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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

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auf 15 Faden (27 m) Tiefe etwa 3 Kblg von den kleinen Riffinseln entfernt in 
den Peilungen: Pom-Insel rw, 18°, Mock-Insel rw. 338°. 
Baluan selbst ist eine rein vulkanische Inse}-von etwa 400 Fuß (120 m) 
Höhe mit sehr breitem Strandriff. Im Nordosten, etwa !/„ Sm von ihr entfernt, 
liegt eine kleine hohe vulkanische Insel; im Osten auf dem Riff liegen einige 
kleine Sandinseln mit spärlichem Baumwuchs. Das Landen ist an der steilen Küste 
zwischen den auf dem Riff liegenden großen Basaltblöcken nur unter Leitung 
der Eingeborenen ratsam, 
Alim-Insel. Am 12, September 6b V dampften weiter und erreichten um 
10k Alim, eine niedrige Koralleninsel mit breitem Strandriff und verschiedenen 
Korallenbänken in etwa 1 bis 2 Sm Entfernung von.der Insel, Ankerplatz 
konnten an der Nordwestseite der Insel nicht finden. Landen ist zwischen den 
Riffen in einer großen Bucht jederzeit möglich. 
Beiträge zur Küstenkunde der Südsee-Inseln. 
Vom Bismarck-Archipel über Yap und Manila nach Singapore. 
D. Adm-Krt. Nr. 93, West-Karolinen; Nr. 109, Tomil-Hafen, Yap-Inseln; Brit. Adm-Krt, Nr. 781, Pacific 
Ocean, North West Sheet; Nr. 772, Islands and Reefs in the Caroline Islands, 
Am 13. September besuchten die vulkanischen Inseln Jaquinot und Wogea; 
erreichten am 14. September Berlinhafen und am 19. September die Insel Yap. 
Steuerten am 6. Oktober, nachdem die Feis-Insel von den Herren der Expedition 
untersucht war, von Yap über die Angauer-Insel (Palau-Gruppe) nach Manila, 
woselbst wir am 14. Oktober anlangten. Setzten hier zwei Herren der Expedition 
an Land. Verließen Manila am 16. Oktober und erreichten am 24, Oktober 1909 
wohlbehalten den Hafen von Singapore. 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Wind-, Wetter- und Stromverhältnisse auf der Reise von Brisbane 
nach den Korallenriffen, Cairns, Townsville und zurück nach Brisbane im 
August 1909. Bericht S. M. S. »Condor«, Kommandant Korv.-Kapt. Kranzbühler. 
Wind. Mit veränderlichem Winde wurde am 6. August 1909 die Reise be- 
gonnen. In der Nähe des Festlandes machte sich eine deutliche Land- und See- 
brise bemerkbar. Erst als sich am zweiten Tage das Schiff von der Küste mehr 
entfernte, setzte ein ständiger Wind aus nordöstlicher Richtung ein. In 15° S-Br. 
drehte dann der Wind rechts, erst auf Ost und später auf SO. Langsames 
Fallen des Barometers bei Dünung aus südöstlicher Richtung brachte bald ein 
Umschlagen des Windes mit sich, Am 14. August um 4*N wehte der reine SO- 
Passat in Stärke 4 bis 6, und damit war die Südgrenze des Passatgürtels erreicht, 
Wetter. Das Wetter war in der Nähe der Küste sehr veränderlich, meistens 
mit veränderlichen Winden aus NW bis NO in verschiedenen Stärken, die jedoch 
nicht die Stärke 6 der Beaufort-Skala überstiegen; in den übrigen Teilen wurde 
überwiegend gutes Wetter mit wolkenlosem Himmel angetroffen, 
Strom. Von Brisbane bis Kap Sandy wurde kein Strom vorgefunden, und 
von hier bis zum Swain-Riff machte sich der Gezeitenstrom deutlich bemerkbar. 
Vom Swain-Riff bis Saumarez-Riff konnte der Strom nicht bestimmt werden, Es 
konnte jedoch bei diesem Riff durch häufige Peilungen der Schiffsort bestimmt 
und hierdurch der Strom, der eine westliche Richtung hatte, errechnet werden. 
Zwischen dem Frederick- und dem Melis-Riff wurde der Schiffsort häufig durch 
astronomische Beobachtungen bestimmt und hieraus der Strom abgeleitet, der in 
der südlicheren Hälfte rw. S 1Sm in der Stunde setzte und nach Norden hin 
allmählich eine südwestliche Richtung einnahm. Vom Melis-Riff nach den 
Magdaleine-Cays und weiter nach dem Willis- und dem Osprey-Riff bis Kap 
Grafton wurde ein stetiger SW-Strom bis zu 1 Sm in der Stunde ermittelt. Auf 
dem letzten Ende der Reise wurde dann zwischen dem Flinders- und dem Swain- 
Riff ein südwestlicher Strom wahrgenommen, der nach dem Swain-Riff hin an 
QAtärke zunahm und an der Ostseite dieses Riffes in einen reinen Oststrom überging.
	        
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