Roinicke: Dampferwege von der Ostküste Nordamerikas nach Neuseeland usw, 68
Östliche Trift, die mit durchsehnitilich 12 bis 13 Sm im Etmal nicht zu hoch ye-
rechnet ist; ein 12-Knoten-Dampfer würde dadurch gerade um 1 Eimal vorwärts
yesetzt, brauchte also nur 3 Tage mehr, Doch auch das wird kaum richtig sein,
denn mag auch auf dem Wege durch die Magellan-Straße alles glatt mit voller
Fahrt gehen, was aber bezweifelt werden muß, auf etwas mehr als auf der
westlichen. Hälfte des Weges im Stillen Ozean oder auf einer Strecke von nicht
weniger als 3000 Sm muß ein westwärts stenernder Dampfer auf durchschnittlich
12 bis 13 Sm Sstlichen Strom, d, h. auf 1, Etmal Verspätung durch den Strom
rechnen, So blieben zugunsten des Weges durch die Magellan-Straße höchstens
21/, Tag weniger Reisedauer, und e& scheint doch sehr fraglich, ob dieser Vorteil
nicht dureh Austeuern des Landes, nicht passende Tiden und dickes Wetter in
der Magellan-Straße oder durch westliche Stürme im Stillen Ozean, ehe niedrige
Breiten und ruhiges Wetter erreicht sind, wieder verloren geht, dedenfalls
ist €8 sicher, daß bei einem langsameren Dampfer, oder wenn ein südlicherer
Hafen als Aukland angelaufen wird, die Verhältnisse auf dem Wege durch die
Magellan-Straße viel ungünstiger werden, und schließlich ist auch, wenigstens
vom Standpunkte des Versicherers, nicht ganz außer Acht zu lassen, daß die
Schiffe auf dem Wege durch die Magellan-Straße im Stillen Ozean in Breiten
entlang laufen, die nur an gewissen Stellen. und eigentlich auch nur von Seglern
mit nördlichen oder südlichen Kursen überschritten werden, Erhält ein Dampfer
dort Maschinenschaden, so kann er kaum darauf rechnen, Hilfe zu bekommen,
während das auf dem Wege Ost um, wo Dampflerwege festgeleet sind und wo
Allwöchentlich Dampfer verkehren, schr wahrscheinlich geworden ist.
Beiniocoke,
Über die Kalifornische Meeresströmung.
Öberflächentemperaturen und Strömungen an der Westküste Nordamerikas.
Yon IL. Thorade.
(Hierze Tafeln 10 und 114
3, Herbst.
a. Oktober. (Karte 9, Taf, 10.)
Im Oktober sind die besonderen Merkmale des Sonmers bereits großen-
teils zerstört. |
Wind. Die NW-Winde treten erst südlich von San Francisco regelmäßig
Auf, während der Passat sein Gebiet behält, Dadurch fällt der größte Teil
unseres Gebiets, der nördlich von 35° N-Br, liegt, veränderlichen Winden anheim,
Man vergleiche (Henry a. a. 0, 5. 681):
Portland-Oregm.
X NG Ö BO S BW W NW C
Sept. % 6 3 3 11 13 10 7 46 3
Okt, % 6 8 4 17 16 19 8 at 2
und für den Ozean die Windtabelle:
45°—50° N-Br., 125°—185° W-Lg, (152 bzw. 168 Beobachtungen),
| N NO NO ONO © 080 BO 880 8 SSW SW WW W WNWNWNNW ©
Sept. °% 1 1 14 0 2— 1. 1 1. 26 8 9 4 9 10 131 2 *
Okt % 3 3 * 4 1.35 0. 09 9 8 3 3 6 6 9 dm
Hier herrscht keine Windrichtung mehr vor; die Winde aus dem zweiten Qua-
dranten werden häufiger auf Kosten derjenigen aus dem vierten. Auch weiter
südlich, wo die NW-Winde die Regel bilden, wiegen sie nicht so sehr mehr vor.
Henry gibt (a, a. 0. 5. 680):
Mount Hamilton. (1283 m),
X NO 0 SO 8 SW W KW
Sept, 4% 3 1 0 8 6 0 x s2
kt, 9% 12 3 GO 18 % { ES =
Schluß. {