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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

Arnalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1900 
strom«, Die Neigung wächst, bis der stationäre Bewegungszustand erreicht ist, 
und die Bedingung hierfür wird durch die Gleichung 
78 
(xa = 
ausgedrückt, wo iy den imaginären Teil von s bedeutet. 
jür den Druckgradienten: 
Hieraus ergibt sich 
dp_ _Loy]l/e9s04 
ze = 33ER 
(e) 
Die Gleichungen {a}, (b), (ce) genügen, um den ganzen Bewegungszustand 
in seiner Abhängigkeit vom Winddrucke X zu bestimmen; und zwar läßt sich 
dies ebenso leicht ausführen, wenn der Wind oder der von demselben ausgeübte 
Tangentialdruck irgendwelchen Winkel mit der Längsrichtung des Stromgebietes 
bildet, als in dem von Herrn Schiötz behandelten Falle, wo der Wind mit der 
Längsrichtung des Stromgebietes gleichgerichtet ist. Man wird sich leicht davon 
überzeugen, daß die in dieser Weise abgeleiteten Bewegungszustände mit den- 
jenigen identisch sind, die von mir gefunden und beschrieben worden sind!) 
Sie sind zwar in den genannten Abhandlungen nicht in vollständig analytischer 
Form gegeben, sondern durch geometrische Kombination eines reinen Triftstromes 
und eines Staustromes dargestellt, was mir zweckmäßiger schien, - 
In dem Falle z. B., daß der Tangentialdruck des Windes mit der x-Achse 
yleichgerichtet ist — welcher Fall mit dem von Herrn Schiötz betrachteten, 
praktisch genommen, identisch ist —, bekommt man für die Komponenten u und v 
der Stromgeschwindigkeit: 
—n% 
: — um 
3 Sl e "008,6 7} + Ver sin (43° — gi 
=1% 
— fi X . . 
F = ee übe Sin ge Hr eos (db — A, 
wo zZ == ]—z, und Pe den Wert Gl. (c) hat. 
Hier entspricht das erste Glied der rechten Seite dem Staustrome, während 
das zweite Glied dem reinen Triftstrome entspricht. Die so gefundene Bewegung 
ist dieselbe, die durch Fig, 13”) in »Beiträge usw.« veranschaulicht worden ist. 
Sie wurde zwar von mir eigentlich unter der Voraussetzung abgeleitet, daß der 
Wind außerhalb einer geraden Küste weht, Ich habe aber gleichzeitig hervor- 
yehoben, daß dasselbe Resultat in dem Falle gilt, wo ein streifenförmiges Wind- 
yebiet sich quer über das Meer erstreckt, und ich habe auch davon Anwendungen 
gemacht (>Beiträge usw.« Fig. 20—21).*) 
Durch Berichtigung der Fehler, die in der Schiötzschen Abhandlung nach- 
vewiesen worden sind, gelangt man mithin gerade zu den Resultaten, die ich in 
den kritisierten Abhandlungen abgeleitet habe, und Herr Schiötz hat also in 
keiner Weise meine Theorie widerlegt. 
Ich gestatte mir, nachfolgend einige Hauptpunkte dieser Theorie zusammen- 
zufassen, damit eine Vergleichung mit der von den Herren Mohn und Schiötz 
rertretenen Auffassung erleichtert werde. Ich kann mich dabei auf den Fall 
aomogenen. Wassers beschränken und verweise für den anderen Fall sowie im 
allgemeinen was Einzelheiten betrifft, auf meine vorigen Abhandlungen, 
Wenn das Wasser nur vom Winde und von den durch die Erdrotation 
bedinzten Ablenkungskräften beeinflußt wird. so entsteht ein »reiner Triftstrome, 
il = 
1) »On the Influence ete.«, p. 30—31, PL. I Fig. 1—16; Ark, £ Math., Astr. och Freik, Bd, 2 
1005, —— Beiträge zur Theorie der Mecresströmungene, Abschnitt IV, Problem a mit Fig. 13—16. 
Ann, d. Hrdr. usw. 1906, 
2) Ann, d. Hrdr. usw. 1906 5. 530. 
Ya, a, 0. SS, 53 u, 535
	        
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