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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

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Annalen der Hrdrographie und Marltimen Meteorologie, Februar 1900. 
Zur Zeit, wo das Auftreten des kalten Tiefwassers seinen Höhepunkt er- 
reicht, kommen also 41% aller Winde aus N und XNW; das plötzliche Drehen 
des Windes nach Wim Oktober fällt zusammen mit einem ebenso plötzlichen 
Nachlassen der Auftriebserscheinungen (S. 64), Daß der NW-Wind kaltes Wasser 
emporreißt auch an nordsüdlich verlaufenden Küsten, bezeugt u, a. das Journal 
von S. M.S, »Falke«, Kmdt. v, Ammon, in Mazatlan. 
Date 1905 Tagesmittel @ €. Wind 
Fa 1. 227 NXO LU 
„& 19.21 NNW 1—4) 
x 19,441 NW3— 
„h 8 SW23 
% Das Auftriebwasser fritt nicht mehr im Herbst und Winter 
zuf, obwohl (S, 65) ablandige SO-Winde nicht zu den Seltenheiten gehören; 
nach der Ekmanschen Theorie fließt das Wasser dann parallel zur Küste nach 
Norden. Auch im Golf von Kalifornien setzte bei SO-Wind der Strom oft nördlich, 
bei NW-Wind südlich. 
3, Der Tiefenstrom ist nach der Ekmanschen Theorie yon der küsten- 
parallelen Windkomponente abhängig; er verschwindet sogar, wenn der Wind 
senkrecht zur Küste weht). In Übereinstimmung hiermit reicht das kalte Wasser 
an der nordwestafirikanischen Küste, wo namentlich die zur Küste senkrechte 
Windkomponente in Frage kommt“), nur bis in etwa 300 m Tiefe?) ; in unseren: 
Gebiet wirkt nur die küstenparallele Komponente, und das kalte Tiefenwasser tritt 
noch in Tiefen zwischen 580 und 730 m auf *). 
Man könnte glauben, daß die Erdrotation, welche in den Auftriebs- 
erscheinungen eine so wichtige Rolle spielt, auch eine Erklärung für die mord- 
westlichen Strömungen in der Gegend von » Fleuriegus Wirbel« bietet, Doch zeigt 
eine einfache Überlegung, daß es sich jedenfalls nicht um den »Träghkeitskreis« 
handeln. kann, den ein in Bewegung begriffenes Wasserteilchen bei Windstille 
infolge der Erdrotation. zurücklegt, Der Radius dieses Kreises ist nach den Ge- 
setzen der Zentralbewegung 
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A 
wenn v7 die Geschwindigkeit des Teilchens, &@ die Winkelgeschwindigkeit der 
Erde = 0.0000729 sec-1 und #ı die geographische Breite ist, Da (S, 38) der 
NW-Strom die mittlere Geschwindigkeit von 18 Sm im Etmal hat, 80 ist 
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Yy «704 Zu 
and da @ > 25° Ist, wird sin # 7 0.42, also 
04 
FL 
Y =7 6600 m 
der »Fleurieusche Wirbel« hat aber sicher einen Durchmesser von. mehr als 
14 km, Die NW-Strömung muß daher entweder als Ersatzströmung oder als 
Temperatur- oder Dichtestrom ancvesehen werden. 
 Ekman in Ann. d. Hrdr. u. Mar. Met, 1906, 8, 380 
4 Wies, Erg, cd. deutschen Tießwe-Exp., I, Jena 1002, 8, 123, 
3 Ebenda, 5. 175 . 
# Report on. the seientifie results of the vorage ot HALL 8 „Challengers, A Summarır of 
{ke selentifie results, Ba. IL Tafel 3—15.
	        
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