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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Köppen, W.: Aufstiege von Pilotballons auf deutschen Handelsschiffen usw, 211 
In der Tabelle 2 haben nur die Auswertungen bis zu 5000 m Höhe Platz 
gefunden. Für die wenigen höheren Aufstiege gibt die folgende Tabelle 3 das 
dort fehlende. 
Tabelle 3. 
Nummer 5000 m 6000 m 
f N2704 N50W 6 
{ m 
7000 m 
8000 m 
9000 m 
10 000 m 
1 
y [N67017] [S500 25] 
[S100251  — 
; NN1O6 N6505 
\ N5803 [N370 41] 
{ [N30027] [N 50W 7] 
N 20W 14] [N 45 0 6] 
N3505 S35W 8 
Still N100 3 
30 
[N650 5] |N6504] [N6702] [N %50 5] 
N350 2] [N640 5] —_ N, 
‘N 27W 19] [N 250 6] [S20W 16] [S6W 11] 
S8W 16] — —_ — 
S9010 N2202 8680 11 
39 
Bei einer Reihe von Peilungen konnte die Höhe nicht mehr mit dem 
Sextanten gemessen, sondern nur geschätzt werden. Die so gewonnenen Werte 
sind in Tabelle 2 und 3 durch eckige Klammern [ ] kenntlich gemacht. Eine 
andere Unsicherheit besteht, namentlich für die Geschwindigkeit, dort, wo die 
Bewegung des Ballons mit der Peilungsrichtung nahe zusammenfällt. Es sind 
deshalb die Geschwindigkeiten dort, wo der Winkel zwischen der ermittelten 
Ballonbahn und der Visierlinie weniger als 30° betrug, durch kursiven Druck 
kenntlich gemacht, 
Ballonörter, bei denen die Höhe des Ballons über dem Horizont nur auf 
Schätzung beruht, sind in den Figuren teils ganz fortgelassen, teils dadurch 
kenntlich gemacht, daß deren Seehöhen in Klammern gestellt sind. Auf diese 
Weise ist aus mehreren Figuren, z. B. 36 und 45, der ganze letzte Teil der Ballon- 
bahn, von der 12. oder 16. Minute an, fortgelassen worden wegen Unsicherheit; 
in die Tabellen 2 und 2a sind auch diese Werte aufgenommen, jedoch durch [ ] 
bezeichnet. Die Fig. 51 beruht von der Seehöhe von 1000 (1500) m an auf solchen 
Schätzungen; dennoch ist auch die weitere Bahn in die Figur aufgenommen, 
da sie mehr auf den Peilungen, als auf den Höhenmessungen beruht und be- 
trächtliches Interesse zeigt: Der Ballon eilte in diesem Teil seiner Bahn 27 Minuten 
lang dem Schiff voraus und kehrte dann zurück, war 38 Minuten nach dem Auf- 
lassen im Zenit und verschwand 6 Minuten später in der Sonne. Bei der großen 
Länge dieser Bahn konnte diese Figur nur im halben Maßstabe der übrigen, 
1 mm = 100 m, wiedergegeben werden, 
Behufs Untersuchung der Ergebnisse teilen wir die Aufstiege zunächst 
nach der geographischen Breite in 7 Gruppen von je 7 bis 11 Aufstiegen und 
leiten die mittlere Windgeschwindigkeit für jede der gewählten Höhenstufen ab, 
und zwar nach jeder der beiden Annahmen einzeln. Für die Höhen oberhalb 
1000 m, wo die Zahl der Aufstiege mit wachsender Höhe abnimmt, wollen wir, 
um den Einfluß der Witterungsanomalien zu verringern, nicht die einfachen 
Mittel, sondern zunächst die mittlere Abweichung vom Werte bei 1000 m be- 
stimmen, und aus dieser erst den reduzierten Mittelwert gewinnen. Die ersten 
beiden Nummern sowie die letzte lassen wir fort, da diese Aufstiege ins Gebiet 
der vorwaltend westlichen Winde fallen, und begnügen uns mit jenen zwischen 
33° N- und 33° S-Br. Der Aufstieg Nr, 6 ergab eine so große und plötzliche Zu- 
nahme der Windstärke oberhalb 1000 m, daß wir ihn, um die Mittel nicht zu 
entstellen, fortlassen, umsomehr als die Bewegung annähernd in der Richtung der 
Peilungen stattfand und ihre Geschwindigkeit daher leicht überschätzt sein kann, 
Trotz der viel geringeren Reibung, welche die Luft an der Wasserober- 
fläche, besonders bei so wenig bewegtem Meer erfährt, ergibt sich für die untersten 
500 m eine ähnliche, wenn auch nicht so große, Zunahme der Windgeschwindigkeit 
mit der Höhe, wie auf dem Lande. Die Angaben für die Meeresfläche sind 
freilich auf andere Weise ermittelt, nämlich durch Schätzung der Windstärke in 
der Beaufortskala und Umrechnung der gewonnenen Zahlen in m p. Sek. nach
	        
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