Köppen, W.: Aufstiege von Pilotballons auf deutschen Handelsschiffen usw, 211
In der Tabelle 2 haben nur die Auswertungen bis zu 5000 m Höhe Platz
gefunden. Für die wenigen höheren Aufstiege gibt die folgende Tabelle 3 das
dort fehlende.
Tabelle 3.
Nummer 5000 m 6000 m
f N2704 N50W 6
{ m
7000 m
8000 m
9000 m
10 000 m
1
y [N67017] [S500 25]
[S100251 —
; NN1O6 N6505
\ N5803 [N370 41]
{ [N30027] [N 50W 7]
N 20W 14] [N 45 0 6]
N3505 S35W 8
Still N100 3
30
[N650 5] |N6504] [N6702] [N %50 5]
N350 2] [N640 5] —_ N,
‘N 27W 19] [N 250 6] [S20W 16] [S6W 11]
S8W 16] — —_ —
S9010 N2202 8680 11
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Bei einer Reihe von Peilungen konnte die Höhe nicht mehr mit dem
Sextanten gemessen, sondern nur geschätzt werden. Die so gewonnenen Werte
sind in Tabelle 2 und 3 durch eckige Klammern [ ] kenntlich gemacht. Eine
andere Unsicherheit besteht, namentlich für die Geschwindigkeit, dort, wo die
Bewegung des Ballons mit der Peilungsrichtung nahe zusammenfällt. Es sind
deshalb die Geschwindigkeiten dort, wo der Winkel zwischen der ermittelten
Ballonbahn und der Visierlinie weniger als 30° betrug, durch kursiven Druck
kenntlich gemacht,
Ballonörter, bei denen die Höhe des Ballons über dem Horizont nur auf
Schätzung beruht, sind in den Figuren teils ganz fortgelassen, teils dadurch
kenntlich gemacht, daß deren Seehöhen in Klammern gestellt sind. Auf diese
Weise ist aus mehreren Figuren, z. B. 36 und 45, der ganze letzte Teil der Ballon-
bahn, von der 12. oder 16. Minute an, fortgelassen worden wegen Unsicherheit;
in die Tabellen 2 und 2a sind auch diese Werte aufgenommen, jedoch durch [ ]
bezeichnet. Die Fig. 51 beruht von der Seehöhe von 1000 (1500) m an auf solchen
Schätzungen; dennoch ist auch die weitere Bahn in die Figur aufgenommen,
da sie mehr auf den Peilungen, als auf den Höhenmessungen beruht und be-
trächtliches Interesse zeigt: Der Ballon eilte in diesem Teil seiner Bahn 27 Minuten
lang dem Schiff voraus und kehrte dann zurück, war 38 Minuten nach dem Auf-
lassen im Zenit und verschwand 6 Minuten später in der Sonne. Bei der großen
Länge dieser Bahn konnte diese Figur nur im halben Maßstabe der übrigen,
1 mm = 100 m, wiedergegeben werden,
Behufs Untersuchung der Ergebnisse teilen wir die Aufstiege zunächst
nach der geographischen Breite in 7 Gruppen von je 7 bis 11 Aufstiegen und
leiten die mittlere Windgeschwindigkeit für jede der gewählten Höhenstufen ab,
und zwar nach jeder der beiden Annahmen einzeln. Für die Höhen oberhalb
1000 m, wo die Zahl der Aufstiege mit wachsender Höhe abnimmt, wollen wir,
um den Einfluß der Witterungsanomalien zu verringern, nicht die einfachen
Mittel, sondern zunächst die mittlere Abweichung vom Werte bei 1000 m be-
stimmen, und aus dieser erst den reduzierten Mittelwert gewinnen. Die ersten
beiden Nummern sowie die letzte lassen wir fort, da diese Aufstiege ins Gebiet
der vorwaltend westlichen Winde fallen, und begnügen uns mit jenen zwischen
33° N- und 33° S-Br. Der Aufstieg Nr, 6 ergab eine so große und plötzliche Zu-
nahme der Windstärke oberhalb 1000 m, daß wir ihn, um die Mittel nicht zu
entstellen, fortlassen, umsomehr als die Bewegung annähernd in der Richtung der
Peilungen stattfand und ihre Geschwindigkeit daher leicht überschätzt sein kann,
Trotz der viel geringeren Reibung, welche die Luft an der Wasserober-
fläche, besonders bei so wenig bewegtem Meer erfährt, ergibt sich für die untersten
500 m eine ähnliche, wenn auch nicht so große, Zunahme der Windgeschwindigkeit
mit der Höhe, wie auf dem Lande. Die Angaben für die Meeresfläche sind
freilich auf andere Weise ermittelt, nämlich durch Schätzung der Windstärke in
der Beaufortskala und Umrechnung der gewonnenen Zahlen in m p. Sek. nach