Thorade, H.: Über die Kalitomnische Mecresströmung,
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nordöstliche Winde gestört‘), Sehr schwankend wird die Windrichtung im Norden
unseres Gebiets. Will man von vorherrschenden Windrichtungen sprechen, 80
sind die zwischen Südosten und Westen zu nennen; weiter draußen treten auch
XW-Winde auf, Südwestlich von Yancouver beobachtet man namentlich südliche
Winde, Henry gibt für Portland-Oregon:
X XO Ö SO S SW Wr NW (8)
Janyarı 4 6 11 19 19 10 $ 21 1
Februar: 5 7 % 38 x 13 & 18 1
Strömungen und Wärmeverteilung, Bei derartig ungewissen Wind-
richtungen kann kaum eine bestimmte Strömung entstehen; man tut den Tat-
sachen Gewalt an, wenn man im Winter einen kühlen kalifornischen Strom in
die Karten einzeichnet”); was wir daher beschreiben und als Strömung im die
Karte eintragen, ist nur gewissermaßen die Resultante von verschiedenen Ver-
setzungen während längerer Zeit, In diesem Sinne 1ä5t sich sagen, daB die
Wassermassen sich Im ganzen nach Süden und Südosten verschieben; da aber die
Versetzungen ziemlich regellos zueinander gehen, können in der Wärmeverteilung
keine besonders charakteristischen Züge auftreten; im Gegenteil, wenn im Januar
die Isothermen sich an der Küste Niederkaliforniens noch zusammendrängen, so
Jaufen sie im Februar bereits fast parallel; nur ihre Ausbuchtung nach Süden
weist auf das yordringende kühlere Wasser him Bemerkenswert ist, daß die Stelle
der früheren Kälteinsel immer noch erkennbar bleibt: die +Tuskarora« fand im
Januar 1874 in 132° 5° W-Lg. und 28° 8’ N-Br, beim Messen von Reihentemperaturen
eine erheblich größere Mächtigkeit des 15.6°—18,3° warmen Wassers als an
benachbarten Punkten),
Im Golf von Kalifornien fällt die Temperatur rascher als im Ozean, wie
bereits im Dezember beobachtet werden konnte, Im Januar können die Isothermen
im Golf fast als Fortsetzung der äußeren, ozeanischen, gelten; im Februar ist
das Wasser an der Ostküste von Niederkalifornien sogar durchgehends um 1°
kälter als an der Westküste, Temperaturen unter 18° sind in beiden Monaten
yemessen, Bei gewissen Windrichtungen treten auch hier und weiter südlich Auf-
triebserscheinungen auf {s, S, 76}.
Nördlich von. 45° N-Br. sind Strömungen und Wärmeverhältnisse {m wesent-
lichen denen des Herbstes gleich; die gegen die Küste gestauten Wassermassen
weichen nach Norden und Nordwesten aus unter Mitwirkung der südlichen Winde;
Auch hier scheint es nicht zu Auftriebserscheinungen zu kommen; wie im Herbst,
50 verleiht auch jetzt das Anstauwasser der Küste eine höhere Wärme gegennüber
dem freien Ozean, |
b. März, (Karte 15, Tafı 10}
Im März vollendet sich der Ausgleich der Temperaturen, Südlich von
35° N-Br, bleiben Wind, Strömungen und Wärmererteilung, wie sie im Januar
und Februar geschildert waren, Weiter nördlich werden die NW-Winde etwas
häufiger auf Kosten der südlichen und südöstlichen Winde Henry gibt:
Portland-Oreson.
. N NO OO BO S SW W NW O
Febr. 9% A T 9 31S 23 BB S IS 1
März 8 6 % 5 1.4 Dir 1A AS LE x
Daher 1äßt die NO-Strömung allmählich nach, and das Wasser wird weniger
stark angestaut; die Trift richtet sich mehr nach Osten, ihre Achse liegt etwa in
42°—45° N-Br. Die hier verlaufende, genau west-Östliche 10°-Isotherme trennt
den Teil der Küste, der kühler ist als der offene Ozean, von dem, der wärmer
ist. Der ruhige Verlauf der Isotliermen zeigt uns den Ruhezustand. an, aus dem
später die starken Störungen im Sommer hervorgehen, Man vergleiche mit dem
S. 32 mitgeteilten Auszug aus dem Journal der »Alsternixex (August) den folgenden:
5 Vgl. Findlar, Divestorr 5 178 1fi, bes. 8. 206 und 207,
3 Segelhandbuchk &, 22. N
# Deep sen soundines in che: North Pacihe Ocean ete. Profil D.