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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

7. Kobbe: Über astronomische Ortsbestimmung im Luftschiff, 
| * 
A—O—v gg, = a; tg 2 c08 @ IK Pı = 7,5 
utgz= »; und „+ = 2; 
so kommt 
alich g-— atgz-+ ng; 
also endlich: atgz 
o(l—n) — atgzZ; = 1‘ 
v, ist positiv, wenn 1 östlich von O liegt, negativ, wenn 1 westlich von O; 
die Vorzeichen von 7, und 7% folgen aus den Formeln und aus der angegebenen 
Zeichenregel für 4. 
Die Entfernung o kann nun von 1 aus auf der Standlinie S(—) S (+) ab- 
getragen und damit der wahre Beobachtungsort 2 gefunden werden, das ist der 
Schnittpunkt der Höhenstandlinie S(—) S (+ mit dem größten Kreise MQ, der 
in 2-die Richtung des von der Mißweisung befreiten gemessenen Azimuts hat, 
Das Abtragen geschieht auf dem positiven Ast der Standlinie, wenn o0>—0; auf 
dem negativen Ast, wenn o<0., 
Es erübrigt noch die Formeln zur Berechnung von &® und z zu ‚wählen, 
Neben den Napierschen Analogien kommt hier die in der nachfolgenden Zu- 
sammenstellung aufgeführte Formelgruppe in Betracht. Ich gebe dieser den 
Vorzug, weil die ersteren an zwei Stellen eine oft unbequeme Einschaltung nötig 
machen. Die gewählte Formelgruppe nutzt die Stellenzahl der Logarithmen in 
vollkommenster Weise aus, einer Einschaltung bedarf es nicht, vorausgesetzt, daß 
das Intervall der Logarithmentafel nicht größer ist, als die im Endergebnis zu 
fordernde Genauigkeit und die Stellenzahl dieser Genauigkeit entspricht. 
Setzt man: 
Zusammenstellung der Formeln (siehe Fig. 2, Taf, 24). 
Ko 10, tgn =— tgt.cosd; wenn logtg 4 <0O; 
tg” == cotg $-sin t-sin #; « logtg#>0; 
_ 8%. wvı- BO—O), x 2 
WO = a wg) tg = a} logtg wa <0; 
„— ten . 
= sp) ein @’ | 
Probe: sin” = cos d-sint; sinz = 7, 
Sin @ 
Zeichenregeln. 
Nördliche @ und ö Südliche und 6 
Östliche A | + ; Westliche 4 | — 
Westliche t Östliche t 
$ hat gleiches Vorzeichen mit d und liegt mit t im gleichen Quadranten, 
&@ wird von der Nordrichtung ab nach rechts von 0° bis 360° gezählt; 
es ist w< 180° wenn t<0; w)>180° wenn t > 0; wenn 4 < @ so liegt w im 
2. oder 3. Quadranten, 
a= A—w—T, tg; [tg (9 — g) = tg. z- 008 @] 
„= Mg — gg) gg ” = UetgZ; 
n = » +» o= A182 
Für die Anwendbarkeit der Ortsbestimmung unter Zuhilfenahme des 
Sonnen-Azimuts ist wesentlich die Zahl n entscheidend; denn sehen wir einen 
Augenblick die Mißweisung als unveränderlich an, also u = 0, setzen ‘wir pı = @ 
und wählen t = 90°, so ergibt sich & = 90°; tg (— gg) = cotg p; % = 0 und 
n = 1, also o = co; d. h. für Stundenwinkel nahe bei 90° ist das Azimut nicht 
brauchbar. Natürlich kann das u-Glied eine wesentliche Verschiebung herbei- 
führen. (Vgl. »Einheitliche Methoden für die astronomische Ortsbestimmung im 
Ballon.« Von Dr. E. Kohlschütter, Annalen der Hydrographie usw. Jg. 1909, 
S. 457, Tabellen). — Aber auch schon wenn n > 0 wird, ist die Ortsbestimmung 
mit Hilfe des Azimuts unsicher. Dies kann in Deutschland vorkommen, wenn
	        
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