. In der. Regel findet nur ein
Hochwasser in 24 Stunden statt. Der größte Tidenhub, 0.5 m, tritt ein bei Neu-
und Vollmond, der geringste, 0.1 m, bei erstem und letztem Viertel, wenn der
Mond im Aquator steht; der mittlere Tidenhub beträgt 0.3 m.
Die Gezeitenströme sind sehr stark. Beim Einsteuern in den Hafen
ist deshalb große Vorsicht und genaues Innehalten der Richtkurse geboten, da
es vorkommen kann, daß die Gezeitenströme unter dem Einflusse des Windes
quer über das Fahrwasser setzen. Auf der Barre und innerhalb setzen Flut-
und Ebbstrom, soweit für die Einsteuerung die Fort Mc Ree-Richtlinie in Be-
tracht kommt, immer quer zur Kurslinie,
Auch Kapt. N. Elingius berichtet, daß zwischen den Einfahrtstonnen der
Strom meistens quer zur Fahrtrichtung läuft, je nachdem der Wind aus west-
licher oder östlicher Richtung geweht hat; mit tiefgehenden Schiffen ist deshalb
gut auf das Steuern zu achten.
Nach Kapt. G. Koopmann richtet sich der Strom stark nach den herrschenden
Winden; nach dem Abflauen eines steifen Südwindes läuft starker Rückstrom
aus der Bucht nach See.
Die Barre von Pensacola wird durch die Caucus-Untiefe, die Ostbank und
den Mittelgrund gebildet, ‚Eine geradlinige Fahrrinne von etwa 107 m Breite
ist durch die Caucus-Untiefe gebaggert worden. Schiffe mit 9.4 m Tiefgang
können unter normalen Verhältnissen dieselbe befahren. Im Winter sollen sogar
Schiffe mit 10 m Tiefgang einlaufen können, ausgenommen, wenn der Wind
mehrere Tage aus NW geweht hat. Die Fahrrinne ist an ihrer Westseite durch
schwarze stumpfe Tonnen gekennzeichnet, an der Ostseite liegen rote spitze
Tonnen.
Wind, Wetter, Klima. Im Winter hat man durchschnittlich einmal im
Monat ‚einen Norder, Dieser wird aber vor Anker liegenden Schiffen nicht ge-
fährlich; er vermindert nur den Wasserstand in der Bucht und auf der Barre,
Nach Kapt. 6. Koopmann herrschen während der Wintermonate meist östliche
und westliche Winde, die nur wenig See verursachen; nördliche und südliche
Winde mit heftigen Gewittern treten am häufigsten im Juli und August auf,
Diese erregen manchmal in der Bucht hohe See, die sich aber sehr schnell
wieder beruhigt, sobald der Wind abflaut. In den Monaten Februar und März
findet man häufig Nebel, und zwar gewöhnlich bei südlichen Winden; nördliche
Winde zerstreuen denselben.
Klima. Nach Kapt. G. Koopmann ist die Temperatur im Sommer fast
dieselbe wie in Mobile, jedoch ist die Luft hier immer viel frischer, wodurch
sich die Hitze weniger drückend fühlbar macht. Trotzdem sollen nach seinen
Angaben auch hier manchmal Fälle von Malaria-Fieber vorkommen, Nach
Konsulatsbericht soll der Gesundheitszustand in der Stadt sehr gut sein und
Fieber nur in sumpfigen Gegenden an den Flüssen herrschen.
Einsteuerung. Die Heultonne vor der Barre passiere man dicht bei,
Hierauf bringe man Cauecus Cut-Unterfeuer auf dem östlichen Ende vom Fort
Mc Ree-Wellenbrecher mit dem nordnordwestlich davon am Strande stehenden
Caucus Cut-Oberfeuer in rw. 341,5° (mw. NNW)-Peilung in Linie und steuere so
durch die Fahrrinne über die Cauecus-Untiefe bis hinauf zur schwarzen stumpfen