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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1910.
Es ist sin y = h eine Konstante der Konstruktion, x die einzige Ver-
änderliche, r
Man findet aus Dreieck RHL:
cos 2 1 = — 608 y COS u und cos = tgy-cot2 2
ferner aus Dreieck ASH:
— 008 # = cot (90 — y + a)tg A und cos 8 — cos A + sin
Eliminiert man die Hilfsgrößen # und 4, so wird
siny — sin
(Uigea 657 Ferm und (2) cos # = FE
Rechnet man mit Mißweisungen bis zu 33° und Deviationen bis zu 7°, so
variiert # zwischen 0 und 40°, Da hierbei cos % nur von 1 bis 0.766 schwankt,
folgt nach Gleichung (1), daß der Winkel x nur sehr wenig veränderlich aus-
fällt. Für y = 45° beispielsweise wird für u =— 0 « = 225°, für u = 40°
& — 25.5°. Man kann deshalb in der Konstruktion auf die Veränderlichkeit von
@& verzichten und für die Gerade AM (Figur) einen festen zylindrischen nach
der Rosenmitte weisenden Dorn vorsehen, um den sich das Spiegelchen X drehen
Jäßt. Aus der Gleichung (2) erhellt, daß, da der Nenner nahezu konstant bleibt,
(90 — 8) nahezu proportional zu w ist.
Visier linie
A
Ir
{2
Rosenebene
Ausführung. In vorstehender Ableitung ist vernachlässigt, daß das Licht auf
dem Wege RIV zwischen R und I beim Übergang aus der Kompaßflüssigkeit durch
Glas in Luft gebrochen wird. Immerhin konnte die Theorie als Anhalt für die
Konstruktion eines solchen Rechtweiserprismas dienen, das nach den Angaben
des Verfassers die Firma C. Bamberg in Friedenau ausgeführt hat. Es ist da-
bei Wert darauf gelegt worden, daß das Peildiopter in seiner gebräuchlichen
Verwendung zu Kompaßpeilungen uneingeschränkt, wie bisher, benutzbar bleibt.
Das Rechtweiserprisma ist sehr klein, stört den Überblick über die Rose nicht
und hat nur geringfügige Veränderungen am Peildioptergestell erfordert.
Die Grundschienen sind etwas ausgebogen worden, damit sie nicht in den
Lichtweg von der Rose zum Prisma treten, und die Erweiterung im Oku-
lardiopterspalt ist um 2 mm verlängert worden, um einen besseren Durch-
blick nach dem Rechtweiserprisma zu ermöglichen. Damit die Ablesungen im Okular-
prisma (Kompaßpeilungen) und im Rechtweiserprisma (rechtweisende Peilungen)
nicht verwechselt werden können, ist letzteres aus gelbem Glas hergestellt.
Man sieht also beide Rosenteilungen in verschiedener Farbe; außerdem ist das
Gesichtsfeld des Okularprismas wesentlich größer als das des neuen Prismas.
Die Visur über dem Okularprisma weg nach dem Objekt wird durch das unter
dieser Linie gelegene Rechtweiserprisma gar nicht behelligt; will man in diesem
ablesen, so ist das Auge etwas zu heben und dem Diopterschlitz zu nähern.
Das Rechtweiserprisma wird an seinem Dorn mit einem Schräubechen in der
richtigen Lage festgeklemmt; diese wird am genauesten praktisch gefunden, in-
dem man das Prisma einmal so einstellt. daß sich die Ablesung im Rechtweiser-