Kohlschütter, E.: Betrachtungen über Höhenstandlinien im allgemeinen und ihre Anwendung usw. 83
Daraus folgt durch Subtraktion
—in kt 37 cost T bt an Ar = AR Az Az TE Az, Zn
Solange die begrenzte Standlinie klein ist, sind !/, (t, —t) und !/, (Az, — Az)
ebenfalls kleine Größen, deren Quadrate vernachlässigt werden können, so daß
un — (tr — t) = (Azr — A7)- Er
wird. Ferner ist ; Azr = Pl1+4+- 4Pl— dr
Az = Pl—d
Ar — Az = AP F(d—d7).
Die Einsetzung in (11) und. (10) ergibt
. cos p-cosh cos gg -cosh
a8) PPrs 111.12.AP1. ZA UL (ddr) FE
Aus (9) ergibt sich aber
desdr == P Pr + cos (1— Az)
Wr zz Te —— "
Wird dies in (13) eingesetzt, so findet man
111.12.e-4 Pl-cosgp-cosh
P Pr == 1 St = — Ar Br OALr COS COS
e-cost-cosö— 111.12. cos (1— Az)-cos + cos h
— e.4API
0.0090 € - tg h — 0.0090 e - tg + cos Az — cos (i — Az)”
Da der Peilungsfehler nahezu mit der Sekante der Höhe wächst, so kann
unter Einführung des Peilungsfehlers im Horizont (4 Pl) statt dessen geschrieben
werden 414) 1, St = 7 e-4Pl,-sech
* 0.0090€ - tg h — 0.0090e - tg g + cos Az — cos (i— Az)
Aus dieser Gleichung könnte in den einzelnen vorkommenden Fällen die
halbe Länge der begrenzten Standlinie berechnet werden, sobald e und i aus
der Isogonenkarte entnommen sind. Da dies aber unbequem und auch wenig
genau ist,!) so dürfte die Anwendung der Gleichungen (19) bis (23) und besonders
(21a) meines ersten Aufsatzes vorzuziehen sein. Dagegen ist (14) zur Ableitung
der gesuchten mittleren Werte der halben Länge der begrenzten Standlinie geeignet.
Aus dem Anblick der Isogonenkarte, Karte II im oben angeführten
Marcuseschen Werke, ergibt sich, daß für einen großen Teil von Deutschland
der Winkel zwischen Meridian und Isogonen in erster Annäherung einen
mittleren Wert von 180° hat. Indem wir dementsprechend in Gleichung (14)
i = 180° setzen, machen wir eine zweite vereinfachende Annahme‘ über den
Lauf der Isogonen., Die Gleichung geht dadurch über in
(15) = — An
0.0090 tg I — (0.0090 tg g — —) + cos Az
Zur Berechnung des Faktors von cos Az wurden die Längen der Schnitt-
punkte der äußersten Isogonen (mit Ausnahme OÖstpreußens) mit vier Breiten-
parallelen aus Karte IT des Marcuseschen Werkes entnammen und gefunden
Breitennarallel
Isoyonen ]
11.59
Q.0
(2,5
12,5
35
2
A5
Länge des Schnittpunktes der
Isogzonen mit dem Breitenparallel
79 44
33
6 22
17 28
6 29
18 7
T
L9
3
aß
2 Will man e und i genau haben, so muß man sie aus den Gleichungen
2% 111.12
e.sini=
Cp
. 111.12 . cos @
AsCOsi=— 1 ULF
nr (Fortsetzung der Fußnote S. 84.)