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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 38 (1910)

Kohlschütter, E.: Betrachtungen über Höhenstandlinien im allgemeinen und ihre Anwendung usw. 81 
Kontrolle. 6. und 7. Schieberstellung. (Die Azimute sind nur zum Zweck dieser 
Kontrolle. berechnet worden.) Die Kontrollen stimmen hinreichend. 
Einschaltung mit F!) 
F=- (9, — 1) + (Az — Ay) — (4, — 241) + (92 — Pı) 
(49 — Ay) + (2 — O1) — (Do — Dry) + (Az — Ar) 
(Dı—pı) = +18°; (A — A) = 1.990; Produkt = + 3.40 
(A4r— A) = +48 ; (@—yı) = —1.6 ; Produkt = — 7,55 
Zähler = +10.95 
Produkt = -+ 8.10 
Produkt = — 5.32 
Nenner = 413.42 
Einschaltung mit f!) 
f=— (B, — 1) (42 — A) — (4, — 21) (9, — Dy) 
(4, — A) + (9 — 1) — (By — DJ) + (Az — Ay) 
(Sr —yı) = +18°; (A— A) = —5.1°; Produkt = — 8.98 
(Ar—2)= 448! (9,— 0) = —28 : Produkt = —13.45 
Zähler = + 4.47 
Der Nenner ist derselbe wie für F, also 
Nenner = + 13.42. 
8. Schieberstellung: 
Mi A— dA = Fe 5.1) = —4.15°; A = 12.559 
MI - 
d— D, = 6-28) = ._23 : ® = 527 
+ 4.47 | a 
; Ta 19 = -+0.69°; 2 = 125° 
} e—0 BL = —05 ; Oo — 52.7 
A und 4 sowie ® und @ stimmen genügend überein, so daß Kontrolle 
stimmt. Der wahrscheinliche Ballonort ist daher 
= 52.79 2 = 12,50. 
Rechnet man nach dem Formelsystem (8)°) meines ersten Aufsatzes, So 
Äindet man 
„= 520 52 A = 120 18, 
Die Fehler der Stabrechnung betragen somit 
Ap= +10 Ali=— 12 
A Entfernung = V(4g)-+(441 .cosgp)? = 12 = 23 km, 
Die Teilfehler betragen: 
A®, = + 0.059 Agı = +0.1° 
49, = +03 ip = 401 
44, = — 0.1 Ad = —01 
44, = 00 Al = —01 
Die Ungenauigkeit im Ort rührt hauptsächlich von 4%, = + 0.8° her. 
Ein so großer Fehler wird sich bei Benutzung genau geteilter Stäbe aber sicher 
vermeiden lassen, so daß die Marcusesche Forderung einer Genauigkeit von 10’ 
bei Benutzung des Stabes im allgemeinen erfüllt sein dürfte. Andererseits liegen 
die Verhältnisse bei diesem Beispiel insofern günstig, als die beiden Standlinien 
sich unter nahezu einem rechten Winkel schneiden. Wenn dies nicht der Fall 
ist, können die möglichen Fehler noch weiter anwachsen, doch ist das eine 
in der Natur der Sache liegende Fehlerquelle, die nicht dem Stab zur Last fällt. 
Die Berechnung des Ortes nach dem strengen Börgenschen Formelsystem 
für das Zweihöhenproblem (mit Merkatorfunktionen) ergab den Ort 
= 52° 5% A = 12° 17, . 
1) Vgl. meinen ersten Aufsatz: »Ann. d. Hydr. usw.« Bd. 37; S. 458. MFormelsystem (24). 
Oktober 1909. ; 
3a. a. 0. S. 453. 
Ann. d. Hydr. usw... 1910. Heft IT. 
Mit .i
	        
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