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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 37 (1909)

Roinicke: Dampferwege von der Ostküste Nordamerikas nach Neuseeland usw, 68 
Östliche Trift, die mit durchsehnitilich 12 bis 13 Sm im Etmal nicht zu hoch ye- 
rechnet ist; ein 12-Knoten-Dampfer würde dadurch gerade um 1 Eimal vorwärts 
yesetzt, brauchte also nur 3 Tage mehr, Doch auch das wird kaum richtig sein, 
denn mag auch auf dem Wege durch die Magellan-Straße alles glatt mit voller 
Fahrt gehen, was aber bezweifelt werden muß, auf etwas mehr als auf der 
westlichen. Hälfte des Weges im Stillen Ozean oder auf einer Strecke von nicht 
weniger als 3000 Sm muß ein westwärts stenernder Dampfer auf durchschnittlich 
12 bis 13 Sm Sstlichen Strom, d, h. auf 1, Etmal Verspätung durch den Strom 
rechnen, So blieben zugunsten des Weges durch die Magellan-Straße höchstens 
21/, Tag weniger Reisedauer, und e& scheint doch sehr fraglich, ob dieser Vorteil 
nicht dureh Austeuern des Landes, nicht passende Tiden und dickes Wetter in 
der Magellan-Straße oder durch westliche Stürme im Stillen Ozean, ehe niedrige 
Breiten und ruhiges Wetter erreicht sind, wieder verloren geht, dedenfalls 
ist €8 sicher, daß bei einem langsameren Dampfer, oder wenn ein südlicherer 
Hafen als Aukland angelaufen wird, die Verhältnisse auf dem Wege durch die 
Magellan-Straße viel ungünstiger werden, und schließlich ist auch, wenigstens 
vom Standpunkte des Versicherers, nicht ganz außer Acht zu lassen, daß die 
Schiffe auf dem Wege durch die Magellan-Straße im Stillen Ozean in Breiten 
entlang laufen, die nur an gewissen Stellen. und eigentlich auch nur von Seglern 
mit nördlichen oder südlichen Kursen überschritten werden, Erhält ein Dampfer 
dort Maschinenschaden, so kann er kaum darauf rechnen, Hilfe zu bekommen, 
während das auf dem Wege Ost um, wo Dampflerwege festgeleet sind und wo 
Allwöchentlich Dampfer verkehren, schr wahrscheinlich geworden ist. 
Beiniocoke, 
Über die Kalifornische Meeresströmung. 
Öberflächentemperaturen und Strömungen an der Westküste Nordamerikas. 
Yon IL. Thorade. 
(Hierze Tafeln 10 und 114 
3, Herbst. 
a. Oktober. (Karte 9, Taf, 10.) 
Im Oktober sind die besonderen Merkmale des Sonmers bereits großen- 
teils zerstört. | 
Wind. Die NW-Winde treten erst südlich von San Francisco regelmäßig 
Auf, während der Passat sein Gebiet behält, Dadurch fällt der größte Teil 
unseres Gebiets, der nördlich von 35° N-Br, liegt, veränderlichen Winden anheim, 
Man vergleiche (Henry a. a. 0, 5. 681): 
Portland-Oregm. 
X NG Ö BO S BW W NW C 
Sept. % 6 3 3 11 13 10 7 46 3 
Okt, % 6 8 4 17 16 19 8 at 2 
und für den Ozean die Windtabelle: 
45°—50° N-Br., 125°—185° W-Lg, (152 bzw. 168 Beobachtungen), 
| N NO NO ONO © 080 BO 880 8 SSW SW WW W WNWNWNNW © 
Sept. °% 1 1 14 0 2— 1. 1 1. 26 8 9 4 9 10 131 2 * 
Okt % 3 3 * 4 1.35 0. 09 9 8 3 3 6 6 9 dm 
Hier herrscht keine Windrichtung mehr vor; die Winde aus dem zweiten Qua- 
dranten werden häufiger auf Kosten derjenigen aus dem vierten. Auch weiter 
südlich, wo die NW-Winde die Regel bilden, wiegen sie nicht so sehr mehr vor. 
Henry gibt (a, a. 0. 5. 680): 
Mount Hamilton. (1283 m), 
X NO 0 SO 8 SW W KW 
Sept, 4% 3 1 0 8 6 0 x s2 
kt, 9% 12 3 GO 18 % { ES = 
Schluß. {
	        
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