Die Witterung an der deutschen Küste im Januar 1910, ;
143
Niederschlag, mm
Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit !)
Stat,
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Mittel| Abw.| Starm-|
Bork.
(Vilh.
Keit. |
Ham.
Kiel | 58' 43/1014 51
Wus, } 15' 31] 46-17
Swin, | 26] 26j 4914 37
Rüg. |19| 6/ 25/-— 12. 6
Neuf, 7| 12) 19— 11 5
Mem. | 11! 24 35 0 ®
76 1411-98
34/ 90452
20) 67424
98! 7922
27
22
10
11
C 16
C 20 | 5.6 1—0.4
CO 14 | 5.7 | 40.9}
Öl C 17 | 631408
25 ‚00 17 | 6.2 10.4
17 0) 0 19 | 5.5 05
18 01.0 18 | 43/—05
14.|14 10,1, 0,0 0) 2{16] 62| — | 25
26. |13| 6| 0| 0|0 0| 116 54| — | 22
14. 1293‘11'- 0olol 0! 11201 621 — 12
FF
16.5
12,5
12
1°
28.
9.10. 17.29. 31.
9. 10, 11. 12. 14. 28.
29. 30. 31
11. 16. 28. 30.
6 11.12.29.30.31.
29.
12,
‚3. 4.5. 12.
4.5. 10. 12. 13.
*. 15. 26. 31.
12
12
10.5
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
Mittl. Wind-
stärke (Beaufort)
Stat.
>
3981. 8198.15 E15)- [EEE sim
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Bork.
Wilh.
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Ham.
Kiel
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3.6 36 3.1
3.5 | 3.7 3.4
3.5 ; 4.1 |] 4.1.
3,7 | 3.8 | 3.70
3.01 28 , 1.9
40 38.9 | 3.8
23 37'36
A
5
N
—.
*
9 28 3,9
3.7, 35] 31
| Ai 41137
Der Monat Januar zeichnete sich durch eine ungewöhnlich unruhige und
milde Witterung aus. Entsprechend der mit Ausnahme nur weniger Tage zu
Beginn des Monats anhaltenden zyklonalen Wetterlage war der Barometerstand
im Monatsmittel weit zu tief; er blieb durchschnittlich um etwa 7 mm hinter dem
normalen Luftdruck im Monat Januar zurück, Dabei waren die Lufttemperaturen
mit Ausnahme einer Periode leichten Frostes in der dritten Dekade meist sehr
hoch; im Mittel übertrafen sie den Normalwert um etwa 3 Grad, Die tiefste
Temperatur während des Monats hatte Neufahrwasser mit 11.1 Grad unter Null
am 27. Der Wetterlage entsprechend waren die Bewölkung und besonders die
Niederschlagsmengen größer als zu erwarten gewesen wäre. Nur der östliche
Teil der Ostseeküste hatte teilweise zu wenig Niederschläge. Obgleich sehr
häufig stürmische Winde auftraten, entsprach die durchschnittlich gemessene
Windgeschwindigkeit- nahezu den Normalbeträgen, Die Winde wehten ganz über-
wiegend aus dem Südwestquadranten, Die stürmischen Winde traten im äußersten
Osten der Ostseeküste vom 3. bis 5. und 15., an der ganzen Küste vom 9. bis 14.
in größerer Ausbreitung sowie am 24, 25. und 28. bis 31., an der Nordseeküste
auch noch vom 16. bis 18, auf. Sie wehten aus dem Südwestquadranten mit Aus-
nahme zweier Perioden am 24. und 25, sowie am 28,, wo Südoststurm herrschte,
und des 3. bis 5., wo sie aus nordwestlichen Richtungen wehten. Heitere Tage
stellten sich nur vereinzelt und nur an einzelnen Stellen des Küstengebiets ein;
am 4. Januar trat das trockene heitere Wetter in größerer Verbreitung auf,
Tage mit Nebel fanden sich fast nur in den ersten Monatsdekaden, vereinzelt
auch noch in der dritten. Gewitter wurden stellenweise am 18., 19. und 20.
beobachtet.
Frklärung siehe »Ann. d. Hydr. usw.« 1905. S.