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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1910.
lautet, wenn v, die vergrößerten Breiten bezeichnet. Beschränkt man sich auf
kleine Entfernungen, so kann statt dessen unter Vernachlässigung quadratischer
und höherer Glieder von (g — g,) und (g, — g,) geschrieben werden
(P—Pı) SEC PL __ (Pa — Pı)+3CC Yı
RL
oder
PA _ RZ
VE a
Da dies dieselbe Gleichung wie (5) ist, so ist die zur Bestimmung des wahr-
scheinlichen Ballonortes benutzte Standlinie in erster Annäherung die durch B,
und B, bestimmte Loxodrome,
Will man statt der von mir vorgeschlagenen Sehnenmethode die Tangenten-
methode zur Bestimmung der Standlinie anwenden, so genügt es nicht, den Be-
stimmungspunkt und das Azimut zu ermitteln, wie auf See, sondern man muß
noch die Differentialquotienten U 3 und 2 berechnen.
Es ist aber
SPl_ 04% , 3Mw
dp 5 de TS
d Pl dAz 3 Mw
54 5 5A 52
_ dAz | dMw
de dd
a2 _ dt,
de do )
Mw Mw . . . .
Setzt man OS = cc, und SE = C,, So gehen die Gleichungen über in
{A —secg-ctgt--e
dp Pe ABl Ce
3 Pl
si = tg Az-etgt + c,ı
di
Tg = — Sec. Ctg Az.
Die Nenner der rechten Seiten der Gleichungen (2) lauten infolgedessen
Pl , dPld2
Shan Ze — — Tec wette — Ci + ‚ct Az
To + 5% dp Zsecg-etgt + er — Cı -seC g City Az
aPl , Pl dp _ 9 EL et Ay
5x + Sp dA = + 2tgAz.ctgt +cı —Cy -C0s fx Az;
und die Berechnung des wahrscheinlichen Ballonorts kann mittels eines der beiden
folgenden Gleichungssysteme erfolgen
f DD DM — ML a
PT Le sec gp-otg An-— 2 sec gp-.etgt
AZ (p— gı) 00 rote Az
P— Pl,
A Sm A zz — Ce
a al .cty
Sp At +2 tg Az-ctgt
Le AA)
PU 7 -etg Az
Bei der praktischen Anwendung der Methode zur Ortsbestimmung im Ballon
müssen c, und ec, aus der Isogonenkarte entnommen werden. Die Größen
secg-ctg Az, sec -ctgt und tg Az. etgt sind in den a-, b-, c-Tafeln enthalten,
und zwar die ersten beiden in der c-Tafel, die dritte in der a-Tafel.
Trotzdem also die Berechnung dieser drei Größen wegfällt, halte ich die
Ermittlung des wahrscheinlichen Ballonortes nach der Sehnenmethode, also die
Berechnung zweier Bestimmungspunkte und Einschaltung nach den Gleichungen (4).
1) Abweichend von meinem ersten Aufsatz sind hier östliche Längen positiv gezählt, weil dies
für Deutschland beauemer ist.