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Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen, Alabama-Kohlen von guter Qualität
sind immer in größeren Mengen vorhanden und auf direkte Bestellung zu jeder
Zeit zu haben. Kohlenübernahme, Schiffe, deren Bunkerluken nicht höher
als 9.1 m (30) über Wasser liegen, können an den Landungsbrücken unter
Schütten bunkern; größere Schiffe nehmen die Kohlen auf dem Strom aus Leichtern,
Der Preis der Kohlen betrug im Jahre 1908, wenn an den Landungsbrücken
eingenommen, 3.07 $, wenn auf dem Strom, 3.50 $ per 1000 kg. Frischer und
Dauerproviant, sowie andere Ausrüstung sind zu jeder Zeit zu Marktpreisen
zu erhalten; frisches Gemüse ist aber sehr teuer, Wasserversorgung. Gutes
Trinkwasser kann man an den Landungsbrücken aus der Wasserleitung ent-
nehmen, es kostet !/, ce per Gallone; auf dem Strom liefert ein Wasserboot das
Wasser zum Preise von !/„ c per Gallone. Das Flußwasser ist nur zum Waschen
zu gebrauchen, Ballast wird nie eingenommen, da einkommende Segler mit
Ladung wieder auslaufen; es könnte jedoch Sandballast geliefert werden,
Auskunft für den Schiffsverkehr. Das Deutsche Konsulat befindet sich -in
der St. Michael-Straße Nr. 63. Agenten. des Bureau Veritas und von. Lloyds
sind am Orte; Kapt. G. Koopmann hatte die Herren Elder Dempster & Co.,
Kapt. J. Bockholt Herrn L. Donald als Agenten. Hafen-, Hafenpolizei-,
Lotsen- und Zollamt befinden sich in der Royal-Straße. Ärzte sind vorhanden,
Viele Schiffe nehmen einen Arzt an für .die Zeit ihres Aufenthaltes, wofür ge-
wöhnlich 25 bis 30 $ zu vergüten sind, Das Marine-Hospital nimmt gegen
Vergütung von 1.07 $ per Tag erkrankte Seeleute auf. Ein Seemannsheim ist
in der Church-Straße. Mannschaftsentweichungen von deutschen Schiffen
kamen im Jahre 1907 19 vor. Matrosen und Heizer sind anzuheuern; die Heuer
schwankt zwischen 80 und 140 / per Monat, je nach Nachfrage und Angebot.
Zeitball ist nicht am Orte. Seekarten und nautische Bücher sind zu
haben, aber nach Kapt. J. Bockholt nur für die amerikanische Küste, Karten
für andere Länder müssen von Washington oder New York beordert werden,
Beiträge zur Küstenkunde der Südsee-Inseln.
Zweiter Bericht des Kapt, O. Stolberg über die Expeditionsreise des Norddeutschen Lloyd-Dampfers
„Natuna« in der Südsee im Jahre 1909, Brit. Adm-Krt. Nr. 780, Pacifie Ocean, South West Sheet.
Bismarck - Archipel.
D, Adm-Krt. Nr. 100, Kaiser Wilhelms-Land, Bismarck-Archipel und Salomon-Inseln.
Bertrand- und Guilbert-Insel.
Am Morgen des 16. April erreichten die Bertrand-Insel und fanden durch
häufiges Loten im Südosten der Insel Ankergrund mit 17 Faden (31 m) Tiefe.
Ankerten in den Peilungen: Ostecke der Insel rw. 104°, Südwestecke der Insel
rw. 219°. Zwei Inseln liegen hier dicht zusammen, die Bertrand- und die Guilbert-
Insel, beide durch ein Korallenriff verbunden, Beide sind gehobene Korallen-
inseln, dicht bewaldet, stark bevölkert und ziemlich niedrig. Die höchste Erhebung
von etwa 150 Fuß (45 m) befindet sich an der Südecke der Bertrand-Insel.. Der
Strand ist Sandstrand mit vorgelagertem schmalen Strandriff, so daß man an der
Leeseite der Insel jederzeit landen kann. Im Südosten sind beiden Inseln ver-
schiedene Korallenstellen vorgelagert, die aber bei günstiger Beleuchtung gut
zu sehen sind,
Schouten-Inseln.
D. Adm-Krt. Nr. 410, Einzelne Schouten-Inseln, Plan: Keule,
Um 2b 20win N am 17. April erreichten Keule, eine gehobene Korallen-
insel derselben Art, wie die vorherbeschriebene Bertrand-Insel. Der einzige
Ankerplatz befindet sich an ihrer Südseite, woselbst ein Korallenriff vorgelagert
ist. Die schmale Einfahrt in ein kleines Becken, gebildet von der Insel und dem
vorgelagerten Riff befindet sich an der Südwestseite der Insel, »Natuna« ankerte
in diesem Becken auf 25 Faden (45 m) Tiefe und hatte gerade Platz genug, um