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Full text: Jahresbericht 1998

Meereskundliche Dienste 
das Globale Telekommunikationssystem (GTS) 
der Meteorologischen Weltorganisation (WMO) 
eingespeist. Die so gewonnenen Temperaturwerte 
dienen vor allem den wissenschaftlichen Fra 
gestellungen des Weltklimaforschungsprogramms 
(WCRP). Sie fließen auch in operationelle, ge 
koppelte Ozean/Atmosphäre-Modelle ein. Über 
bisher vorliegende Ergebnisse wird auf S. 135 
berichtet. 
Ergänzt wurde das XBT-Meßprogramm 
durch oberflächennahe Temperaturmessungen 
auf mehreren Handelsschiffen in Nord- und Ost 
see. Diese Schiffe sind mit speziellen Kontakt 
thermometern ausgerüstet, die an der Innenseite 
der Schiffshaut befestigt sind. Sie liefern stünd 
liche Meßwerte, die international über das GTS 
verbreitet und z. B. in die wöchentlich vom 
BSH herausgegebene Oberflächentemperatur 
karten von Nord- und Ostsee Nordsee eingearbeitet 
werden. Im Winter liefern sie wichtige Hinweise für 
die Vorhersage der Eisbildung In der Ostsee. 
Deutsches Ozeanographisches Datenzentrum 
(DOP) 
Mit dem DOD erfüllt die Bundesrepublik 
Deutschland ihre Verpflichtung als Mitglied der 
Zwischenstaatlichen Ozeanographischen Kom 
mission (IOC - Intergovernmental Oceanographic 
Commission) der UNESCO, ein nationales Da 
tenzentrum für Ozeanographie zu betreiben. Es 
soll ozeanographlsche Meßdaten und die dazu 
gehörenden Informationen deutscher Forschungs 
reisen sammeln, prüfen, aufarbeiten, archivieren 
und dem nationalen und internationalen wissen 
schaftlichen Datentausch zur Verfügung stellen. 
Dieser Auftrag wurde vor 10 Jahren aufgrund der 
Meeresumweltübereinkommen um die Datenbe 
arbeitung erweitert und umfaßt damit auch die 
marinen Umweltdaten. Die Zusammenführung 
dieser aufgrund der föderalen Struktur von vielen 
verschiedenen Institutionen des Bundes und der 
Länder erhobenen Daten kann wegen der zentra 
len Verantwortlichkeit des Bundes sowie aus Effi 
zienz- und Kostengründen nur durch eine zen 
trale Datenhaltung bewältigt werden. 
Als ein wesentliches Werkzeug nutzt das 
DOD die gemeinsam mit dem Umweltbundesamt 
betriebene Meeresumwelt-Datenbank (MUDAB), 
die sowohl die ozeanographischen als auch die 
Daten der Messungen von Schadstoffen im Was 
ser, Sediment und biologischen Material auf 
nimmt. Während im Jahr 1997 der Datenzuwachs 
noch etwa 2 500 Stationen betrug, wurden in 
1998 Daten von über 11 000 Stationen von 240 
Forschungs- und Überwachungsreisen in die Da 
tenbank geladen. Diese mehr als dreifache Zu 
nahme war möglich durch die Inbetriebnahme der 
neu entwickelten und nun routinemäßig arbeiten 
den Eingangsdatenbank für Wasser-, Sedlment- 
und Schwebstoffdaten. Rückstände beim Laden 
von Daten aus den Jahren 1994 bis 1996 konnten 
überwiegend aufgeholt werden. Weiterhin werden 
historische Daten, die bisher in File-Sammlungen 
im DOD vorliegen, schrittweise in die Datenbank 
überführt. 
Zur Verbesserung des Datenflusses vom 
Datenerzeuger zum DOD wurden Formate erstellt, 
die Form und Inhalt der Meßdaten festlegen. Da 
mit soll die Vollständigkeit der Datensätze für den 
internationalen Datenversand, vor allem aber auch 
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